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„Pechmaroh“: Mit Dome zurück zu den Wurzeln des Erfolgs?

Dominic Maroh, die Pechmarie: Gegen Eintracht Frankfurt leitete der Innenverteidiger mit seinem missglückten Rückpass auf Timo Horn die entscheidende Szene zur 0:1-Niederlage ein. Doch ansonsten gehörte der Routinier zu jener Defensive, die ansonsten Hoffnung auf Besserung verspricht.

Köln – Back to the roots: Nur so kann und wird das Motto des 1. FC Köln für die kommenden Spiele lauten. Peter Stöger lässt keinen Zweifel daran, dass seine Mannschaft zunächst einmal wieder die defensive Stabilität zurückgewinnen muss, ehe irgendjemand auch nur im Entferntesten an ein Offensivspektakel der Geissböcke denken braucht.

Enttäuschung gegen London – jetzt wird er gebraucht

Nach 16 Gegentoren in den letzten sechs Spielen benötigt der 1. FC Köln dringend ein Erfolgserlebnis, und so setzt Stöger auf Altbewährtes: In den letzten vier Jahren basierte der Erfolg der Geissböcke auf einer kaum auszuspielenden Abwehr, ob mit Vierer- oder Fünferkette. Mit in der Regel deutlich unter 50 Prozent Ballbesitz setzte die Elf des Österreichers auf schnelles Konterspiel, während die Gegner verzweifelt anrannten.

Mittendrin in den ersten drei Jahren: Dominic Maroh. Während der Routinier in der vergangenen Saison nach zwei Knochenbrüchen fast die ganze Saison der Musik hinterherlief, zählte er zuvor noch zu den uneingeschränkten Stammspielern und Leistungsträgern. Gegen Eintracht Frankfurt stand Maroh erstmals in dieser Saison in der Startformation, nachdem er beim Europa-League-Comeback die Enttäuschung hatte hinnehmen müssen, nicht im Kader zu stehen.

Auf Maroh war in der Vergangenheit immer Verlass

Gegen die SGE spielte Maroh zwar nicht gänzlich überzeugend, ihm unterlief nicht nur der Fehlpass in Gacinovics Lauf vor dem 0:1 per Elfmeter. Auch andere Situationen löste der 30-Jährige nicht optimal oder schlichtweg rustikal per Befreiungsschlag. Doch Maroh gilt innerhalb der Mannschaft als zuverlässiger Arbeiter, als charakterlich einwandfreier Spieler, auf den gerade in schwierigen Situationen Verlass ist. Daran erinnerte sich nun auch Stöger wieder und brachte den Routinier gegen Frankfurt.

Während Frederik Sörensen als Rechtsverteidiger ran musste und später für Lukas Klünter Platz machte, spielte Maroh durch und bildete mit Dominique Heintz ein – wenngleich kaum gefordertes – Innenverteidiger-Duo, das schon häufig funktionierte. Mit Sörensen rechts erinnerte die Viererkette an jene aus der Saison 2015/16, es fehlte nur der verletzte Jonas Hector hinten links, für den Konstantin Rausch spielte. Doch Stöger ging eindeutig den Weg zurück zu den Wurzeln, um die Abwehrschwäche der letzten Wochen abzustellen. In Hannover am Sonntag könnte dieser Weg weitergehen. Denn für alle beim FC ist klar: Bevor die Geissböcke sich überhaupt wieder in die Offensive trauen werden, müssen sie spüren, dass auf die Defensive Verlass ist. Maroh soll dazu entscheidend beitragen.

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3 Kommentare
  1. Pit
    Pit says:

    Ja, keine schlechte Idee, wenn Risse ne Pause braucht. Der benötigt Spielpraxis um in alte Form zu kommen, aber kann natürlich nicht immer spielen.
    Bzw könnten die beiden sich auch mal abwechselnd den Job auf rechts teilen…
    Und bitte links den Rausch tauschen…

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