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Kapitän Lehmann und sein Kronprinz Jonas Hector

Matthias Lehmann ist zurück. Der Kapitän des 1. FC Köln wird am Dienstag wieder voll ins Mannschaftstraining einsteigen. Für einen Startelf-Einsatz am Sonntag in Mainz dürfte es aber wohl noch nicht reichen. Die Binde wird daher also wohl weiter Jonas Hector tragen.

Köln – Teilruptur des Innenbandes im rechten Knie: Als 33-Jähriger schüttelt man eine solche Verletzung, zumal es überhaupt die erste in der Karriere war, nicht so einfach ab. Doch Matthias Lehmann hat sich schnell zurückgearbeitet und steht dem Effzeh zum Bundesliga-Auftakt 2017 in Mainz wieder zur Verfügung.

In Mainz wohl mit Höger und Hector im Zentrum

„Es ist schön, ihn zurück zu haben“, freut sich Trainer Peter Stöger. „Wir hatten gehofft, dass es so sein würde. Planen ist bei solchen Verletzungen aber schwer. Es ist schön, wieder mit ihm rechnen zu können.“ Lehmann ist wieder dabei, hat aber die drei Testspiele der letzten zwei Wochen verpasst, sein letzter Einsatz liegt fast auf den Tag zwei Monate zurück. Gegen Mainz könnte der Kapitän zwar wieder im Kader stehen. Alleine, ein Platz in der Startelf wäre eine große Überraschung und wohl nur dann denkbar, wenn Marco Höger nach seiner verletzungsbedingten Auswechslung in Anderlecht doch größere Probleme bekäme.

Matthias Lehmann und Peter Stöger im Gespräch. (Foto: GBK)

Matthias Lehmann und Peter Stöger im Gespräch. (Foto: GBK)

Doch im Normalfall dürfte Höger die Doppel-Sechs am kommenden Sonntag zusammen mit Jonas Hector bilden. Und der wird dann auch die Binde anstelle Lehmanns tragen. In den vergangenen Monaten grenzte es beim Effzeh schon fast an Majestätsbeleidigung, wenn man einen der Verantwortlichen auf die Kapitänsfrage ansprach. Ob Hector der logische künftige Kapitän wäre? Und vor Lehmanns Vertragsverlängerung bis 2018 auch die Frage, ob der Generationswechsel unter Umständen schon im Sommer 2017 eingeleitet werden würde.

Lehmann der Boss, Hector der Kronprinz

In einer Mannschaft wie der des Effzeh ist die Kapitänsfrage in der Tat eher zweitrangig. Die Führungsrollen fallen mehreren Spielern auf natürliche Weise zu, nicht, weil sich diese den Status durch Lautsprechertum oder frühere Heldentaten erkämpft hätten. Lehmann war für Stöger der logische Nachfolger von Miso Brecko und zahlte das Vertrauen zurück. Hector als Leistungsträger, Nationalspieler und besonnener Leitwolf rückte auf und wurde sein Kronprinz.

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