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Meister? "Es wundert mich, dass nur so wenige wetten…"

Ein Kölner Wettbüro fürchtet um seine Existenz. Nachdem der Betreiber vor der Saison im Fieber rund um den 1. FC Köln eine Meisterwette zu einer Quote von 999:1 angeboten hatte, würde ein tatsächlicher Meistertitel den Wettanbieter einen Millionen-Schaden einbringen.

Köln – Peter Stöger wundert sich. Nicht, dass es Leute gegeben hat, die zehn Euro oder mehr auf die Kölner Meisterschaft gesetzt haben. Sondern dass es nur etwas mehr als einhundert FC-Verrückte waren. „Wenn ich wetten würde und auf der sicheren Seite sein wollte, würde ich die Wette nicht platzieren“, sagte Stöger am Donnerstag und fügte lachend hinzu. „Aber es überrascht mich eher, dass es nur relativ wenige Menschen in Köln sind, die diese Wette platziert haben. Da kommen noch einige, fürchte ich.“

Meisterschaft würde zwei Millionen Euro kosten

Der beste Saisonstart seit 29 Jahren hat dem Kölner Wettbüro am Chlodwigplatz zu denken gegeben. Betreiber Mark Debler hatte aus einer Bierlaune heraus die Wette angeboten, Vorbild war der Sensationsmeister Leicester City in England gewesen. Nun bringt der überraschenden Erfolg der Geissböcke den Chef ans Schwitzen. „Wenn der FC tatsächlich Meister werden sollte, müssten wir knapp zwei Millionen Euro auszahlen“, sagte Debler dem SID.

Mittlerweile hat sich die Quote auf 400:1 reduziert. Bei zehn Euro Einsatz würde eine FC-Meisterschaft einem Fan mit dem entsprechenden Mut (und der Zuversicht) also noch immer 4000 Euro einbringen. Ein verlockendes Geschäft, wenngleich trotz des starken Saisonstarts nicht allzu realistisch. Wobei, wer weiß, vielleicht lassen die Geissböcke das Wettbüro ja noch einmal heftiger bangen, sollten die Kölner ihr Auswärtsspiel am Samstag bei Hertha BSC gewinnen.


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