Mit einer riesigen Choreografie über die gesamte Südkurve haben die Ultras des 1. FC Köln am Sonntag dem verstorbenen Vorsänger Nicolas gedacht.
Gedenken an einen Fan des 1. FC Köln: Vor dem so wichtigen Heimspiel der Geißböcke gegen Werder Bremen haben Fans und Spieler dem verstorbenen Vorsänger Nicolas gedacht. Mit einer Choreografie über die gesamte Südkurve, wie sie selbst verstorbene FC-Idole aus der großen Vergangenheit nicht bekommen haben, und sogar mit extra ausgewählter Musik nach der FC-Hymne.
Die Hymne war gerade verklungen, die Spieler beider Mannschaften fanden sich zu ihren Kreisen vor dem Anstoß zusammen, als der Kasalla-Song „Ne Jode“ erklang. „Dat kann nit sinn, oh bitte saach, dat dat nit wohr es. Kann mir kein Welt vürstelle in der Du nit mieh do bes“, ertönte es aus den Lautsprechern. Eine bewegende Atmosphäre!
Große Verabschiedung nach Blumen-Aktion im Derby
Der Hintergrund: Vor dem Derby gegen Borussia Mönchengladbach hatte die Wilde Horde 1996 bekannt gegeben, dass Nicolas, einer der jüngsten Vorsänger der Südkurve 1. FC Köln, im Alter von nur 26 Jahren verstorben war. Auf der Zuschauerseite der Kurve hatten, an den Zaun gelehnt, mehrere Blumenkränze gestanden. Marvin Schwäbe hatte damals ebenfalls vom Verein Rosen dazu gelegt.
„Mit deinen jungen Jahren warst du schon sehr weit“, hatte die Wilde Horde auf ihrer Website geschrieben. „So weit, dass du für die Gruppe, Szene und Kurve Verantwortung übernommen hast. So wurdest du einer der jüngsten Vorsänger der Südkurve 1. FC Köln. Rückschläge haben dich nie gebrochen.“ Nach einem Stadionverbot hatte Nicolas in dieser Saison trotz einer Krankheit wieder den Weg ins Stadion gefunden. „Doch manchmal verändert sich das Leben von einem Moment auf den anderen. Du kämpfst niemals allein, auch wenn der letzte Kampf verloren ging.“
Fans sammelten für die Familie
Nun die große Verabschiedung in der Südkurve. Ein bewegender Abschied, nachdem die aktive Fanszene noch in den Wochen Nicolas‘ Tod für dessen Familie Geld gesammelt hatte, insgesamt waren fast 50.000 Euro zusammen gekommen, um der Familie die Betreuung des 26-Jährigen im Krankenhaus zu ermöglichen.







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