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"Ich habe noch nie eine Geldstrafe ausgesprochen"

Als Peter Stöger nach dem 3:0-Sieg des 1. FC Köln gegen den Hamburger SV erklärte, er habe einen großen taktischen Fehler begangen, war das Echo in der Öffentlichkeit groß. Nun hat der Trainer erklärt, wie er mit seinen Fehlern und denen seiner Spieler umgeht.

Köln – In einem Interview mit dem Magazin „one“ des FC-Hauptsponsors REWE widersprach Stöger der Wahrnehmung, das Eingestehen seines taktischen Fehlers in der ersten Hälfte des HSV-Spiels habe seine Autorität untergraben. „Überhaupt nicht“, sagte Stöger. „Ich gebe ja auch der Mannschaft mit, dass im Spiel Fehler erlaubt sind. Wenn ich der Mannschaft keinen Gefallen getan habe, finde ich es auch richtig zu sagen: Sorry, das war meine Fehleinschätzung.“

Da würden die Jungs eher denken: Jetzt ist mit dem Alten irgendwas passiert!

Stöger verriet zudem, wie er mit Verfehlungen seiner Spieler umgehe. Während taktische Dinge oft in kleinen Gruppen oder Einzelgesprächen vom Trainerteam angesprochen werden, sieht das bei Fehlern abseits des Platzes anders aus. „Das spreche ich bewusst vor der ganzen Gruppe an“, stellte Stöger klar. „Es geht nicht darum, einen Einzelnen zu zerlegen. Alle sollen wissen, die Trainer haben mitbekommen, was gelaufen ist. Die anderen sollen wissen, dass so etwas nicht geht.“

Allerdings, das betonte Stöger, scheint die aktuelle Mannschaft sich gut selbst regulieren zu können. Das Team haben einen eigenen Strafenkatalog erstellt, beispielsweise für das Zuspätkommen. Das sei aber eine Sache der Spieler untereinander, die Strafen landen in der Mannschaftskasse. Stöger selbst stellte klar: „Ich habe noch nie eine Geldstrafe ausgesprochen. Damit kann ich nichts anfangen.“ Und auch dürfe man vom Österreicher keine öffentlichen Wutreden erwarten. Deutliche Worte in der Kabine ja, Ausraster nein. „Das wäre nicht stimmig und das würde ich auch nicht machen. Da würden die Jungs eher denken: Jetzt ist mit dem Alten irgendwas passiert.“

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