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Darum wäre die Europa League kein Quantensprung


Vor dem letzten Hinrundenspiel und dem Auftakt in das Bundesliga-Jahr 2017 stellen sich viele Fans des 1. FC Köln die Frage: Können sich die Geissböcke tatsächlich erstmals seit 1992 wieder für einen europäischen Wettbewerb qualifizieren? Und was würde eine Qualifikation für den Effzeh bedeuten?

Köln – Eine Erstrunden-Niederlage im UEFA-Cup gegen Celtic Glasgow in der Saison 1992/93, zwei unglückselige Ausflüge in den UEFA Intertoto Cup (UI-Cup) in den Jahren 1995 und 1997 – das waren die letzten Ausflüge auf internationales Terrain für den 1. FC Köln. Nun, 20 bzw. 25 Jahre später, riecht es in ganz weiter Ferne tatsächlich wieder nach Europa. Auch, wenn erst 16 von 34 Spieltagen gespielt sind.

Wirtschaftlich gesehen wäre die Europa League kein Quantensprung

Dennoch: Wie viel von den nächsten Monaten abhängt, zeigen alleine die Terminplanungen. Die geplante Post-Season-Tour nach China hängt auch an der Frage, ob der Effzeh Ende Juli die Europa- oder gar Champions-League-Qualifikation bestreiten dürfte. Die Trainingslager im Sommer können noch nicht terminiert werden, weil auch sie von diesen Terminen beeinflusst würden. Und schließlich könnte Jörg Schmadtke im Frühjahr mit einem noch ganz anderen Faustpfand auf dem Transfermarkt in Gespräche mit potentiellen Neuverpflichtungen gehen, könnte er eine mögliche Qualifikation für Europa in Aussicht stellen.

Doch es sind nicht nur die sportlichen Veränderungen, die mit Europa einher gehen würden. Auch finanziell würde sich für den Effzeh etwas verändern. „Sportlich gesehen wäre eine Qualifikation für die Europa League natürlich eine beachtliche Leistung, keine Frage“, betonte Geschäftsführer Alexander Wehrle im Gespräch mit dem GEISSBLOG.KOELN. „Aber wirtschaftlich gesehen wäre die Europa League für den 1. FC Köln kein Quantensprung.“

Umsatz-Steigerung läge bei „nur“ zehn Prozent

Kein Quantensprung? Für einen Klub, der sich vor viereinhalb Jahren am Rande der Zahlungsunfähigkeit bewegte? Diese Aussage zeigt, wie sich der Wind gedreht hat am Geißbockheim. Wehrle erklärte seine Aussage so: „Wenn man stabil einen Umsatz von 100 Millionen Euro macht, würden zehn Millionen Euro Mehreinnahmen durch die Europa League nur zehn Prozent ausmachen“, so der Finanz-Boss. Und dieser Betrag wäre es wohl, den die Geissböcke einkalkulieren könnten, würden sie in den kleineren der beiden europäischen Wettbewerbe einziehen.

Weiterlesen: Wehrle will „für den Fall der Fälle gewappnet sein“

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