, ,

U21 abmelden? "Die Gedanken sind absolut vom Tisch!"

Das vergangene Wochenende lief für die U21 des 1. FC Köln alles andere als positiv. Bei den Sportfreunden Siegen unterlag die Mannschaft von Trainer Patrick Helmes mit 2:3. Ein Rückschlag in der Regionalliga West, aber nicht existenzbedrohend. Das war schon mal anders.

Köln – Als die U21 des 1. FC Köln in der vergangenen Saison dem Abstieg in die fünfte Liga entgegen strauchelte, mehrten sich die Stimmen am Geißbockheim, ein Abstieg aus der Regionalliga könne zur Abmeldung der Mannschaft führen. Erst der Klassenerhalt dank des Aufstiegs der Sportfreunde Lotte in die Dritte Liga beendete diese Gedankenspiele.

Immer mehr Bundesligisten melden ihre U21 ab

Dass es diese aber gegeben hat, ist inzwischen bestätigt. Der Effzeh beriet sich über mehrere Monate und rechnete durch, ob sich eine U21 noch lohne. Mehrere Bundesligisten, zuletzt RB Leipzig, haben inzwischen ihre Zweitvertretungen vom Spielbetrieb abgemeldet. Da die größten Talente immer früher in die Profi-Mannschaften integriert werden, stellt sich immer mehr Erst- und Zweitliga-Klubs die Frage nach der Sinnhaftigkeit einer zweiten Mannschaft.

Patrick Helmes und Anas Ouahim. (Foto: GBK)

So auch beim 1. FC Köln. Schließlich werden die größten Talente aus dem Nachwuchs schon früh in den Trainingsbetrieb der Mannschaft von Trainer Peter Stöger integriert. Aktuell trainieren mit Birk Risa, Beyhan Ametov und Hikmet Ciftci drei U19-Talente bei den Profis, Salih Özcan und Co. haben es dagegen bereits in die Bundesliga-Auswahl geschafft, obwohl auch sie noch für die U21 spielen könnten. Das tun sie nur noch, wenn sie sich dort Spielpraxis holen sollen.

Jakobs bestätigt: U21 bleibt bestehen!

Dennoch ist man beim Effzeh vom Konstrukt der U21 überzeugt. Mehr denn je sogar, sagt Sportdirektor und Nachwuchs-Koordinator Jörg Jakobs. „Die Gedanken sind absolut vom Tisch“, antwortet Jakobs im Gespräch mit dem GEISSBLOG.KOELN auf die Frage, ob es noch Gedanken an eine Abmeldung gebe. „Wir wollen die U21 vielmehr weiter aufwerten, personell wie strukturell.“

Weiterlesen: Großangriff auf die arrivierten Nachwuchs-Teams?

Schlagworte: , ,
1 Antwort
  1. R.S.
    R.S. says:

    Dann geht halt auch hier der Effzeh seinen Weg, statt dem Mainstream der Liga zu folgen, so what. Wenn man ein klares Konzept daran erkennen kann, habe ich damit keine Probleme.

    Und die große Ehre, mit 20 Jahren auf der Bank in der ersten Liga auf den Einsatz zu warten, ist auch fraglich. Das wird für die Jungs zu einer immer krasseren Flop oder Top Roulette. Schafft es einer, trotz Potenzial, nicht in die Startelf, geht er ohne Spielpraxis und für kleines Geld zu einem anderen Klub. Man wird Fußballer um (immer besser) zu spielen und nicht um auf der Bank von einer großen Karriere zu träumen, oder?

Dein Kommentar

Willst du an der Diskussion teilnehmen?
Mache mit!

Schreibe einen Kommentar