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Vermeldet Köln den Deal erst mit dem Modeste-Nachfolger?


Wie viel ist noch Poker mit den Chinesen? Wie viel ist schon Poker mit der Öffentlichkeit? Dass Anthony Modeste den 1. FC Köln zur neuen Saison verlassen wird, daran zweifelt kaum mehr jemand. Es scheint nur noch eine Frage der richtigen Taktik zu sein, um direkt den Nachfolger zu finden und zu präsentieren.

Köln – Wenn Jörg Schmadtke am Donnerstag wieder am Geißbockheim weilen wird, steht ein ausführliches Gespräch mit Anthony Modeste an. Ob es das letzte Gespräch zwischen dem FC-Sportchef und dem Franzosen in dessen Funktion als Stürmer des 1. FC Köln sein wird, davon muss aktuell ausgegangen werden.

Der Fall Cordoba zeigt die Brisanz des Modeste-Deals

Die Anzeichen verdichten sich, dass die Annäherung zwischen dem Effzeh und den Vertretern des chinesischen Klubs Tianjin Quanjian am Wochenende entscheidend für den Fortlauf der Verhandlungen war. Der GEISSBLOG.KOELN erfuhr aus Frankreich, dass man sich wohl auf eine Ablösesumme von rund 40 Millionen Euro einigen wird. Eine Rekordsumme für die Geissböcke. Die „Bild“ vermeldet den Transfer gar schon als perfekt, schränkt aber selbst ein, dass Schmadtke erst noch mit dem Franzosen sprechen möchte.

Sicher ist nur: Schmadtke weiß um die Brisanz des Transfers in vielerlei Hinsicht. Längst haben sich die Preise für andere Stürmer deutlich erhöht, der Fall Jhon Cordoba aus Mainz beweist dies. Die Forderungen von inzwischen angeblich zehn bis 15 Millionen Euro sind ausschließlich Modeste-getrieben. Der Effzeh bewegt sich auf gefährlichem Terrain, weil die von Seiten der Chinesen öffentlich gemachten Verhandlungen nun die Suche nach einem Modeste-Nachfolger erheblich erschweren.

Uth kann sich Wechsel offenbar vorstellen

Deswegen pokert Schmadtke – mit den Chinesen um jede Million, mit der Öffentlichkeit um den genauen Zeitpunkt der Bestätigung eines Transfers und mit den möglichen Nachfolgern und jeweiligen Vereinen, um die Ablöse für den geeigneten Kandidaten im Rahmen zu halten. Dass Mark Uth sich inzwischen laut „Kölner Stadt-Anzeiger“ eine Rückkehr nach Köln vorstellen könnte, ist als gute Nachricht zu verstehen. Der Vertrag des Hoffenheimer Angreifers läuft 2018 aus, exorbitante Preise würde die TSG nicht mehr verlangen können.

Der Zeitfaktor spielt bei allem eine Rolle: Schmadtke wäre es am liebsten, die Pressemitteilung zu einem Verkauf von Anthony Modeste mit dem gleichzeitigen Vollzug des Transfers seines Nachfolgers zu garnieren. Andernfalls würde mit jedem weiteren Tag dieser Nachfolger teurer und der Druck auf den Kölner Manager größer werden. Ein Szenario, das sich die Geissböcke nicht wünschen und das sie versuchen werden in den nächsten Tagen zu umschiffen.

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