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Was nun, Effzeh? Fans und DFB auf Konfrontationskurs


Der DFB folgt dem Glauben, dass immer härtere Bestrafungen der Klubs am Ende zum Erfolg führen wird, wenn sich die Vereine schließlich das Geld von den identifizierten Fans zurückholen können. Einen echten Fan-Dialog führt der Verband längst nicht mehr, zumindest keinen ehrlichen. Das, was aktuell geschieht, ist das nötige Alibi, um geruhsam die harte Politik weiter voranzutreiben.

Dem Effzeh droht ein Problem mit seinen Fans

Dies beruht aber auf Gegenseitigkeit, denn auch die Fan-Seite hat kein echtes Interesse an einem Austausch mit einem Verband, der sich in den Augen der Anhänger durch Ignoranz, Machtstreben und Korruption auszeichnet. Und so treffen in der Konfrontation zwei Pole aufeinander, in deren Mitte die Vereine geraten. Im Falle des 1. FC Köln müssen die Geissböcke nach fünf Jahren verhältnismäßiger Ruhe konstatieren: Dem Effzeh droht wieder ein Problem mit Teilen seiner Anhängerschaft.

Das Problem ist offensichtlich: Keine Seite trägt aktuell zur Deeskalation bei. Der DFB wird wohl in wenigen Tagen eine harte Strafe gegen den FC verhängen und damit weiter Öl ins Feuer gießen. Insbesondere die Ultras haben bereits am Montag bei der U21 demonstriert, welche Linie sie geneigt sind in den nächsten Woche zu fahren. Und der Effzeh wird sich dieses Schauspiel nicht länger tatenlos anschauen können und wohl gegen seine eigenen Fans Maßnahmen einleiten müssen.

Thema ist längst aus dem Ruder gelaufen

Gleichzeitig fahren die betroffenen Verantwortlichen wie im aktuellen Fall aus Hoffenheim durch fehlgeleitete Rhetorik zu einer weiteren Verschlechterung bei. Statt Besonnenheit und Ruhe dominiert auch dort die Verbalkeule, statt nach Lösungen werden Drohungen ausgesprochen und nach Strafen geschrien. Und wenn die TSG-Bosse nach dem Spiel gegen Köln eine Verbindung herstellen zwischen den Schmähgesängen in Richtung Dietmar Hopp und dem Sprengstoffanschlag auf den Bus von Borussia Dortmund, zeigt auch das, wie sehr das Thema längst aus dem Ruder gelaufen ist. Besserung ist daher aktuell nicht in Sicht.

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