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"Die Überlegung war falsch!" Stöger übt Selbstkritik

Am Ende wirkte es, als habe der 1. FC Köln gegen den Hamburger SV deutlich und verdient gewonnen. Das 3:0 übertünchte aber auch die Probleme, die der Effzeh in der ersten Hälfte hatte. Peter Stöger hatte sich in der taktischen Ausrichtung schlichtweg vertan.

Köln – Peter Stöger nahm kein Blatt vor den Mund. „Die Überlegung war falsch“, sagte der FC-Trainer nach der Partie gegen die Rothosen. Gemeint war seine taktische Überlegung, vom ursprünglichen 4-4-2 Abstand zu nehmen und auf eine Dreierkette sowie auf hohe Flügelspieler zu setzen.

Wie aus dem 4-4-2 ein gänzlich anderes System wurde

Ein Blick auf den Rasen irritierte die FC-Fans in der ersten Hälfte: In allen neun Pflichtspielen hatte der Effzeh zum allergrößten Teil im 4-4-2 agiert. Variationen während eines Spiels nicht ausgeschlossen, hatte die Grundformation immer aus zwei Viererketten hinter zwei Stürmern bestanden.

Von dem Erfolgsrezept wich Stöger am Sonntag ab, nominierte mit Anthony Modeste, Yuya Osako und Artjoms Rudnevs drei nominelle Stürmer, die auch an vorderster Front agieren sollten. In der Defensive standen dafür Frederik Sörensen, Mergim Mavraj und Dominic Maroh (nach dessen Verletzung Dominique Heintz) in einer Dreierkette zusammen. Matthias Lehmann agierte davor als Sechser, Marco Höger als leicht versetzter Achter. Jonas Hector und Marcel Risse sollten dazu sehr weit vorne agieren, um zusammen mit den drei Stürmern Druck auf den HSV auszuüben.

Hamburger lassen den Effzeh ins Leere laufen

Die Überlegung schlug fehl. „Wir hatten erwartet, dass die Hamburger mit Dreierkette aufbauen“, erklärte Stöger. „Wir wollten mit unseren drei Stürmern auf den Dreier-Aufbau Druck ausüben.“ Doch die Hamburger lösten mit Viererkette das Spiel auf, Köln lief ins Leere. „Deswegen haben wir keinen Zugriff bekommen und sie konnten normal rausspielen“, gestand Stöger, dessen Team in der ersten Hälfte große Probleme hatte, den HSV unter Druck zu setzen. Hinzu kam schlechtes Passspiel, und schon war der Plan dahin.

Weiterlesen: „Es war für sie durch meine Fehleinschätzung schwerer“

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5 Kommentare
  1. Amx
    Amx says:

    Es ist eine der herausragenden Qualitäten von Stöger, noch während des Spiels Konsequenzen zu ziehen und das Spiel seines Teams umzustellen. Wieviele zweite Halbzeiten des FC waren (nicht nur in dieser Saison) besser als die jeweilige erste Hälfte?

    • Nick
      Nick says:

      Sehr richtig. Stöger schafft es sehr oft der Mannschaft Fehler der 1.HZ in der Pause aufzuzeigen und die Mannschaft stellt diese in HZ zwei ab oder spielt ein anderes System, was besser passt. Dafür „Hut ab!“…auch wenn „wir nicht Bayern oder Barcelona“ sind…

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