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Fünf Spiele früher: So stark sind die 21 Punkte wirklich

Der 1. FC Köln hat nach elf Spieltagen bereits mehrere Top-Werte der letztjährigen Hinrunde erreicht. Ein Blick in die Statistiken zeigt, wie gut die Geissböcke wirklich unterwegs sind. 

Köln – Der 1. FC Köln in der Saison 2015/16 startete überaus erfolgreich in die Spielzeit. Sieben Punkte nach drei Spielen, 14 Punkte nach acht Spielen bei nur zwei Niederlagen. Dann aber folgte eine herbstliche Delle.

So viele Tore wie letztes Jahr nach der Hinrunde

Die Delle bescherte Anthony Modeste eine Serie von acht torlosen, in denen der Effzeh insgesamt nur drei Mal traf. Dass dabei immer noch sieben Punkte heraussprangen, war überaus beachtlich. So stand Köln nach 16 Spielen mit stolzen 21 Zählern da – und setzte der Hinrunde mit dem Last-Minute-Dreier gegen Dortmund die Krone auf.

Ein Jahr später steht der Effzeh noch viel besser da. Bereits nach elf Spieltagen – also fünf (!) Spiele früher als in der Vorsaison – verzeichnen die Kölner 21 Punkte auf ihrem Konto. Ein Wert, den die Kölner seit der Einführung der Drei-Punkte-Regel (95/96) noch nie erreichen konnten. Nach elf Spielen hat der 1. FC Köln bereits sechs Mal gewonnen und damit genauso häufig wie nach der kompletten letztjährigen Hinrunde. Und ebenso haben die Kölner bereits 18 Tore erzielt, wofür sie vor einem Jahr noch 17 Spiele brauchten. Kein Wunder allerdings, schließlich hat Anthony Modeste nach seinen 15 Toren in der Vorsaison bereits jetzt zwölf Mal getroffen.

Zweitbeste Abwehr der Liga

Aber auch defensiv zeigen sich die Geissböcke noch einmal verbessert im Vergleich zum Vorjahr. Nach elf Spieltagen der Saison 2015/16 wiesen die Kölner 17 Gegentore auf und liefen am Ende mit 42 Gegentoren in 34 Spielen (Schnitt: 1,23) ein. Nun sind es bislang nur acht Gegentore (0,73) – der Effzeh stellt hinter dem FC Bayern die zweitbeste Abwehr der Liga.


Alles zum Derbysieg des Effzeh in Gladbach


14 Kommentare
  1. Nick
    Nick says:

    Jedes Jahr ein bisschen „schmöger“…weiter so…

    Hier kommen ja auch immer wieder „Anti-Stöger“ Kommentare auf, aber die Ergebnisse sprechen für sich. Klar gerieten wir oft früh in Rückstand, aber die Umstellungen und Pausenkorrekturen, sowie der Wille der Mannschaft brachten oft die Wende – das ist auch eine Klasseleistung. Wie schon fest gestellt wurde, sind wir nicht „Bayern oder Barcelona“, wir werden auch nicht jedes Spiel drehen und gewinnen können, aber das sich der Verein und die Mannschaft unter Schmadtke und Stöger sich nicht Stück für Stück verbessern, kann doch niemand abstreiten, der eine normale Erwartungshaltung an den Tag legt…

    • Horst
      Horst says:

      Das Gladbach die bessere Mannschaft war kann man ja wohl nicht abstreiten. Nun , Glück gehört dazu. Es ist aber auffällig das der Herr Stöger sehr oft mit der Anfangsphase/Taktik daneben liegt. Und wenn man sich schon entschuldigen muss für die falsche Taktik spricht das nicht gerade für einen Trainer. Er hat Glück das die Mannschaft untereinander funktioniert und vieles auch selbstständig ändert. Hut ab für die Leistung der Mannschaft, aber nicht für die Taktischen Fehler des Trainers. Auch das festhalten an Spielern wie Lehmann, Rausch lässt sich mir nicht erklären.

          • Alex
            Alex says:

            „Und wenn man sich schon entschuldigen muss für die falsche Taktik spricht das nicht gerade für einen Trainer.“
            Ich finde das Gegenteil ist richtig. Als Trainer muss man ausprobieren und versuchen und wenn man einen Fehler macht (was unvermeidlich ist) dann muss man auch die Eier haben und das zugeben und sagen. Dafuer Hut ab, vor Stoeger.
            Die Fakten sprechen uebrigens fuer sich. Unter Stoeger hat sich eine Mansnchaft (im wahrsten Sinne des Wortes) entwickelt und entwickelt sich noch. Auch die Statistik spricht fue Stoeger. Bester Saisonstart seit Jahren, betse Platzierung seit Jahren, etc. Das alles ist nicht nur Glueck, sondern auch auf die Person und den Charakter des Trainers (wie der Mannschaft) zurueckzufuehren

      • Rolf G.
        Rolf G. says:

        Gleich zu Anfang mal zwei Binsenweisheiten: erstens, das Spiel ist am Ergebnis zu bewerten! Was nützt es mir, werden sich die Gladbacher fragen, wenn ich in der 1. Halbzeit die bessere Mannschaft bin, am Ende aber mit 0 Punkten dastehe. Zweitens, das Spiel dauert 90 Minuten, danach wird abgerechnet. Wer dann die meisten Tore geschossen hat, gewinnt das Spiel. Fussball ist so herrlich einfach zu verstehen, da kann der User @Horst noch soviel rummosern. Wenn der Trainer z.B. nach der 1. Halbzeit feststellt, dass es so nicht gut läuft und die richtigen Schrauben nachstellt, sodass am Ende doch gewonnen wird, kann ich nur sagen: Hut ab, alles richtig gemacht! Das was zählt, ist eben das Ergebnis nach 90 Minuten. Was davor war, interessiert eigentlich wenig.
        Glück ist eine Komponente des Sports und gehört ganz einfach dazu. In Gladbach hatten wir sicher Glück, z.B. dass die Gladbacher nicht schon zwei oder drei Tore in der 1. Halbzeit geschossen haben oder dass unser 2. Tor in der Nachspielzeit fiel.
        Genauso hatten wir aber vor allem im letzten Jahr auch Pech, meistens sogar unverschuldet.
        Gladbach hat sicher auch die besseren Spieler, dass unsere „Rumpfelf“ aber trotzdem konkurrenzfähig ist und in der 2. Halbzeit bewiesen hat, dass sie eine echte Mannschaft ist, das ist mMn vor allem darauf zurückzuführen, dass Trainer und Mannschaft eine Einheit sind.
        Das haben sie sich über drei Jahre erarbeitet und fahren jetzt die Früchte ein.

        Das Trainerteam (ich schreibe ganz bewusst „Team“, weil ja doch alle daran beteiligt sind), die Sportliche Leitung und die Vereinsführung sind das absolut beste, was ich seit vielen Jahren in Köln gesehen habe. Die sind nämlich in der Lage, aus wenig viel zu machen!
        Wir können nur hoffen, dass dieses Konglomerat in dieser Form uns noch einige Jahre erhalten bleibt.

      • ottla
        ottla says:

        während ich das hier schreibe, wundere ich mich, warum ich überhaupt auf den stuss vom horst eingehe…

        das verschlafen der ersten HZ hat, das sagt ja die mannschaft selbst, in den wenigsten fällen mit der taktik zu tun, sondern scheint ein „mentales“ problem der mannschaft zu sein (s.h. aktuell sörensens aussagen). wenn überhaupt stellt es die kehrseite der medaille des erfolges dar – heißt: man spielt, ähnlich wie gladbach das in der saison gemacht hat, als sie oben landeten, eher abwartend und schaut, wie der gegner drauf ist, um dann zuzuschlagen. wenn das nach 11 spieltagen einen sensationellen punkteschnitt von nahezu 2 punkten pro spiel bedeutet, sollte jeder zum arzt gehen, der da überhaupt noch ein haar in der suppe sucht. wären die mannschaften ganz unten derzeit nicht so grottenschlecht, dann hätten die mannschaften oben derzeit nicht soviele punkte – das ist schade. denn das würde bedeuten: in einer halbwegs „normalen“ saison stünde der FC mit 21 punkten jetzt schon mit einem veritablen polster von 5-6 punkten auf die nicht EL-plätze oben…

          • Koelschlenny
            Koelschlenny says:

            Naja… Es fällt schon auf, dass wir die 21 Punkte gegen Teams aus allen Regionen geholt haben.
            8 alleine in München, Wolfsburg, Schalke und Mönchengladbach.
            Es ist schon korrekt, dass die vielen punktgleichen Teams im oberen Bereich ungewöhnlich sind und wir in manchen Jahren schon deutlich „abgesetzter“ da stehen würden.

            Ein Blick auf bundesliga-prognose.de ist aufschlussreich. Die Prognosen dort extrapolieren den bisherigen Saisonverlauf aufs Jahr. Dort endet der HSV glaube ich derzeit bei 12 Punkten, Leipzig bei 89.

  2. OlliW
    OlliW says:

    „…Glück, dass die Mannschaft funktioniert“, …das haben alle, die dem Verein nahestehen. Dem voraus geht aber das „Glück“, dass es den Stöger gibt. Denn er hat maßgebichen Anteil am Funktionieren der Mannschaft. Denke aber, dass weniger das Glück ausschlaggebend, ist als eine echte gute Leistung auf vielen Ebenen. Das „zeingt“ dann eben auch manchmal zum Glück.

  3. Koelschlenny
    Koelschlenny says:

    … welchen Anteil ein Trainer auch am Funktionieren einer eingespielten, hoch veranlagten Mannschaft hat, kann man aktuell in München beim FC Bayern gut beobachten (oder eben nicht). Dort entschuldigt sich übrigens keiner für die falsche Taktik. Dort tritt ein Boateng nach dem Spiel vor die Presse – bei uns gibt ein Hector schon während des Spiels Feedback an den Trainer.

    Stöger, Schmadtke, Wehrle und vergesst mir nicht den Manfred Schmid sind für mich ganz klar die Architekten der aktuellen Mannschaft und somit auch des aktuellen Erfolgs.

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