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Vermeldet Köln den Deal erst mit dem Modeste-Nachfolger?

Wie viel ist noch Poker mit den Chinesen? Wie viel ist schon Poker mit der Öffentlichkeit? Dass Anthony Modeste den 1. FC Köln zur neuen Saison verlassen wird, daran zweifelt kaum mehr jemand. Es scheint nur noch eine Frage der richtigen Taktik zu sein, um direkt den Nachfolger zu finden und zu präsentieren.

Köln – Wenn Jörg Schmadtke am Donnerstag wieder am Geißbockheim weilen wird, steht ein ausführliches Gespräch mit Anthony Modeste an. Ob es das letzte Gespräch zwischen dem FC-Sportchef und dem Franzosen in dessen Funktion als Stürmer des 1. FC Köln sein wird, davon muss aktuell ausgegangen werden.

Der Fall Cordoba zeigt die Brisanz des Modeste-Deals

Die Anzeichen verdichten sich, dass die Annäherung zwischen dem Effzeh und den Vertretern des chinesischen Klubs Tianjin Quanjian am Wochenende entscheidend für den Fortlauf der Verhandlungen war. Der GEISSBLOG.KOELN erfuhr aus Frankreich, dass man sich wohl auf eine Ablösesumme von rund 40 Millionen Euro einigen wird. Eine Rekordsumme für die Geissböcke. Die „Bild“ vermeldet den Transfer gar schon als perfekt, schränkt aber selbst ein, dass Schmadtke erst noch mit dem Franzosen sprechen möchte.

Sicher ist nur: Schmadtke weiß um die Brisanz des Transfers in vielerlei Hinsicht. Längst haben sich die Preise für andere Stürmer deutlich erhöht, der Fall Jhon Cordoba aus Mainz beweist dies. Die Forderungen von inzwischen angeblich zehn bis 15 Millionen Euro sind ausschließlich Modeste-getrieben. Der Effzeh bewegt sich auf gefährlichem Terrain, weil die von Seiten der Chinesen öffentlich gemachten Verhandlungen nun die Suche nach einem Modeste-Nachfolger erheblich erschweren.

Uth kann sich Wechsel offenbar vorstellen

Deswegen pokert Schmadtke – mit den Chinesen um jede Million, mit der Öffentlichkeit um den genauen Zeitpunkt der Bestätigung eines Transfers und mit den möglichen Nachfolgern und jeweiligen Vereinen, um die Ablöse für den geeigneten Kandidaten im Rahmen zu halten. Dass Mark Uth sich inzwischen laut „Kölner Stadt-Anzeiger“ eine Rückkehr nach Köln vorstellen könnte, ist als gute Nachricht zu verstehen. Der Vertrag des Hoffenheimer Angreifers läuft 2018 aus, exorbitante Preise würde die TSG nicht mehr verlangen können.

Der Zeitfaktor spielt bei allem eine Rolle: Schmadtke wäre es am liebsten, die Pressemitteilung zu einem Verkauf von Anthony Modeste mit dem gleichzeitigen Vollzug des Transfers seines Nachfolgers zu garnieren. Andernfalls würde mit jedem weiteren Tag dieser Nachfolger teurer und der Druck auf den Kölner Manager größer werden. Ein Szenario, das sich die Geissböcke nicht wünschen und das sie versuchen werden in den nächsten Tagen zu umschiffen.

52 Kommentare
  1. Werner
    Werner says:

    Modeste für 35 Millionen € nach China. Gut, ein Söldner weniger. Sind dann mal 15 Millionen € weniger als im Winter. Versteht man(n) nicht. Jetzt noch einen überteuerten Nachfolger holen und der Start 2017/18 ist weniger perfekt.

    • Pascal
      Pascal says:

      Versteht man schon – im Winter hätten wir keinen Nachfolger holen können, weil unser Transferfenster zu dem Zeitpunkt geschlossen war. Das wäre extra vergütet worden. Schließlich wäre dann eher Platz 15 statt 5 realistisch gewesen.
      Im Übrigen würde ich ihn nicht als Söldner bezeichnen. Ich bin dankbar für 40 Tore in 68 Bundesligaspielen und würde meinen Arbeitsplatz auch wechseln, wenn man mir mehr als das vierfache meines bisherigen Gehalts böte. Du nicht, Werner?

  2. JoMa
    JoMa says:

    Stimmt nicht mit den 15 Mio. Euro weniger, wenn man das Geld sieht was durch Platz 5 für die Europapokal-Teilnahme und die gestiegenen TV-Gelder eingenommen wird. Und den Platz, ich denke da sind wir uns alle einig, hätten wir ohne Modeste, niemals erreicht.

  3. Elke L.
    Elke L. says:

    Sehe ich genauso, immer von anderen etwas verlangen, was man gar nicht beurteilen kann (Tony soll bleiben und auf viel Geld verzichten), weil man selbst noch nie in einervergleichbaren Situation war und wohl auch nie kommen wird.
    Genausodie Vorwürfe an Schmadtke und Co: das ist hier kein Computerspiel, sondern das echte Leben.
    Der Pitter hat doch schon verlauten lassen, dass er dann ohne Modeste planen wird und sie sich dann was einfallen lassen würden. Gut so, dass unser Trainer nicht rum jammert und den Blick nach vorne richtet.

  4. Gerd
    Gerd says:

    Wir wissen doch alle, dass ein Fussballer in seinem Leben nur eine überschaubare Zeit hat, in der er sich ein finanzielles Polster anlegen kann und sollte.
    Ich denke wenn wir in so einer Situation wären, würden wir uns nicht anders entscheiden.
    Es ist schade für den EFFZEH aber andererseits auch wieder gut, mit dem im Transfer erwirtschaften Geld kann man Schulden abbauen und neue Spieler verpflichten.
    Modeste hat Köln gut getan und man wird sich gerne an ihn erinnern.

  5. Nico
    Nico says:

    Sind anscheinend „nur“ 35 Mio. Euro geworden, hier hätte ich auf 40 Mio. bestanden , wenn ich sehe welche Summen sonst über den Tisch gehen. Uth wäre sicherlich ein guter Kauf, zudem Kölner. Na dann ALLES GUTE ANTONY!

  6. Uwe
    Uwe says:

    Also sollten die 35 Mio. stimmen, dann bin ich etwas enttäuscht. Mit 40 Mio. hatte ich schon gerechnet, wenn ich mir so anschaue, welche Summen da sonst so bezahlt werden. Wenn ein Rüdiger, welcher in nahezu jedem Spiel große Unsicherheiten zeigt bereits mit 40 Mio. gehandelt wird, dann sind die 35 für Tony viel zu wenig. Kann mir nicht vorstellen, dass die Chinesen im Winter 50 Mio. geboten haben und nun bei den 35 Schluß gewesen sein soll. Wenn die einen Spieler unbedingt haben wollen, was bei Modeste ja offenbar der Fall war, dann zahlen die hierfür ganz andere Summen egal ob während oder nach einer Saison………….

    • Klio
      Klio says:

      Die Transfersummen sind sowieso nicht mehr nachvollziehbar. 50 Mio. im Winter hatten auch damit zu tun, dass der FC keinen Ersatz hätte holen können. Ob die Chinesen Modeste jetzt um jeden Preis wollten, ist die Frage. Es scheint, als gingen die Zeiten der Fabel-Transfersummen zu Ende. Für jeden Transfer muss ein chinesischer Verein noch mal dieselbe Summe abführen (ob das jetzt schon gilt oder erst mit Beginn der neuen Saison, ist noch unsicher). Das heißt: evtl. müssen die Chinesen bei 35 Mio. Transfersumme insgesamt 70 Mio. berappen. Daran soll ja der Transfer von Aubameyang gescheitert sein – der Torschützenkönig der BL will weg vom BVB und plötzlich will ihn keiner …

      Weshalb Antonio Rüdiger so hoch gehandelt wird, muss man nicht verstehen. Zumindest ist er fünf Jahre jünger als Modeste und kann noch lernen. Vielleicht sind Vereine bei Modeste auch skeptisch, weil er erst in Köln so richtig durchgestartet ist und Sorge besteht, dass es nur in Köln auf diesem Niveau für ihn funktioniert. Auf jeden Fall vertraue ich dem FC-Management, dass sie (wie bislang immer) das Bestmögliche für den FC herausgeholt haben.

      • Nils
        Nils says:

        Was glaubt ihr, was die Vereine verlangen, wenn in der Presse stehen würde, dass wir 60 Millionen bekommen haben. Ich hatte gehofft, dass in der Presse von 20 Millionen gesprochen wird. Den genauen Preis wird dir eh niemand nennen. Habt Vertrauen. So gut wie heute, ging es uns schon so lange nicht mehr. Macht es euch selbst nicht kaputt, indem ihr ständig unzufrieden seid.

  7. Robert H.
    Robert H. says:

    Tja, das liebe Geld. Natürlich kommt man ins Grübeln, wenn der neue Arbeitgeber das 4fache bietet. Aber es gibt auch Aspekte, die kann man mit Geld nicht erkaufen.
    Modeste hat sich nach eigenen Angaben mit der Familie in Köln wohl gefühlt. Kann nur für ihn hoffen, dass das in China auch für alle klappen würde.
    Sportlich würde er damit seinen Lebensabend einläuten. Aber wen interessiert schon die Sportlichkeit bei so viel Kohle…
    Und – in Köln hätte er bis zum Ende seiner Laufbahn 15 Mio verdient, wenn die kolportierten Zahlen stimmen. Nicht genug? Soll ich verraten, mit wie viel ich meine Familie durchbringen muss? Lieber nicht…
    Glaube erst an den Wechsel, wenn die Unterschrift da ist. Fände es bei allem Verständnis für Modeste und den FC noch immer schön, wenn er bleiben würde.

  8. OlliW
    OlliW says:

    Ich finde unverschämt, dass z. B. Mainz den Preis für Cordoba vom Modeste Erlös abhängig macht. Klar wollen die nach Malli nicht noch einen potenziellen Torschützen abgeben. Aber nur weil der FC jetzt einen kleinen Geldregen erwartet kostet er 15 statt normal 8?!
    ? Muss ich dann auch für eine 8 Euro Pizza 15 zahlen, weil ich was geerbt habe und die Pizzeria das weiß?

  9. Stefan
    Stefan says:

    Ich finde, dass es ein guter Deal ist. Ob es jetzt 35 oder 40 Mio. sind, wird die Öffentlichkeit sowieso nicht erfahren. Ich kann Modeste gut verstehen. Er ist fast 30 und hat jetzt die Chance finanziell auszusorgen. In seiner Karriere hat er bisher noch nicht so viel verdient, dass er und seine Familie auch zukünftig sorgenfrei leben können. Ein wesentlicher Grund wird auch sein, dass er trotz Topleistungen nicht für die französische Nationalmannschaft spielen wird. Das war bestimmt einer seiner Träume. Da dieser nicht in Erfüllung gehen wird – auch wenn der FC international spielt – kann er auch in China spielen. Der FC konnte auch gar nicht anders und musste einem Verkauf zustimmen. Der FC ist ein Wirtschaftsunternehmen und mit dem Geld können andere Projekte (Ausbau Geißbockheim, Stadion, Mannschaft, etc.) angegangen werden. Und es kann auch keiner garantieren, dass Modeste wieder so viele Tore schießt oder sich vielleicht verletzt und dann auch nicht spielen kann. Jetzt ist noch ein guter Zeitpunkt. Der FC hat bis zum Trainingsbeginn noch Zeit „Ersatz“ zu finden. Wobei ich davon ausgehen, dass es kein direkter Ersatz werden wird. Der Sturm wird breiter aufgestellt werden, so dass der FC auch nicht mehr so abhängig von einem Stürmer ist. Vielleicht entwickeln sich die anderen Stürmer aber auch positiv und können die Lücke etwas schließen. Außerdem hat der FC bisher auch alle Abgänge (Ujah, Wimmer, Gerhardt, etc.) gut ersetzt. Da war auch immer der Aufschrei groß und jetzt spricht keiner mehr von diesen Spielern. Ich bin da positiv gestimmt, da der FC ja von der Mannschaft lebt und nicht von seinen einzelnen Spielern. Peter Stöger wird aus der zur Verfügung stehenden Spielern wieder eine funktionierende Mannschaft machen, die wieder alles geben wird. Ob wir den Erfolg von dieser Saison wiederholen können, glaube ich zwar nicht, aber wenn wir eine solide Saison spielen und uns im Europapokal teuer verkaufen ist mir das auch Recht.

    • Werner
      Werner says:

      Ab wann hat man denn bei dir ausgesorgt? Hat in seiner Karriere noch nicht viel verdient? Ich lach mich schlapp über deinen Kommentar. Eine 3-4 Köpfige Familie käme ich sage mal mit 10.000€ Nettoeinkommen ganz gut über die Runden. So ,dass wären im Jahr 120.000€. Wieviel Millionen hat den Mo vorher so ungefähr verdient? Wenn es auch nur 5Millonen Netto wären käme er wie lange aus mit seiner Kohle.? Über 40 Jahre leben ohne am Hungertuch zu nagen davon können doch die meisten hier nur träumen. Ich war Müllwerker und das 48 Jahre lang und musste davon eine 5 Köpfige ernähren. Hat auch mit 2.280€ geklappt. Alle gesund , und das ist für mich das wichtigste GUT was Zählt.

      • Dennis
        Dennis says:

        Bei allem Respekt, aber er hat als Fußballprofi sicher einen anderen Lebensstandart als Du und ich und kommt deshalb eben vielleicht nicht mit den von dir vorgerechneten 10.000 Euro im Monat aus. Hinzu kommt, dass er eben in der Vergangenheit sicher nicht die Millionengehälter bekommen hat wie jetzt in Köln oder zukünftig in China, sondern eher ein paar 100.000 Euro, mal ein, zwei Millionen, aber die von dir vorgerechneten 120.000 pro Jahr auf 40 Jahre würden(wenn man annähme dass das ihm reicht), würden sich auf 4,8 Mio summieren. Ob er die bisher in der Vergangenheit verdient hat, wage ich erstmal zu bezweifeln.
        Und selbst wenn man das annähme, dann hat er mit diesem Vertrag eben die Möglichkeit, in 4 Jahren das was ihm in Zukunft zur Verfügung steht mal schnell von 10.000 Euro monatlich auf das 6-10-fache oder noch mehr zu erhöhen.
        Mal im Ernst: Wenn man mir die Möglichkeit gäbe würde ich keine Sekunde zögern.
        Es ist menschlich total nachvollziehbar auch wenn es schade für den Effzeh ist.

      • Stefan
        Stefan says:

        Wie Dennis es bereits gesagt hat, musst du meinen Kommentar verstehen. Wir Otto-Normalverdiener kämen mit den Gehältern gut klar. Man muss es aber mit den Gehältern der anderen Fußballprofis vergleichen. Fußballer haben nur eine begrenzte Zeit um viel Geld zu verdienen und damit auch schon ihre Kinder finanziell abzusichern. Bei Modeste ist das jetzt möglich. Ich würde auch meinen Job wechseln, wenn mir einer das 6 bis 10-fache meines jetzigen Gehalts zahlen würde. Und das auch, obwohl ich 16 Jahre für meinen Arbeitgeber tätig bin und das Arbeitsklima und die Kollegen super sind. Aber es gibt halt immer Argumente, die für einen Wechsel sprechen und sei es nur das Geld. Und ich habe ja auch geschrieben, dass es meiner Meinung nach auch mit der Nichtberücksichtigung in der französischen Nationalmannschaft zu tun hat.

  10. Nick
    Nick says:

    Ich bin zufrieden. Wenn es „nur“ 35 Millionen sein sollten, dann gibt es sicherlich auch noch, wie heutzutage üblich, erfolgsabhängige Nachschläge. Das ist jetzt unsere Chance mit dem Kader den nächsten Schritt zu gehen. Diese Saison haben wir am absoluten Limit gespielt. Wenn uns Schmadtke jetzt geschickt verstärkt können wir versuchen uns nächsten Jahr wieder zwischen Platz 5 bis 8 zu platzieren. Drei jahre in Folge einstelliger Tabellenplatz, wann gabs das zuletzt?!? Drücken wir Schmadtke die Daumen, dass er möglichst viel Qualität für das Geld bekommt und Stöger das er damit die Mannschaft und unsere Spielweiese wieder ein stückweit verbessern kann, so wie ihm das bis jetzt jedes jahr gelungen ist.

    Was mich wundert ist, dass hier plötzlich einige Leute rumjammern, wegen dem Geld das den Spielern im Fussball gezahlt wird…schrieben die Leute hier doch schon sie würden „Im Trainingslager nur so mit Geld um sich werfen“ und würden, wenn ihnen die Änderungen am Geissblog zur neuen Saison nicht gefallen würden „Den Laden einfach kaufen“… Immer einen auf dicke Hose machen und dann jammern…“Mimimi…jetzt muss ich die Europapokalspiele noch zusätzlich zu meiner Dauerkarte buchen…Mimimi…“

    • Klio
      Klio says:

      Also war es doch eine Finte von Schmadtke im „Großen Saisonrückblick“, von wegen „… hat die Gruppe verlassen“?

      Ich war mir aber eigentlich sicher, dass der Betreffende in ein Land geht, dass kein Auslieferungsabkommen mit Spanien in Steuersachen hat. Vielleicht doch demnächst als alter Herr bei den Young Boys Bern?

  11. Rolf G.
    Rolf G. says:

    Erstmal wäre ich sehr vorsichtig, die kolportierten 35 Mios auf die Goldwaage legen. Letztlich kommt diese Zahl doch wohl von der normalen Schmuddelpresse (Bild und Express usw.), die ebenso wenig wissen, wie der gemeine Sterbliche. Ich glaube kaum, dass die genaue Zahl von Jörg Schmadtke oder sonst jemand beim FC und auch nicht von der chinesischen Seite jemals genannt werden wird.
    Weiterhin halte ich es für geradezu abstrus, einfach davon auszugehen, dass der Spieler Modeste alleine entschieden hat und diesen Wechsel wollte und dass man ihn dafür dann auch noch als Söldner verunglimpft. Ich bin mir relativ sicher, dass auch seitens des FC dieser Transfer vorangetrieben wurde, da man eben in der Person A. Modeste einen sehr guten Weg gefunden zu haben glaubte, mit einem Schlag viel Geld einzunehmen.
    Der Verkauf des Spielers, dem ich es noch am ehesten abnehmen würde, dass der Verbleib in Köln eine echte Option war, ist für alle Beteiligten ein gutes Geschäft (Berater und andere Mittelsmänner inklusive). Und das ist auch der einzige Grund, warum Modeste jetzt nach China wechselt!

    Unserem „armen“ Rentner @Werner kann man dann auch getrost ins Stammbuch schreiben, dass Futterneid ein schlechter Ratgeber ist. Es wäre allerdings zynisch, @Werner in die Welt der Sprichwörter zu verweisen, weil diese angeblichen Lebenshilfen eben auch nur mit einem bestimmten Ziel und von einer bestimmten Bevölkerungsgruppe geprägt wurden und dem „armen“ Rentner garantiert keine Hilfe sind.
    Das Sprichwort lautet übrigens: „Jeder ist seines Glückes Schmied“!

    Laut den üblichen Presseorganen, die zwar nichts wissen aber trotzdem wilde Spekulationen in den Äther blasen, sind also Uth, Cordoba und/oder Braithwaite die Spieler, mit denen der FC in die nächste Saison gehen will. Ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass diese Spieler den FC auf einem wenigstens ähnlichen Niveau halten sollen oder werden, wie wir das in der letzten Saison gesehen haben. Nein, da werden dann noch ganz andere Namen aus dem Hut gezaubert werden, nur mit den drei Genannten wird sich der FC nicht auf der internationalen Bühne präsentieren wollen. Da muss und wird dann auf einem anderen Niveau das Netz ausgeworfen werden. Kohle ist ja schliesslich genug da!

    • Werner
      Werner says:

      @Rolf G .was bist du doch eine armseliger nichts. Bist wohl deiner Meinung nach was besseres als ein armseliger von Futterneid geprägter Rentner. Wie alt bist du denn ? Gehe mal so um den 25.07.17 zum Arzt und lass einen großen Blut- Test machen. Du wirst danach froh sein du wärst Rentner.

          • Nick
            Nick says:

            Nur vom Geissblog. Die Einen merkt man sich wegen kluger Beiträge, die Anderen wegen anderer Beiträge…

            Wir waren uns zwar auch schonmal nicht einig, da ging es um die Bedeutung des Wortes „Hass“ in Bezug auf Gladbach, aber ansich sind wir immer ordentlich miteinander umgegangen…was an Deiner @Werner-Passage beleidigend sein sollte, erschließt sich mir auch nicht…

            Beteilige Dich ruhig mal wieder öfter am Geissblog… Kommentare von manchen Leuten überließt man zur Zeit hier einfach besser…

      • Rolf G.
        Rolf G. says:

        Lieber @Werner, ich kann dich beruhigen, ich glaube keinesfalls, etwas „Besseres“ zu sein. Weiterhin kann ich dich auch insofern beruhigen, als dass ich ebenfalls Rentner bin und somit weiss, von was ich rede. Mit meinem Post, der übrigens in keiner Weise beleidigend wirken sollte, wollte ich lediglich ausdrücken, dass ich nicht auf der einen Seite als Mitarbeiter der Müllabfuhr 3 Kinder in die Welt setzen kann und mich auf der anderen Seite darüber beschwere, dass ein Profifussballer sehr viel mehr verdient. Es ist wohl richtig, dass die Relationen ziemlich über Bord gegangen sind. Das kann man allerdings weder Modeste noch Messi noch Ronaldo anlasten – das ist ganz einfach eine Systemfrage.
        Hättest du in deiner Jugend die Chance gehabt, Profifussballer zu werden, hättest du garantiert nicht nein gesagt. Die Chance hattest du aber nicht, deshalb finde ich es müssig, sich über die Millionen anderer Leute aufzuregen, die die schliesslich auch nicht geklaut haben.

        • Robert H.
          Robert H. says:

          Man ist also höchstens als Fussballprofi (oder vergleichbar) „berechtigt“, Kinder in die Welt zu setzen?? Vorsicht mit der Bewertung bestimmter Berufsgruppen und deren Familienplanung! Rolf G.s Beitrag ist in dieser Hinsicht mindestens respektlos!

          Modeste hätte, wenn er in Köln bleiben würde am Ende seiner Karriere allein hier 15 Mio. verdient. Mal angenommen, er hätte dann einen Betrag in dieser Größenordnung übrig, dann könnte er über 50 Jahre jedes Jahr 300.000,- einfach nur ausgeben.

          Das hat nichts mit Futterneid zu tun. Sondern nur die sachliche Feststellung, dass das als Lebenssicherung doch objektiv ausreichend sein müsste. Das Argument, dass er nur mit dem Wechsel nach China und der Vervierfachung des Vermögens „finanziell ausgesorgt“ hätte zieht also nicht.

          Und kommt nicht mit dem Argument „Lebensstandard“. Auch ein Fussballprofi muss seinen Lebensstandard den finanziellen Verhältnissen anpassen. Bei Modeste hätte ich da wenig Bedenken.

          Wenn es denn so kommt: mach es gut, Modeste und werde hoffentlich trotz des vielen Geldes glücklich.

          • Rolf G.
            Rolf G. says:

            Da hast du mich gewollt missverstanden! Natürlich kann jeder so viele Kinder in die Welt setzen wie er will, das ist ja wohl selbstverständlich. Ganz egal, ob der Betreffende nun bei der Müllabfuhr arbeitet, als Rechtsanwalt tätig ist oder sein Geld als Fussballprofi verdient.
            Es ist aber doch ganz unzweifelhaft, dass Kinder Geld kosten. Und wenn ich eine fünfköpfige Familie mit knapp € 2.300,- über die Runden bringen muss, dann bedeutet das eben, dass ich an anderer Stelle Einsparungen vornehmen muss, weil es sonst nicht reicht.
            Der Lebensstil, den der Betreffende sich ausgesucht hat, ist seine ureigenste Entscheidung und da darf ihm auch niemand reinreden.
            Allerdings sollte man dann auch nicht beklagen, dass andere, die u. U. Millionen scheffeln, sich einen anderen Lebenstil erlauben können.
            Das, was du da aus meinem Beitrag herauslesen zu müssen glaubst, ist völliger Quatsch und das habe ich nie gedacht und schon mal gar nicht geschrieben!

          • Nick
            Nick says:

            Zumal der angeblich Beleidigte hier in den letzten Monaten immer wieder mit seinem Geldbeutel peprahlt hat…“Ihr könnt euch ja nur ne Stehplatzkarte leisten“, „Ich habe seit 43 jahren eine Sitzplatzdauerkarte“, „Ich gehe nach dem Aufstieg groß im Pascha feiern“, „Ich kaufe einfach den Geissblog auf, wenn es mir hier nicht mehr gefällt“…usw.

            Von daher Rolf G. geh nicht weiter darauf ein…es lohnt nicht mit diesen Leuten zu diskutieren, die sind nur am beleidigen und am rummeckern, ohne je ein Argument zu bringen…auf Nachfragen wird gar nicht regaiert…am Ende, wenn Ihnen nix mehr einfällt, wollen sie sich mit Dir treffen und Dir auf die Rübe geben…wahrscheinlich ist hier die Selbstüberschätzung, ähnlich wie beim Geldbeutel…

            Spar Dir die Nerven. Ohne einen hier persönlich zu kennen – Du bist denen eh geistig mehr als überlegen…es lohnt nicht…

          • Werner
            Werner says:

            @Nick…Ich heiße Werner Baumgarten um habe nichts mit einem Pascha usw. zu tun. Wenn es noch einen Werner hier gibt dann ist es halt dieser. Oder gibt es nur einen Nick auf der Welt ? Sollte ich weiter von Ihnen in dieser Art beleidigt werden halte ich mir rechtliche Schritte vor. Auch andere die mich hier in diese Ecke stellen.

          • Nick
            Nick says:

            Lass Dich nicht aufhalten…oder leg dir einen eindeutigen Nicknamen zu, dann kann man „Werner“ und „Werner“ auch auseinander halten, ansonsten musst Du mir Verwechselungen eben leben…

        • Robert H.
          Robert H. says:

          Lieber @ Rolf G., das Missverständnis war nicht von mir gewollt, sondern lag ein wenig an deiner Formulierung. Bin froh, dass du es ein wenig relativiert hast. Lassen wir also persönliche Verhältnisse (finanziell und familiär) außen vor.

          Letztendlich geht es um die Frage, ob man grob formuliert schon mit 15 Mio für den Rest seines Lebens für sich und seine Familie „ausgesorgt“ hat, oder eben erst mit 60 Mio. Werner (welcher auch immer) und auch ich finden da ersteres durchaus ausreichend. Weil es eben Millionen Menschen gibt, die mit weitaus weniger eine Familie durchbringen können.

          Bezogen auf die Causa Modeste heißt das, dass nach meiner Meinung die Frage, ob er in Köln bleibt oder nach China wechseln soll nicht unbedingt eine existentielle Entscheidung für ihn ist.

          Wobei mir auch klar ist: wenn mir jemand für meine Wohnung das 4fache des Marktwertes anbietet gerate selbstverständlich auch ich ins Grübeln.

          • Rolf G.
            Rolf G. says:

            Lieber @Robert H., es freut mich, dass wir zu einem zivilen Umgangston zurückkehren können.
            Die Frage, ob nun 15 Mios oder doch eher 60 ausreichen, um den Lebenstandard bis zum Ende zu garantieren, ist aus dem Stehgreif wohl nicht zu beantworten. Es hängt eben viel davon ab, welchen Standard ich mir so vorstelle. Wenn ich z.B. meine, mir alle 6 Monate einen neuen Ferrari leisten zu müssen, eine Villa am Meer mit Riesenpark mein Eigen nennen will, meine Frau alle paar Wochen zum Einkleiden nach Paris oder London schicke, kann ich mir schon vorstellen, dass es zumindest bei 15 Mios früher oder später doch etwas eng werden könnte.
            Vielleicht sollte man mal bei Boris Becker nachfragen, der sollte sich da doch besser auskennen.
            Uns „Normalsterblichen“ scheinen auch 15 Mios eine enorme Summe, die das bisherige Leben „von so auf so“ ändern würde. Wenn man sich mit den Ansprüchen etwas im Zaum hält, könnte das schon reichen. Sicher ist jedoch, dass man mit „ehrlicher Arbeit“ einen solchen Betrag nie im Leben zusammensparen wird. Auch sicher ist, dass je mehr Geld jemand zur Verfügung hat, desto grösser die Ansprüche werden.

            Sehr gut möglich, dass Modeste mit 60 Mios aus China ausgesorgt hat. Geld ist, da erzähle ich niemanden was Neues, der einzige Grund, warum er nach China geht und warum JS ihn am liebsten in das nächste Flugzeug setzen würde. Das ist durchaus legitim und das darf man auch nicht kritisieren. Weil, wie du schon in deinem letzten Absatz festgestellt hast, wenn jemand das Vierfache bietet, kommt man ins Grübeln.

  12. rain man
    rain man says:

    Ich finde es extrem schade, dass Tony offenbar gehen will, nicht nur wegen seiner vielen Tore. Er war hier einfach ein toller Typ, hat viel für den Ruf des FC getan. Klar hat Stöger dann die Chance, mit einem flexibleren System für Überraschungen zu sorgen. Aber ein würdiger Nachfolger ist unter den bisher Genannten meines Erachtens noch nicht dabei.

  13. Manfred
    Manfred says:

    Immer wieder diese unüberlegten Kommentare. @Rolf G. warum dieser Kommentar über einen Renter der wohl mehr in seinem Leben erreicht hat als du. Warum? Weil er mehr Charakter hat. Hast du 3 Kinder ? Hast du schon 48 Jahre gearbeitet um hier behaupt mitreden zu Könnens? Bist eher ein Klugscheiser.

    • Rolf G.
      Rolf G. says:

      Ach @Manfred, von was faselst du denn da? Kennst du den Rentner persönlich? Ich denke nicht! Kennst du mich persönlich? Garantiert nicht! Was gibt dir also das Recht, den Charakter des Rentners oder meinen zu beurteilen? Was der Rentner in seinem Leben geleistet hat , weiss ich nicht, da ich ihn nicht kenne. 48 Jahre habe ich nicht gearbeitet, ich bin nämlich nach 41 Jahren in Rente gegangen. Und 3 Kinder habe ich auch nicht, dafür eine Tochter, die aber mittlerweile auch schon fast 40 ist.
      Also nochmal: von was faselst du hier eigentlich?
      Zum Schluss: wenn du mich eher für einen Klugscheisser hälst, halte ich dich aufgrund deiner Aussagen eher für einen Dummschwätzer!

  14. Kölsch Bloot
    Kölsch Bloot says:

    @Rolf G…. ich bin in Kitzbühel und würde dir dann mal gerne zeigen wie gut ein Rentner drauf ist. Oder fehlt dir die Kohle um in Kitzbühel zum Trainingslager zu kommen? Solche Trompeten sind meine Kragenweite.

  15. KUBA
    KUBA says:

    Wenn einige doch mal Urlaub machen würden, dann gäbe es nicht so unsinnige Kommentare. Auch mal Fachpresse lesen. Köln hat schon längst neue Spieler gekauft.
    Habe gedacht GBK wäre informierter als die andere Presse. Leider Fehlanzeige. Nun, morgen werden es die Nicks, Werners usw. auch erfahren.@ Kölsch Bloot dich würde ich gerne in Kitzbühel kennen lernen. Vielleicht können wir ja die Kragenweite tauschen. Lass was von dir hören.

  16. Peter O.
    Peter O. says:

    Ich habe mit Kopfschütteln die Kommentare in diesem Forum zum Thema Modeste gelesen.
    Ich werde den „Teufel tun“ auch noch meinen „Senf“ dazu beizutragen.
    Ich bin, wie so viele hier, auch FC-Anhänger, seit Simmets Zeiten.
    Aber was in den letzten Jahren im Profi-Fussball los ist hat mit dem Fussball aus dieser Zeit überhaupt nichts mehr zu tun.
    Ja, es wird Fussball gespielt. Aber die Umgebungsvariablen haben sich total geändert.
    Fusballer im Profibereich ist heute ein Beruf mit ganz speziellen Anforderungen und Entlohnungs- Inhalten.
    Ich habe Fussball im Betriebsmeisterschafts Bereich gespielt und noch auf den Jahnwiesen gekickt. Wenn ich an das Entlohnungssystem von damals denke und mit der Situation von heute vergleiche, kommt es mir so vor als wäre ich aus der Zeit gefallen.
    Profifussball ist heute Show und Spektakel, das teuer ist und auch von den Stadionbesuchern teuer bezahlt wird.
    Die Sportartikelindustrie, die Medien und andere „Monymaker“ mischen gewaltig an der Preisspirale in dieser Sportart mit.
    Moderne Gladiatoren, Wanderer zwischen den Vereinen, total (auch sportlich) überbewertete junge Menschen sind die Folge.
    Also kurz gesagt, in unserer Event-Zeit eine ganz normale Folgeerscheinung.
    Das alles ist mittlerweile so normal wie Zähneputzen. Und immer wieder schaffen es die Medien, die Fussballbegeisterten in ihren Bann zu ziehen und ihr manchmal sauer verdientes Geld in die Vereine/Stadien zu tragen. Heute bejubelt, morgen niedergeschrieben. Das ist nur der Ausdruck unserer Zeit.
    Ein bisschen Abstand und Sachlichkeit zu diesem Thema wäre angebracht. Das heißt nicht, daß man nun den Fussball generell ablehnt. Nein, auch ich sehe gerne Fussball, aber ich habe begriffen, daß es eine teuer bezahlte Show ist, mehr nicht.
    Modeste ist nur ein kleiner Ausschnitt zu diesem Spektakel. Ich wünsche ihm alles Gute bei der Wahl seines neuen (oder alten) Arbeitgebers. Warscheinlich jubelt man sehr bald anderen „Idolen“ im FC Stadion zu. Wie immer.

  17. Alex D.
    Alex D. says:

    Das Anthony Modeste jetzt den Verein wechselt ist doch eine logische Folge. Das er allerdings doch nach China gewechselt ist, verwundert mich schon ein wenig, da er ja eigentlich noch Champions oder Europa League in seiner Karriere spielen wollte. Aber ok. Bei den Summen die er dort verdienen wird, ist es allerdings auch kein großes Wunder. Er hat in Köln zwei hervorragende Spielzeiten gehabt, die mir als langjähriges Mitglied und Fan viel Freude bereitet haben. Vom Alter her, was es aus meiner Sicht der richtige Zeitpunkt, den er gewählt hat. Ich wünsche ihm viel Erfolg und alles erdenklich Gute für seinen Aufenthalt in China. Die Geschäftsleitung des 1. FC Köln wird schon für entsprechenden Ersatz sorgen, da bin ich mir ziemlich sicher. Meines Erachtens ist es sowieso erforderlich, den Kader für die nächste Saison entsprechend aufzustocken, und vor allem nicht nur einen Stürmer zu haben, der Tore schießt. Die Last auf mehrere Schultern zu verteilen, ist der richtige Weg, damit die nächste Saison von Erfolg gekrönt werden könnte.

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