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Effzeh bläst zum Angriff: "Bremen hat enorme Bedeutung"

Der SV Werder Bremen hat einen fast schon unheimlichen Lauf. Der 1. FC Köln will diesen am Freitagabend stoppen. Das direkte Aufeinandertreffer der beiden Konkurrenten um Europa wird zum Knackpunkt-Spiel für den Effzeh.

Köln – Der Begriff „Sechs-Punkte-Spiel“ wird gerade gegen Ende einer Saison fast schon inflationär benutzt. So wohl auch wieder am Freitag, wenn der 1. FC Köln den SV Werder im RheinEnergieStadion empfängt.

Köln hätte mit einem Sieg gute Chancen auf Platz sechs

Die Ausgangslage ist klar: Bremen liegt mit 45 Zählern auf Rang fünf, hat drei Punkte Vorsprung auf Köln. Gewinnt der Effzeh, würde man mit Werder gleich-, in der Tabelle aber vorbeiziehen. Mit +6 weist Köln das bessere Torverhältnis als die Bremer (+1) auf. Und sollte der SC Freiburg (44 Punkte, Torverhältnis -17) am Sonntag gegen den FC Schalke 04 maximal ein Unentschieden erreichen, wäre der 1. FC Köln am Ende des 32. Spieltags nicht nur Siebter, sondern sogar Sechster.

So viel zur Theorie. In der Praxis hat Werder Bremen aus den letzten elf Spielen von möglichen 33 Zählern sagenhafte 29 geholt und neun dieser elf Partien gewonnen. Max Kruse trifft, wie er will. Und an der Weser spricht längst keiner mehr von Abstieg oder Trainerentlassung, sondern von Europa und der Vertragsverlängerung mit „Erfolgscoach“ Alexander Nouri.

Bremens Lauf macht den Reiz für unsere Mannschaft noch größer

Beim Effzeh nimmt man die Situation des kommenden Gegners mit Ruhe zur Kenntnis. „Einen solchen Lauf kann man nicht erklären“, findet Sportchef Jörg Schmadtke. „Aber er macht die Herausforderung und den Reiz für unsere Mannschaft noch größer.“ Klar ist auch: Im Umkehrschluss könnten sich bei einer Niederlage am Freitagabend und einem gleichzeitigen Sieg der Freiburger gegen Schalke die Europa-Träume fast zerschlagen haben.

Weiterlesen: „Können wir Europa möglich machen oder nicht?“

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8 Kommentare
  1. Nick
    Nick says:

    Das ist wirklich das Europa-Entscheidungsspiel – bei einer Niederlage ist Bremen uneinholbar weit weg…ein Unentschieden reicht wahrscheinlich schon nicht mehr für uns, ein Sieg muss her um im Kampf um Platz Sechs und Sieben wieder dabei zu sein…wir werden es sehen…verlieren wir, war es trotzdem eine gute Saison, bei der die Kraft und das Können am Ende etwas nach gelassen hat, aber ich hoffe alle sind sich bewusst, dass sie Effzeh-Geschichte schreiben können und alles geben werden…Mannschaft, Trainer, Fans und Polstersessel-Warmhalter…alle zusammen…Come on effzeh!!!

  2. Cöln 53
    Cöln 53 says:

    Erstaunlich, dass man jetzt an eine Chance für Europa glaubt. In der Wintermantel hätte man den Grundstein legen können.
    Man holt einen leider ganz schwachen Clemens und lässt den Zweikampf stärksten Spieler gehen.
    Man soll die Hoffnung nicht aufgeben, aber ich glaube nicht mehr an die Quali.

  3. OlliW
    OlliW says:

    Es hieß immer: Wir schauen Anfang Mai, wo wir stehen. Ironischerweise stand der FC vor diesem Mai IMMER auf einem EU-(Quali)Platz. Jetzt momentan nicht. Trotzdem ist es nach wie vor drin! Also noch mal alles reinwerfen!

  4. Ziesi
    Ziesi says:

    …und ich bin noch immer der Meinung, Europa würde dem FC nicht gut tun. Für die Doppelbelastung ist unser Kader nicht geschaffen. Die kommende Saison würde verdammt schwer werden, da mit Darmstadt und Ingolstadt zwei absteigen, die durch Hannover und Stuttgart ersetzt werden. Die Bundesliga wird im nächsten Jahr zwischen Platz 18 und 5, 6, 7 erneut sehr eng werden und da können Nuancen entscheiden. Würde es klappen, würde ich mich freuen. Würde es nicht klappen, wäre ich mit der Saison dennoch mega zufrieden und würde mich auf die neue Saison freuen.

  5. Klio
    Klio says:

    Wenn Stark den nicht gegebenen Elfer noch im Unterbewusstsein haben sollte, macht mir das eher Angst. Man erinnere sich an die (für die Dortmunder) leidvolle Geschichte von Schiedsrichter Stark und dem BVB. Einer eklatanten Fehlentscheidung gegen den BVB folgte die nächste, allesamt spielentscheidend. Ich fürchte Stark könnte eher so gepolt sein, dass er alles tut, um den Anschein zu vermeiden, dass er Konzessionsentscheidungen trifft. Da könnte uns echt Böses blühen.

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