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Das 0:3 beim FCA: Das war gut, das war schlecht


Das war schlecht

Auf der anderen Seite der Medaille der Spielstatistiken stand: Der Ballbesitz führte erst in der Schlussphase zu echten Torchancen. Die größte, jene, die Jhon Cordoba mit seinem Querpass auf Yuya Osako verstolperte (31.), war ein Augsburger Geschenk und nicht herausgespielt. Der Effzeh hatte bereits in der Vorbereitung sogar gegen unterklassige Gegner Probleme in den offensiven Abläufen. Das Tempo fehlte auch am Samstag, der Überraschungsmoment, der eine gegnerische Defensive aushebeln kann.

 

Hinzu kommt die Anfälligkeit nach Kontern, die Matthias Lehmann nach der Partie anmerkte. „Alle Chancen, die Augsburg hatte, waren Konter. Das darf uns nicht passieren. Ich weiß nicht, wie viele Konterangriffe wir in den ersten Spielen schon bekommen haben. Das müssen wir definitiv abstellen, denn wenn wir bei Ballverlust so offen stehen, ist das gefährlich.“

 

Diese Konter entstanden auch in Augsburg immer wieder durch individuelle Fehler, Fehlpässe, verlorene Zweikämpfe. Genauso wie die Gegentore: Frederik Sörensen, der gegen Finnbogason patzte, Jonas Hector, der Heller im Strafraum legte. Wie schon gegen den HSV schlug der Effzeh sich am Ende selbst.

So geht es weiter

Klar ist: In den nächsten beiden Spielen werden die Spielstatistiken anders aussehen. Gegen den FC Arsenal und Borussia Dortmund wird der Effzeh dem Gegner das Spiel überlassen, weniger Ballbesitz haben, noch mehr verteidigen müssen, selbst kontern. Vielleicht ist dieser Perspektivwechsel für die Geissböcke die Chance, sich in die Saison zu kämpfen. Gegen Teams, auf denen der Druck lasten wird. Gegen Spieler, die internationale Klasse besitzen, gegen die sich jeder FC-Profi wird beweisen wollen. Es wäre nicht das erste Mal unter Peter Stöger, wenn dem 1. FC Köln eine Überraschung gegen einen solchen Gegner gelingen würde.

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