Patrick Helmes. (Foto: GBK)

Helmes: "Hätte noch mehr aus mir herausholen können"

Was können Sie als junger Trainer von Peter Stöger lernen?
Er ist sehr erfahren. Ich hatte generell das Glück, in meiner Karriere unter vielen guten Trainern spielen zu dürfen. Wenn ich im Nachhinein darüber nachdenke, dann habe ich von jedem gute Dinge herausgezogen. Ich sehe mich als Trainer wie ein Puzzle. Es gibt immer noch fehlende Mosaikstückchen, die man mit der Zeit und jeder neuen Trainerlizenz sammelt. Und so wächst man und findet seinen eigenen Weg. Ich will und kann auch niemanden kopieren. Zum Beispiel kann ich mich mit Peter Stöger stundenlang darüber unterhalten, wie er es schafft, die Mannschaft zu führen und alle Spieler bei Laune zu halten. Das heißt aber nicht, dass ich das auch jemals so können werde. Weil es immer charakterabhängig ist.

Das Rad dreht sich schnell bei mir

Planen Sie denn Ihre Trainerausbildung in näherer Zukunft mit dem Fußballlehrer zu vervollständigen?
Ich bin jetzt 32 Jahre alt und habe in den letzten eineinhalb Jahren große Sprünge gemacht. Ich habe meine B- und meine A-Lizenz gemacht und bin nun zum ersten Mal als Cheftrainer in der Verantwortung. Das Rad dreht sich schnell bei mir. Ich hatte tolle Chefs, die mich als Co-Trainer haben ausprobieren lassen. Klar, der Fußballlehrer ist das finale Ziel der Ausbildung und den will ich auch machen. Ich habe mir da allerdings keine Deadline gesetzt. Wenn ich den Schein in zwei Jahren mache, bin ich mit 34 auch noch jung genug.

Patrick Helmes und Peter Stöger im Gespräch. (Foto: GBK)
Patrick Helmes und Peter Stöger im Gespräch. (Foto: GBK)

Es gibt aber noch jüngere Berufskollegen. Wie denken Sie über Newcomer wie Julian Nagelsmann?
Er macht in Hoffenheim einen tollen Job. Er hat viele neuen Ideen und vor allem mit seinem Umschaltspiel viel Erfolg. Aber, auch wenn er erst 29 ist, hat er schon sieben oder acht Jahre lang als Trainer gearbeitet. Das darf man nicht vergessen. Und man muss auch sagen, dass viele gute junge Trainer nachkommen.

Es hier noch sehr lange dauern, bis der Amateurtrainer für die Profis interessant werden könnte

Viele von Ihnen nutzen vor allem die Position als Trainer einer zweiten Mannschaft, um in den Profifußball zu gelangen. Sehen Sie Ihren Job auch als Sprungbrett?
Ich bin total zufrieden mit der Konstellation. Ich bin erst seit eineinhalb Jahren als Trainer dabei und habe schon eine riesige Aufgabe vor mir. Deswegen sehe ich das nicht als Sprungbrett, sondern fühle mich in erster Linie in meinem Bereich wohl. Worauf das mal hinauslaufen wird, ist noch nicht abzusehen. Dass ich mal nach oben will, ist jetzt nicht außergewöhnlich. Das ist ein Ziel, das ich mir als Spieler genauso gesetzt habe. Aber dafür müsste ich auch erst einmal meinen Fußballlehrer machen. Außerdem bin ich mir sicher und auch froh darüber, dass es hier in Köln noch sehr lange dauern wird, bis der Amateurtrainer für die Profis interessant werden könnte. (lacht)

Weiterlesen: “Mein Co-Trainer hat mit meinem Vater Bundesliga gespielt”

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