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Weitere Talente verpflichtet: Köln nutzt das "Momentum"

Der 1. FC Köln setzt mit der Verpflichtung von Nikolas Nartey (16) und Calvin Brackelmann (17) ein Signal. Nicht nur, dass die Geissböcke ihren Blick auf Talente längst über die regionalen Grenzen hinaus verschoben haben. Die Umstrukturierung im Nachwuchsbereich läuft gerade erst an.

Köln – Jörg Jakobs und Jörg Schmadtke können wenig mit Begriffen wie „Super-Bubi“ oder „Mega-Talent“ anfangen. Gerade, wenn es um Teenager geht, die noch nicht einmal aus der Schule raus sind und plötzlich als künftige Superstars gehandelt werden. Da war es dann schon überraschend, dass der Effzeh am Mittwoch die Verpflichtung gleich mehrerer Talente in einer Pressemitteilung bestätigte – ein Umstand, den es beim FC länger nicht gegeben hat.

Nartey und Brackelmann waren erst der Anfang

Die Meldung war auch als Zeichen zu verstehen, wohin sich die Nachwuchsarbeit beim FC entwickeln wird. Die FC-Scouts werden weiterhin die Region um Köln im Blick behalten. Doch immer häufiger werden auch Talente aus anderen Regionen Deutschlands und auch Europas in die Domstadt wechseln. Dazu passt, was nicht in der Pressemitteilung stand, Sportdirektor Jakobs aber dem GEISSBLOG.KOELN bestätigte: Nartey und Brackelmann waren erst der Anfang. Für den kommenden Sommer haben sich die Geissböcke schon mit weiteren, vielversprechenden Talenten verstärkt. Details wollen die Verantwortlichen aber aus Respekt vor den Familien der jungen Spieler nicht verraten.

Doch Jakobs machte keinen Hehl aus einer neuen Dynamik, die im Kölner Nachwuchsbereich Einzug gehalten hat. Einerseits durch die Umstrukturierung mit den beiden neuen NLZ-Leitern Carsten Schiel und Daniel Meyer an der Spitze. Andererseits trägt die neue Kooperation mit der Deutschen Sporthochschule Köln erste Früchte. Der Effzeh bietet zusammen mit der SpoHo seit dieser Saison eine psychologische Betreuung im Nachwuchsbereich an, die es so in anderen Klubs bislang nicht gab.

Dieses Momentum wollen wir nutzen

Und dann kommt hinzu, dass der 1. FC Köln im Profi-Bereich so erfolgreich ist wie seit über zwei Jahrzehnten nicht mehr. „Das wird natürlich wahrgenommen“, bestätigte Jakobs und fügte an: „Dieses Momentum wollen wir nutzen.“ Der Effzeh gilt unter der aktuellen sportlichen Führung wieder als Klub, in dem junge Talente erfolgreich den Sprung zu den Profis schaffen können.

Zum erfolgreichen Umbruch im Nachwuchs fehlt allerdings noch ein wichtiges Puzzlestück: der Ausbau am Geißbockheim. Die neuen Plätze und das geplante Leistungszentrum sind in Jakobs‘ und Schmadtkes Augen unerlässlich, um den eingeschlagenen Weg erfolgreich weitergehen zu können. „Wir wollen hier auf einem Top-Niveau ausbilden – ohne Einschränkungen. Wir wollen hier Kinder und Jugendliche nicht nur als Fußballer, sondern als Menschen ideal weiterbringen“, sagte Schmadtke.

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4 Kommentare
  1. Klio
    Klio says:

    … aber bitte auch mit Augenmaß. Einen 16-Jährigen aus dem nicht deutschsprachigen Ausland zu holen, ist für mich schon hart an der Grenze. Die Entwicklung ist wohl aber nicht mehr aufzuhalten.

    Wenigstens hat man gut vorgesorgt, dass er hier seinen dänischen Schulabschluss machen kann. Gut auch, dass er mit Sörensen einen Landsmann als Ansprechpartner beim FC hat. Man übernimmt eine ganze Menge Verantwortung, wenn man einen so jungen Spieler holt – aber beim FC hat man zumindest das Gefühl, dass das mit viel Bedacht angegangen wird.

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