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Fans: "Die Stimmung wird sie durchs Stadion tragen"

Noch ein Spiel, noch einmal 90 Minuten, noch ein letztes Mal Heim-Atmosphäre im RheinEnergieStadion: Der 1. FC Köln setzt im Kampf um Europa auf die eigenen Fans. Die Konflikte zwischen Vereinsführung und Ultras sollen keine Rolle spielen, wenn es um das Erreichen des großen Ziels geht.

Köln – In den letzten Monaten hatte sich der Konflikt immer weiter entwickelt. Die Proteste gegen RB Leipzig, das nicht abgestimmte Plakat zum 20-jährigen Bestehen der Wilden Horde, der Erste-Halbzeit-Stimmungsboykott gegen Frankfurt, die Beleidigungen gegen Dietmar Hopp, die verschickten Vorladungen der Stadionverbots-Kommission: Immer wieder in dieser Saison sind der Effzeh und seine Anhänger aneinander geraten.

Fans und Verein im Ziel Europa vereint

Es scheinen sich aber alle Beteiligten einig zu sein, dass jetzt der falsche Zeitpunkt ist, diesen Konflikt offen auszutragen. Im letzten Heimspiel gegen den 1. FSV Mainz 05 soll Müngersdorf noch einmal zur Kölner Festung werden, auch dank der Südkurve. Ein Kölner Ultra, der namentlich nicht genannt werden wollte, sagte zum GEISSBLOG.KOELN: „Gegen Mainz geht es nur um den Sieg und um Europa. Danach ist immer noch Zeit, die Dinge auf den Tisch zu bringen.“

Den sportlich Verantwortlichen ist das nur recht. Die Spieler laufen körperlich auf der letzten Rille, sind „psychisch und physisch am Anschlag“, wie Sportchef Jörg Schmadtke es nannte. Doch er ist auch davon überzeugt, dass sich die Profis noch ein letztes Mal „richtig hochtreiben und zur Bestform bringen können“. Genau darauf setzt auch Trainer Peter Stöger. Helfen dabei soll die bedingungslose Unterstützung von den Rängen. „Die Stimmung wird sie durchs Stadion tragen.“

Wir können das Spiel mit Stolz und Freude angehen

Noch ein letztes Mal in dieser Saison wollen die Geissböcke die Zuschauer auf den Rängen mitreißen, emotionalisieren, aufladen und so das Endspiel um Europa zu einem Fest machen. „Wir können das Spiel mit Stolz und Freude angehen“, sagte Stöger. Und sollte es tatsächlich gewonnen werden, dann müsste sich auch niemand mehr Gedanken machen, wie die Spieler ausgepowert vom Platz kämen, wie Schmadtke meinte. Denn dann stünde einer riesengroßen Party nichts mehr im Wege.


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