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Trotz Schiri-Wirbel: „Es gibt keine Ausreden mehr“


Der 1. FC Köln verliert auch am 5. Spieltag gegen Eintracht Frankfurt mit 0:1 (0:1) und steht in der Bundesliga weiterhin ohne Punkte da. Gegen die SGE stand erneut der Schiedsrichter im Mittelpunkt, doch das spielte nach der Partie nur eine sekundäre Rolle. Die Stimmen zum Spiel.

Leonardo Bittencourt: „Ich habe die Szene eben im TV gesehen. Ich glaube, Falette hat keine Chance an den Ball zu kommen. Ich bin 1,70 Meter, der Ball ist bei 1,72 Meter in der Luft. Er springt über mich drüber, haut mich komplett um und trifft den Ball – wenn überhaupt – erst später. Da wird überhaupt nicht nachgefragt. Gar nichts. Das ist eben so, wenn man unten drin steht. Dann kommt alles dazu. Auch bei dem Elfmeter gegen uns haben wir Pech. Gacinovic hat auf dem Platz zu den Jungs gesagt, dass er nicht glaubt, dass es ein Elfmeter war. Deswegen meinte er, dass gleich der Videobeweis kommt und es dann Ecke gibt. Aber im Gegenteil, in der Phase, in der wir uns gerade befinden, zeigt der Schiedsrichter natürlich auf den Punkt. Aber wir haben heute nicht wegen des Schiedsrichters verloren, sondern weil wir die Fehler gemacht haben. Wir müssen weitermachen, weiter kämpfen. Das Pech geht irgendwann vorbei. In der zweiten Hälfte haben wir uns viele Chancen herausgespielt, wenn der Yuya das Tor macht, steht es 1:1. Wir werden wahrscheinlich noch länger da unten drin stehen. Jetzt müssen wir langsam anfangen, unsere Nüsse zu sammeln.“

Fußball findet zu 80 Prozent im Kopf statt

Matthias Lehmann: „Jetzt zählen einfache Tugenden: einfache Pässe spielen und Zweikämpfe gewinnen. In der zweiten Halbzeit haben wir alles versucht, aber es hat nicht gereicht. Das ist bitter. Das ist scheiße. Am Sonntag müssen wir weitermachen. Fußball findet zu 80 Prozent im Kopf statt, zu 20 Prozent in den Beinen. Wenn du da unten stehst, läuft es eben nicht. Wir müssen den Kopf weiter oben halten. Heute hätten wir einen Punkt verdient gehabt, aber wir haben das Tor nicht gemacht. Im Moment ist es so, dass jeder Videobeweis ist gegen uns. Das ist keine Ausrede, das ist Fakt. Wir wollten das alles so, jetzt haben wir ihn. Ob es wirklich besser geworden ist, weiß ich nicht. Wir stehen jetzt mit einem 0:1 da. Am Ende zählt das Ergebnis. Der Schiedsrichter hatte Funkkontakt, hat aber kein Zeichen gemacht. Ich glaube, das hat er vergessen. Die Regel ist jedoch: Wenn es eine Situation gibt, in der der Schiedsrichter die Situation prüft, muss das Zeichen kommen. Egal, ob er den Elfmeter dann gibt, oder nicht. Warum er beim Foul an Bittencourt keine Prüfung unternommen hat, weiß ich nicht.“

Jörg Schmadtke: „Die Situationen waren klar genug, jeder hat sie gesehen. Ich kann mich nicht jede Woche hinstellen und den Oberschiedsrichter der Nation geben. Jeder kann sich da selbst seinen Reim drauf machen. Heute hatte das natürlich Einfluss auf unser Spiel. Aber das hilft nicht. Am Ende kannst du nur versuchen, der Mannschaft möglichst viel Vertrauen zu geben, aber die Jungs hatten heute viel zu verkraften.“

Weiterlesen: Das sagen Horn, Heintz und Stöger zum Spiel

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