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Südkurve bezieht Stellung – Wirbel um Spinner-Aussage

Werner Spinner hat mit einem Interview im „GeißbockEcho“ für Aufsehen in der Fan-Szene des 1. FC Köln gesorgt. Der Präsident rief zu einer hohen Beteiligung bei der anstehenden Mitgliederversammlung auf. Ein Nachsatz jedoch erzürnte viele Unterstützer der Initiative „100% FC – Dein Verein“. Derweil bezog die Südkurve klar Stellung zur „Investoren-Klausel“.

Köln – Spinner sagte wörtlich: „Ich freue mich, wenn die FC-Familie zusammenkommt. Gerade in einem so großen Verein müssen Abstimmungen und Wahlen möglichst repräsentativ sein, und das sind sie nun einmal nicht, wenn eine engagierte, organisierte Minderheit an diesem Abend plötzlich bestimmmend wird, weil die allermeisten Mitglieder zu Hause bleiben. Das ist wie bei einer Bundestagswahl: Je geringer die Beteiligung, desto stärker profitieren die Extreme.“

Der letzte Satz war es, der in den sozialen Netzwerken für einen Sturm der Entrüstung unter den „100% FC – Dein Verein“ auslöste. Um jene Initiative ging es, als Spinner von der „engagierten, organisierten Minderheit“ sprach, die am kommenden Montag für eine Satzungsänderung kämpft, um den Einstieg von Investoren beim FC vollständig in die Hand der Mitglieder zu legen. Einige Unterstützer der Mitglieder-Bewegung fühlten sich durch den Hinweis auf „Extreme“ mit der Alternative für Deutschland (AfD) gleichgesetzt.

Der 1. FC Köln sah sich noch am Mittwochabend genötigt, die Aussage richtig zu stellen: „Herr Spinner hat – wie jedes Jahr – dafür argumentiert, dass möglichst viele Mitglieder zur Versammlung kommen“, ließ der FC wissen. „Das hat er beispielsweise auch letztes Jahr getan, als es um die Wahl des Vorstands ging, weil ein Ergebnis einer Mitgliederversammlung möglichst repräsentativ sein soll. In diesem Zusammenhang hat er aus aktuellem Anlass auf die Bundestagswahl verwiesen – denn eine Seite vor diesem Interview im selben ‚GeißbockEcho‘ ruft der FC dazu auf, sich an der Wahl zu beteiligen. Eine Gleichsetzung der Initiative ‚100% FC‘ mit politischen Extremen ist weder gemeint noch beabsichtigt.“

Banner „Ja zur Satzungsänderung“

Unabhängig von Spinners Äußerung bezogen Fans im Stadion am Mittwochabend klar Stellung: Ein großes Banner „Ja zur Satzungsänderung“ prangte vor Spielbeginn am Zaun der Südkurve. Schon zuvor hatte der Südkurve 1. FC Köln e. V. in einer Erklärung seine Unterstützung für den Mitgliederantrag bekannt gegeben. Am Montagabend wird in der Lanxess Arena darüber abgestimmt.

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19 Kommentare
  1. Max Hermann
    Max Hermann says:

    Ich vertraue Spinner nicht mehr. Seine politisches taktieren und seine Haltung im Umgang mit der Satzungsänderung sind abstossend.
    Die englische Königin, und auch Merkel mittlerweile, fahren die Strategie des „nicht erklären, nicht beschweren“ (no explain, no complain)
    Wenn sich Spinner ebenfalls an „nicht erklären“ hält, hätte er sich auch an „nicht beschweren“ halten sollen.

  2. Mike
    Mike says:

    Ich finde es sehr bedauerlich, dass im Vorfeld bereits Positionen bezogen worden sind. Dies wird eine sachliche Auseinandersetzung mit der Satzungsänderung auf der Mitgliederversammlung erschweren. Emmotionen sind bei solch wichtigen Entscheidungen schlechte Ratgeber !

  3. NICK
    NICK says:

    War doch letztes Jahr ein ähnliches Spiel mit der Vergütung. Statt die Miglieder auf der JHV abstimmen zu lassen, ob das Präsidium eine Vergütung bekommen soll oder nicht, wurde vorher „großzügig“ darauf verzichtet und jetzt alles im kleinen Kreis, in der Hinterstube, ohne die Mitglieder zu fragen klar gemacht…

    Leider ist das nicht schön. Bei allen Verdiensten, scheinen die Verantwortlichen doch schon leicht über dem Boden zu schweben, zwar nur paar Zentimeter, aber wir müssen aufpassen, dass sie nicht abheben…

    Also alle auf zur JHV!

    • Mike
      Mike says:

      Genau das meinte ich mit emotionalen Reaktionen statt sachlicher Argumentation:
      > Soweit ich mich erinnern kann, ging es nicht darum, ob eine Vergütung gezahlt werden soll – das war bereits beschlossen – sondern es ging um die Höhe der Vergütung.
      > Was heißt hier im „kleinen Kreis“? Der Mitgliederrat ist das von den Mitgliedern demokratisch gewählte Organ. Und entweder man überträgt jemandem bestimmte Aufgaben oder man lässt es. Hier hat der Mitgliederrat seine Aufgabe wahrgenommen und mit dem Vorstand die Höhe der Vergütung vereinbart. Wenn Du damit nicht einverstanden bist, musst Du beim nächsten Mal andere Mitglieder für den Rat wählen. Aber es macht keinen Sinn, jegliche noch so kleine Entscheidung ausschließlich von der Mitgliederversammlung treffen zu lassen.
      > Und wo ich einmal dabei bin – bei der Frage der Satzungsänderung geht es weder darum, das dem Vorstand mißtraut wird, noch das die Mitglieder in ihren Rechten beschnitten werden, sondern nach meiner Auffassung darum, was ist in der heutigen Zeit, in der gegebenen Situation und für die Zukunft des Vereins sinnvoll, um dem Vorstand genügend Spielraum zu geben und gleichzeitig die Mitglieder bei wichtigen Entscheidungen zu beteiligen und mitzunehmen.
      Ich habe für mich in dieser Fragen noch kein abschließendes Urteil gefällt und hätte mir gewünscht, am Montag einer sachlichen, emotionsfreien Diskussion folgen zu können, die uns alle zu einer ausgewogenen Entscheidung in dieser Sache geführt hätte.
      Vielleicht schaffen wir das ja noch !

      • Ali Perez
        Ali Perez says:

        Ich gebe Dir absolut recht. Man sollte das Für und Wieder sachlich erörtern, damit die Mitglieder eine von Vernunft geprägt Entscheidung treffen können. Und man sich nicht für die Zukunft ins Knie schießt. Allerdings haben auch mich die Reaktionen des Vorstands in dieser Frage sehr irritiert. Ich hätte Herrn Spinner für professioneller gehalten. Schließlich weiß man, dass gerade in unserem Verein, die Dinge schnell hochkochen bzw. hochgekocht werden. Ich weiß auch noch nicht, wofür ich am Montag stimmen werde, aber ich werde nicht gegen die Meinung des Vorstands stimmen, nur um gegen den Vorstand zu stimmen.

        • Mike
          Mike says:

          Natürlich war die Aussage von Herrn Spinner im Vorfeld mehr als unglücklich, aber ich denke, dass er sich über die Verteilung der Flyer auf der Saisoneröffnungsveranstaltung geärgert und spontan reagiert hat. Das kann ich nachvollziehen, denn es waren ja nicht nur Mitglieder anwesend und es war der falsche Ort und der falsche Zeitpunkt für eine derartige Aktion.
          Ich glaube im nachhinein hätte er diese Aussage gerne ungeschehen gemacht, denn die anschließenden emotionalen Reaktionen verhelfen nicht zu einer sachlichen Diskussion.

          • NICK
            NICK says:

            Es geht ja nicht nur um diese eine Aussage…die Aussage im Geissbockecho ist doch noch viel schlimmer, ebenso die Vorgehensweise jedes Gespräch mit den Antragstellern abzulehnen…WARUM wird so gehandelt???

      • Max Hermann
        Max Hermann says:

        Der erste Teil Ihres Kommentares erscheint plausibel.

        > Und wo ich einmal dabei bin – bei der Frage der Satzungsänderung geht es weder darum, das dem Vorstand mißtraut wird, noch das die Mitglieder in ihren Rechten beschnitten werden <

        Habe ich ursprünglich auch so gesehen, Misstrauisch wurde ich als Spinner von Misstrauen gesprochen hat. Das war für mich eine nicht lineare Verhaltensweise. Sie liess ohne weitere Erklärung Raum für Spekulationen ungesunder Natur. In diesem Sinne ist auch die Frage des offenen Briefes der Südkurve zu verstehen; (den offenen Brief der im Boulevard nicht zu finden war) – "Mit welchem Typus Investor sind bereits Gespräche geführt worden oder sind Gespräche geplant….?"
        Genau das interessiert mich auch, denn es ist dem Verhalten des Vorstandes nach zu vermuten, das sich dies nahe an der Wirklichkeit bewegt und Spinner in dieser Frage rumeiert und sich jetzt auch noch tollpatschig über einen Teil der FC Fangemeinde, und zu dieser Gruppe der FC Fans zähle ich mich ebenso, äussert. Anders lässt sich das Verhalten des Vorstandes nur schwer erklären und da man uns nicht über die tatsächliche Situation aufklären will, ist für mich weiteres Vertrauen naiv.
        Ich bin dennoch davon überzeugt das der Vorstand und die Geschäftsführung nur das Beste für den FC im Sinn haben, aber wenn wir, wie Sie sagen Mike, mitgenommen werden sollen, muss man uns informieren und nicht am Ende vor vollendete Tatsachen stellen. Denn das ist eine plausible Ableitung aus der momentanen Haltung des Vorstandes in Bezug auf den Anteilsverkauf.
        Ich hoffe Spinner kriegt noch die Kurve und erklärt sich.

        Das die Frage ob es heutzutage möglich ist, sich konstant in den oberen Regionen in Europa festzusetzen ohne einen Investor, berechtigt ist steht ausser Frage. Das unter anderem müsste aber in einem Dialog erörtert werden und der Vorstand macht nicht den Eindruck, als ob er an solch einem interessiert wäre.

        • Mike
          Mike says:

          Jetzt wird es etwas kompliziert – daher der Reihe nach:
          > Die ganze Diskussion am Vorabend der kommenden Mitgliederversammlung würden wir gar nicht führen, wenn Herr Spinner bei seiner ursprünglichen Entscheidung geblieben wäre und sich erst auf der MG-Versammlung geäußert hätte.
          > Ist er aber nicht – dadurch sind weitere Fragen, Mutmaßungen aufgetreten, die Sie beschrieben haben. Jetzt halte ich es für nicht sonderlich sinnvoll, dass der Vorstand und Teile der Mitglieder vor der Versammlung über die Medien eine Diskussion über dieses Thema führen – zu vermuten ist, das dies Herr Spinner auch so sieht und wir daher keine weiteren, detaillierten Äußerungen mehr zu hören bekommen – für mich nachvollziehbar.
          > Daraus können Sie aber doch jetzt nicht ableiten, dass da irgendetwas „im Busch“ ist. Auch wenn der Vorstand heute bis zu 25% der Anteile an einen Investor veräußern kann, heißt das doch nicht, dass dies ohne Konsultierung des Mitgliederrates und des gemeinsamen Ausschusses erfolgt.
          Ich gehe davon aus, dass Herr Spinner – wie Sie so schön schreiben – auf der Mitgliederversammlung sich erklären wird und zu allen Punkten, die sich in den letzten Tagen und Wochen verselbstständigt haben, Stellung nehmen wird.

          • Max Hermann
            Max Hermann says:

            Ich stimme Ihnen zu:
            – Spinner hätte sich medial zurückhalten sollen, hat er aber nicht. Und in diesem Zusammenhang irritiert mich sein Verhalten. Das kann man ja jetzt nicht vergessen, nur weil man weiss das er es hätte vermeiden sollen und er ebenfalls diese Einsicht hätte.
            Natürlich macht eine mediale Diskussion wenig Sinn und ist auch nicht zielführend. Sie sagen jedoch: Spinner hätte dies ebenfalls erkannt und erspare sich jegliche detaillierte Stellungnahme im Vorfeld der Mitgliederversammlung. Das wäre so durchaus sinnvoll gewesen, wie sinnvoll es dann aber war im Geissbockecho eine radikale Gruppe bei uns auszumachen, und diese durch eine hohe Wahlbeteiligung bekämpfen zu wollen, wird einem schwerfallen profund zu erklären.
            Insofern hält er sich nicht zurück, sondern er macht öffentlich Politik. Daher kann man eigentlich nicht behaupten, Spinner hätte eine mediale Konfrontation vermieden und sei zur Sachlichkeit zurückgekehrt.
            Wenn nichts im Busch sein sollte, muss man insgesamt nicht so verschnupft reagieren und ich denke wie Sie, das wir nach der Mitgliederversammlung klüger sind, ob positiv oder negativ wird sich zeigen.

          • NICK
            NICK says:

            Du weißt schon, dass der Mitgliederrat im gemeinsamen Ausschuss nicht stark genug ist um ein Veto einzulegen…ich Zweifel müssen unsere Vertreter da hilflos zugucken…

      • NICK
        NICK says:

        Der Punkt steht soweit hinten auf der Tagesordnung, ich glaube nicht, dass da am Montag eine richtige Diskussion drüber entstehen wird. Die werden ihre Sache kurz vorstellen dürfen, dann wird der Vorstand versuchen das ganze noch einmal als Vertrauensentzug hinzustellen und dann gibts die Abstimmung. Schade eigentlich. Da hätte man gut vorher „im kleinen Kreis“ drüber sprechen können und dann hätte man vor der JHV vielleicht etwas mehr Zeit dafür einplanen sollen. Auch wären mehr Informationen vorab mit der Einladung zur JHV wünschenwert gewesen…Die Seite der Initiative ist jedem, der sich informieren wollte, auf deren Homepage zugänglich. Vor Präsidum kamen bisher nur verbale Spitzen dagegen…warum? Warum nicht eine sachliche Erklärung vor der JHV zum Thema?

        Zur Vergütung des Präsidium – der Punkt kochte kurz vor der letzten JHV hoch – die einfachste Lösung wäre eine kurze Abstimmung auf der JHV gewesen, statt dessen wurde dieses Thema politisch geschickt um die JHV herum geschlängelt – für mich einfach zu viel Politik…

        • Mike
          Mike says:

          Bei allem Wohlwollen, Nick, aber Du scheinst grundsätzlich ein Verständnisproblem hinsichtlich Vereinsprozesse, Satzung und Organe zu haben.
          Wenn es einen wichtigen Tagesordnungspunkt wie dieses Thema gibt, dann setze ich das nicht an den Anfang, sondern arbeite erstmal aller anderen Punkte ab, um am Ende genügend Zeit für die Diskussion zu haben – jeder kann sich auf die Rednerliste setzen lassen !
          Ich hätte gerne Deine Reaktion gelesen, wenn sich die Initiative und der Vorstand „im kleinen Kreise“ vor der JHV getroffen hätte und sich abgestimmt bzw. geeinigt hätte – soviel zum Thema politisch geschickt herum geschlängelt.
          Ich denke, Du bzw. wir werden eine sachliche Erklärung vom Vorstand auf der JHV bekommen.
          Grundsätzlich aber stört mich an Deiner Stellungnahme, dass Du den Eindruck vermittelst, der Vorstand wäre unser Gegner. Du scheinst vergessen zu haben, dass wir – Mitglieder – ihn mit sehr hoher Zustimmung gewählt haben und er uns vertritt. Sollte es irgendwann eine Mehrheit geben, die dies ändern möchte, so ist das möglich – das nennt man Demokratie. Bis dahin sind es unsere gewählten Vertreter, die gemeinsam mit der Geschäftsführung bis her den Karren aus dem Dreck gezogen haben. Auch wenn ich nicht mit allem einverstanden bin – siehe meine bisherigen Kommentare – so halte ich sehr viel von einem fairen Umgang miteinander und kann menschliche Reaktionen und Fehler von geplantem Vertrauensbruch unterscheiden.
          Am Ende des Tages sind das alles nur unsere Einzelmeinungen und wir werden sehen, wie die Mitgliederversammlung das bewertet und dafür wäre es gut, wenn möglichst viele Mitglieder anwesend wären.

          • NICK
            NICK says:

            Ich sehe den Vorstand absolut NICHT als Gegner, aber ich sehe Tendenzen im Verein, dass man doch ein wenig im Erfolg die Bodenhaftung verliert und da ist es unsere Aufgabe, die Herren wieder auf den Boden der Realität zurück zu holen…

  4. Hans-Peter Neuse
    Hans-Peter Neuse says:

    Nick,

    welcher Erfolg denn? Bisher ist es kein Erfolg einer JHV, der zu vermelden wäre. Es sei denn, diesen Vorstand gewählt zu haben.
    Der in relativ kurzer Zeit Leute installiert hat, die uns vor dem finanziellen Kollaps bewahrt haben und vor Absturz in die vollkommen Bedeutungslosigkeit. Der Leute wie Schmadtke und Wehrle geholt hat.
    Der in einer Zeit, wo wir keinesfalls vollkommen schuldenfrei sind bereits an die Zukunft des Vereines denkt und diese plant, siehe Stadion.
    Nehmen wir nur mal an, der Antrag kommt durch und Spinner und Co haben dann die Nase voll und treten zurück. Eine Kettenreaktion könnte eintreten, denn Schmadtke könnte dann ebenfalls gehen.
    Nun, möglicherweise macht Müller-Römer ja wirklich alles besser…..
    Auch die unsägliche Diskussion um die Aufwandsentschädigung könnte zu einer solchen Reaktion beitragen. Ein Unternehmen, das 100 Mios umsetzt und deren Führung keine Entschädigung erhält? Das dürfte so ziemlich einmalig sein in D.
    Mag sein, Herr Spinner war ungeschickt. In der Sache aber ist ihm kein Vorwurf zu machen. Unterstellungen er habe Mitglieder in die Nähe der AfD gerückt sind übelste und dumme Polemik.
    Wer lesen kann ist hier klar im Vorteil. Mit China hat er ebenfalls recht. Spricht man mit Menschen, deren Einblick umfassender als meiner ist, bestätigen sie Spinner weitgehendst.
    Mike hat vollkommen recht, wir vertreten Einzelmenungen. Unglückseligerweise aber bekommen oft die Schreihälse die Oberhand. Und nicht die schweigende Mehrheit. Sowas ist schon oft genug geschehen, und davor sollten wir zurückschrecken.
    Bevor wir Montags aufwachen und uns verwundert und sehr erschrocken die Augen reiben.

    • NICK
      NICK says:

      „welcher Erfolg denn?“ – ich glaub der Erfolg der letzten Jahre sollte jedem bekannt sein. Für mich kein Grund…

      – die eigene Gesamt-Situation über zu bewerten und z.B. zu meinen man brauche jetzt ein Stadion wie Bayern München
      – den eigenen „Platz Fünf“-Kader über zu bewerten und zu meinen, der sei stark genug für einen einstelligen Tabellenplatz und zu meinen der bräuchte nur Ergänzungen
      – scheinbar die Meinung zu vertreten, man mache schon alles richtig und Bedenken von Mitgliedern als lästig abzutun…

      Das sind so die Tendenzen die mir nicht gefallen und die erst mit dem Erfolg der letzten Jahre aufgekommen sind.

      Es gilt weiterhin kleine Brötchen backen – jedes Jahr erstmal 40 Punkte klarmachen, mit einem elf Jahre alten WM-Stadion zufrieden sein und den eigenen Vorsatz „Verein vereinen“ nicht selbst kaputt machen…

  5. Max Hermann
    Max Hermann says:

    „Unterstellungen er habe Mitglieder in die Nähe der AfD gerückt sind übelste und dumme Polemik.“

    Ausser das der FC sich sogar zu einer Stellungnahme genötigt sah Spinners Aussage zu relativieren, so dumm war diese Polemik….

    • Hans-Peter Neuse
      Hans-Peter Neuse says:

      Hr. Herrmann,

      es wurde nichts relativiert, sondern nur erklärt. Siehe hier:
      „Herr Spinner hat – wie jedes Jahr – dafür argumentiert, dass möglichst viele Mitglieder zur Versammlung kommen“, ließ der FC wissen. „Das hat er beispielsweise auch letztes Jahr getan, als es um die Wahl des Vorstands ging, weil ein Ergebnis einer Mitgliederversammlung möglichst repräsentativ sein soll. In diesem Zusammenhang hat er aus aktuellem Anlass auf die Bundestagswahl verwiesen – denn eine Seite vor diesem Interview im selben ‚GeißbockEcho‘ ruft der FC dazu auf, sich an der Wahl zu beteiligen. Eine Gleichsetzung der Initiative ‚100% FC‘ mit politischen Extremen ist weder gemeint noch beabsichtigt.“
      Und in meinen Augen ist es traurig, das dies überhaupt nötig war. Das man dem gewählten und bisher untadeligen Hr. Spinner unterstellt, er wäre dumm genug die Menschen die ihn wählen sollen zu unterstellen sie wären Nazis bzw. in deren Nähe.
      Wie ich bereits sagte, er hat sich möglicherweise unklug verhalten, aber sachlich kann man ihm nichts vorwerfen.
      Wovon also reden wir hier überhaupt, in einer Situation wo wir sportlich dem Abgrund entgegentaumeln?
      Haben wir nicht andere, wesentlich dringlichere Probleme?
      Was machen wir denn, wenn wir heute in Hannover und auch in Belgrad wieder verlieren? Was ja nicht, bei aller Liebe, unwahrscheinlich ist.
      Wollen wir dann weiter Stöger vertrauen, oder sollten wir einen neuen Akzent setzen?
      Ist das nicht ein wichtigeres Thema?

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