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Hector: "Ich lasse mich nicht zu einer Marke machen"

Inwieweit definiert sich Erfolg im Fußball heute auch über die Außendarstellung?
Das ist persönlichkeitsabhängig. Es gibt Spieler, die sich in der Öffentlichkeit präsentieren und ihre Meinung verbreiten. Im Gegenzug gibt es Fußballer, die sich zurückziehen und zurückhalten. Das ist jedem selbst überlassen.

Es gibt Spieler, die sich eigene Markenberater nehmen. Wurden Sie schon mal gefragt, ob Sie zu einer Marke werden wollen?
Nein, das kam noch nicht vor. Und Stand jetzt würde ich das auch nicht mit mir machen lassen.

Es kommen immer häufiger andere Themen mit ins Spiel

Jonas Hector. (Foto: GBK)

Jonas Hector. (Foto: GBK)

Jörg Schmadtke sagte kürzlich, der Fußball würde in seiner gesellschaftlichen Rolle überhöht. Hat er Recht?
Ich glaube, der Fußball ist nicht mehr so wie vor fünfzig oder zwanzig Jahren. Man muss ja nur mal schauen, welche Gelder da heute fließen. Es ist schon beachtlich, wie sich das entwickelt hat. Wenn Spieler für sehr viel Geld transferiert werden und richtig viel Geld verdienen, zeigt das die Stellung des Fußballs im Wirtschaftskreislauf. Dabei ist der Fußball in seiner Grundform nur ein Spiel. Aber er ist eben auch ein Geschäft geworden. Deswegen kommen immer häufiger andere Themen mit ins Spiel, weil der Fußball inzwischen eine so große Aussagekraft hat. Wenn ein Spieler beispielsweise in den sozialen Netzwerken fünf Millionen Follower hat, dann hat seine Aussage unter Umständen große Wirkung.

Sie studieren bekanntlich BWL und haben mal gesagt, dass Marketing Sie interessiere, weil Sie dort Ihre Kreativität ausleben könnten. Wie kann man sich den kreativen Jonas Hector vorstellen?
Jeden Samstag um 15.30 Uhr auf dem Rasen.

Den zweiten Teil des großen Interviews mit Jonas Hector lest Ihr am Sonntag beim GEISSBLOG.KOELN.

5 Kommentare
  1. HÄNNESCHEN says:

    Das wohlige Gefühl, so einen Spieler in den eigenen Reihen zu haben… unbezahlbar!
    Dass er nicht das Weite gesucht hat, nachdem er sich bei der EM so souverän präsentiert hat, löst noch immer Verwunderung aus. Scheint ein besonders gefestigter Charakter zu sein. Wir sollten für jede Halbsaison, die er bei uns bleibt, dankbar sein!

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