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Neu unter Stöger: Der FC muss wieder "besser aussehen"


Erstmals in der Ära Peter Stöger steht der 1. FC Köln in der Bundesliga auf einem Abstiegsplatz. Nach zwei Spieltagen bedeutet der Saisonstart freilich keinen Beinbruch, schließlich ist Platz sieben drei Punkte entfernt. Der nötige Ernst ist am Geißbockheim dennoch eingekehrt.

Köln – „Null Punkte sind nicht lustig. Da interessiert es niemanden, was in den Spielen gut war. Und auf Phrasen habe ich keine Lust“, sagt Stöger am Montag. Der Österreicher spricht nüchtern über die verloren gegangenen Saisonspiele, ohne Ärger, ohne den Willen, nach Ausreden zu suchen, eben ohne Phrasen oder öffentlichkeitswirksame Erklärungsversuche.

Nach der Pause fängt die Saison für uns neu an

Stöger nimmt die Situation zweier Pleiten gegen Gladbach und Hamburg, wie er sie in der Vergangenheit genommen hat: Er gibt seiner Mannschaft keine Alibis, nagelt sie gleichfalls aber auch nicht an die Wand. „Wir müssen Ergebnisse bringen, die uns wieder besser aussehen lassen.“ Das „besser aussehen“ bezieht er dabei vor allem auf die öffentliche Wahrnehmung.

Peter Stöger und Jörg Schmadtke. (Foto: Mika Volkmann)

Intern weiß Stöger, was er von seiner Mannschaft erwarten kann: eine realistische Aufarbeitung und Einschätzung dessen, was in Ordnung war und was nicht. Letzteres war spätestens gegen den HSV in einer weitgehend einfallslosen zweiten Hälfte ohne großes Tempo offensichtlich geworden. „Es ist gut, dass die Länderspiel-Pause kommt“, hatte Kapitän Matthias Lehmann schon direkt nach dem Spiel angemerkt. „Danach fängt die Saison für uns neu an.“

Irgendwann werden wir anschreiben müssen

Als „Kappes“ hatte Sportchef Jörg Schmadtke die Situation beschrieben. Dass die sportlich Verantwortlichen den Saisonstart erst nach acht Spielen bewerten wollen, war schon in der letzten Saison so und gibt Stöger und Schmadtke sowie der Mannschaft die Zeit, nachzulegen. „Irgendwann werden wir anschreiben müssen“, sagt Stöger mit Blick auf die imaginäre Kreidetafel, wo das Feld mit den Punkten noch verwaist ist.

Weiterlesen: „Wir haben jetzt eine neue Situation“

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