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Den Bayern getrotzt – sogar der Sieg wäre drin gewesen


Es hat geklappt! Der 1. FC Köln hat dem FC Bayern München widerstanden und dem Rekordmeister in der Allianz Arena ein 1:1 (0:1) abgetrotzt. Die Geissböcke hätten sogar noch gewinnen können – Simon Zoller vergab Sekunden vor dem Abpfiff die Großchance zum Sieg.

München – Die Blaskapelle spielte, die Lederhosen waren noch zahlreicher gekommen, selbst Arnold Schwarzenegger gab sich die Ehre: Das letzte Wiesn-Heimspiel 2016 der Bayern vor 75.000 Zuschauer war ein würdiger Rahmen für das vermeintliche Spitzenspiel zwischen dem Tabellenführer und dem Dritten. Es wurde eine Partie mit zwei völlig verschiedenen Halbzeiten.

Moment des Spiels

Es lief die Nachspielzeit. Die Bayern griffen an, der Effzeh konterte. Artjoms Rudnevs schnappte sich die Kugel und spielte einen perfekten Pass in den Lauf von Simon Zoller. Der eingewechselte Stürmer lief urplötzlich beim Stand von 1:1 frei auf Manuel Neuer zu. Er hatte den Siegtreffer auf dem Fuß. Doch sein Schuss strich um Zentimeter am Tor vorbei. Es wäre die ganz große Sensation gewesen. Sie war möglich gewesen. Was für ein Spiel!

Das Spiel in zwei Akten

Es waren 17 Minuten und 16 Sekunden gespielt, als Schiedsrichter Daniel Siebert energisch gestikulierte. Timo Horn hatte sich zu viel Zeit gelassen bei seinem Abstoß. Die erste Ermahnung wegen Zeitspiels nach etwas mehr als einer Viertelstunde, das sagte eine ganze Menge aus – aber nur über die erste Hälfte der Partie. So viel Selbstvertrauen hatte der 1. FC Köln in den letzten Wochen getankt. Seit nahezu einem halben Jahr war der Effzeh ungeschlagen. Doch davon war zunächst überhaupt nichts zu sehen. Die Bayern mussten nicht übermäßig viel Aufwand betreiben, um die nervösen und übervorsichtigen Kölner hinten reinzudrängen. Insbesondere Sörensen und Risse bekamen ihre Seite überhaupt nicht in den Griff. Und so viel das 0:1 auch über Juan Bernat, der Risse düpierte und Joshua Kimmich fand. Der 1,76 Meter kleine Nationalspieler köpfte mutterseelenallein vor Horn ein.

Als in der 50. Minute der eingewechselte Thomas Müller beinahe das 2:0 erzielte, schien das Spiel so weiterzugehen wie zuvor. Doch der FC Bayern machte ein paar Schritte weniger, der Effzeh einige mehr. Plötzlich war Köln im Spiel – und wie. Risse flankte lang in den Strafraum, Modeste hob ab, riss sein Bein hoch und fälschte das Leder zum überraschenden Ausgleich ab. Plötzlich war alles Selbstvertrauen der letzten Wochen wieder da. Plötzlich spielte der Effzeh Fußball. Der eingewechselte Özcan bediente Osako, der blieb vor Manuel Neuer eiskalt. Tor? 2:1? Abseits! Auf der anderen Seite parierte Horn einen Müller-Schuss in Weltklasse-Manier, er wird sich wohl noch in einigen Wochen fragen, wie er den abwehrte. Das Spiel war offen, es ging hin und her. Die Bayern pressten noch einmal, drückten. Doch der Effzeh konterte. Was, wenn Zoller tatsächlich das 2:1 für die Geissböcke erzielt hätte? Es blieb beim 1:1.

Fazit

Es bleibt offen, was in Köln los gewesen wäre, hätte der 1. FC Köln in München mit 2:1 gewonnen und wäre nicht nur im elften Bundesliga-Spiel in Folge ungeschlagen geblieben, sondern hätte auch die Bayern-Jagd auf die Spitze getrieben. So konnte der Effzeh sich nach einer krassen Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte belohnen und zum Punktgewinn beglückwünschen.

So spielte der Effzeh

Horn – Sörensen, Mavraj, Heintz – Risse, Höger (62. Özcan), Lehmann, Hector, Rausch (62. Zoller) – Osako (88., Rudnevs), Modeste

Tore

0:1 Kimmich (40.), 1:1 Modeste (63.)


Alles zum 1:1 des Effzeh in München


 

 

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