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Offensiv-Verbindung gekappt: Wer bereitet nun den Weg?

Mit der Verletzung von Yuya Osako wird dem 1. FC Köln in der Englischen Woche jener Spieler fehlen, der in den letzten Monaten das Angriffsspiel der Geissböcke prägte. Peter Stöger ließ durchblicken, dass sich durch den Ausfall des Japaners das Spiel der Kölner verändern könnte.

Köln – Marco Höger machte keinen Hehl daraus, wie sehr den Effzeh Osakos Ausfall trifft. „Das ist bitter. Er war unser Verbindungsspieler zwischen Mittelfeld und Angriff.“ In dieser Saison demonstrierte der Japaner endlich seinen enormen Wert für die Mannschaft, brachte seine individuelle Qualität ein. Als Anspielstation, kaum vom Ball zu trennen, mit einem guten Auge für die Mitspieler, als Türöffner für die Angriffe – ob mit langen Bällen oder mit Kurzpassspiel.

Osako hat sich zum Scorer entwickelt

Osako sorgte dafür, dass Anthony Modeste im Sturmzentrum nicht gänzlich alleine blieb, stieß immer wieder in die Spitze, schaffte so Räume, behauptete Bälle, zog Fouls an strategisch wichtigen Punkten, machte das Spiel schnell und tat dies auf technisch derart hohem Niveau, dass selbst die Verteidiger der Top-Klubs sich oft nur mit Fouls zu helfen wussten.

Dazu fand Osako endlich zu seiner Scorer-Form, die ihn in Japan und bei 1860 München ausgezeichnet hatte. Mit sechs Toren, vor allem aber mit sieben Vorlagen gehört er zu den Top-Scorern der Liga. Das Zusammenspiel mit Torjäger Modeste hatte zuletzt gegen Hertha BSC wieder herausragend funktioniert. Nun aber wird er fehlen, mindestens in den kommenden drei Spielen gegen Hamburg, Frankfurt und Mönchengladbach.

Er hat eine unglaubliche Gabe

„Yuya ist vom Fußballerischen ganz oben anzusiedeln“, lobe Peter Stöger seinen nun verletzten Stürmer. „Er hat eine unglaubliche Gabe, Bälle zu sichern, zu verteidigen und auch zum Abschluss zu kommen.“ Diese Qualität gilt es nun zu ersetzen. Doch wie schwer das werden wird, deutete der FC-Coach bereits an. „Wir müssen uns jetzt sammeln und schauen, wie wir es in den Spielen anlegen werden. Wir haben Jungs, die die Position gut ausfüllen können. Aber es wird eine andere Ausrichtung sein, weil Yuya andere Qualitäten hat als die Jungs, die jetzt in Frage kommen.“

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7 Kommentare
  1. rain man
    rain man says:

    Finde ich gut, dass Stöger ein bisschen Druck aufbaut und den Jungs sagt, dass sie nun zeigen sollen, was in ihnen steckt. Sie müssen voll dagegen halten, denn der HSV war zuletzt im eigenen Stadion bärenstark. Ich hoffe sehr, dass Zoller und/oder Jojic mal richtig einen raushauen. Hoffe auf ein 2:2, mehr ist nicht drin.

    • Koelschlenny
      Koelschlenny says:

      Naja, ich weiß ja nicht, ob der GBK nachträglich editiert hat, aber in dem Artikel, den ich las, stand:
      „Sehrou Guirassy ist nach seiner langen Verletzung noch nicht wieder fit für einen Startelf-Einsatz“
      Das heißt zunächst mal, dass der GBK sich durchaus Gedanken über Guirassy als Option macht und ich gehe davon aus, dass dies bei Stöger genauso ist. Ob er zum gleichen Schluss kommt, werden die nächsten Tage zeigen. Ich persönlich hätte Guirassy lieber als Ass im Ärmel, und zwar als Schonung für Modeste bei erfolgreichem Spielstand oder als Joker für einen Sechser bei Rückstand.

  2. OlliW
    OlliW says:

    Guirassy ist fit, hat aber eben noch kaum BuLi Erfahrung. Und das wird ein dreckickes Spiel am Samstag. Er wird aber wohl, wie es aussieht, im Kader stehen. Vielleicht kann er in der 2. Hälfte rein kommen, dafür sollte es reichen.

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