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„Wer gegen diesen Trainer spielt, muss verrückt sein“

Welche Rolle spielt Trainer Peter Stöger in diesem Zusammenhang?
Eine große Rolle. Er ist jetzt vier Jahre hier und steckt mit uns das erste Mal in einer Krise. Wenn ich überlege, welche Trainer anderswo schon nach vier Monaten von einer Krise in die nächste stolpern, dann sieht man, wie wichtig er für uns ist. Jeder Spieler in diesem Kader und jeder, der unter Peter Stöger gespielt hat, wird sagen: Er ist der beste Mensch, den er als Trainer haben kann. Er ist immer korrekt, immer respektvoll. Sollte es wirklich mal jemanden geben, der gegen diesen Trainer spielt, der hat entweder noch keinen anderen Trainer erlebt oder er muss verrückt sein. Jeder, der schon mehrere Trainer in seiner Karriere hatte, wird sagen: So einen wie Peter Stöger erlebt man einmal, vielleicht zweimal.

Wir konnten kein Fußball spielen – wir konnten es einfach nicht

Das hört man nicht häufig von Spielern über ihre Trainer.
Aber es ist so. Er ist einfach er selbst. Er ist authentisch, ehrlich, mehr eine Vaterfigur als Chef. Wir können immer zu ihm kommen und geben unter ihm alles. Wir werden alles geben, um mit ihm aus dieser Situation herauszukommen.

Sie haben gegen Frankfurt und Hannover auffällig oft die Grätsche in Zweikämpfen benutzt, um Ihre Teamkollegen mitzureißen. Wo kam diese besondere Aggressivität hat?
Es geht gerade nur über den Willen. Und ich habe meine ganze Jugend in Cottbus verbracht. 13 Jahre lang, da ging es nur über den Willen. An alle meine Freunde von damals, wenn Ihr das hier lest, es tut mir leid, aber wir konnten kein Fußball spielen, wir konnten es einfach nicht. (lacht) Wir haben immer nur gekämpft. Es gab die Devise: Entweder der Ball bleibt bei mir oder der Gegner fliegt. Das war unsere Taktik, das wurde mir eingeimpft. Wenn es gut läuft, kann man Fußballspielen. Aber wenn nicht, muss man machen, was das Beste ist – egal, wie es aussieht.

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