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"Wir waren nicht von Tony, vielmehr er von uns abhängig"

Fehlt dem 1. FC Köln sein Topstürmer Anthony Modeste oder fehlt dem Effzeh nur die Abstimmung mit Neu-Angreifer Jhon Cordoba? Für Leonardo Bittencourt ist klar: Die Abhängigkeit der Geissböcke von den Toren des ehemaligen Angreifers wird falsch wahrgenommen.

Köln – Kein Zweifel: Mit 25 Toren hatte Anthony Modeste in der vergangenen Saison entscheidenden Anteil am Erfolg des 1. FC Köln und am Einzug in die Europa League. Nach seinem Abgang wird sich auch noch in einigen Wochen bei den Geissböcken die Frage stellen, wie gut der FC den 29-Jährigen hat ersetzen können.

Letzte Saison waren wir perfekt aufeinander abgestimmt

Für Leonardo Bittencourt wird diese Frage zu hoch gehängt. „Wir waren nicht so abhängig von Tonys Toren, vielmehr war er abhängig von uns als Mannschaft, die ihm die Dinger aufgelegt hat“, sagte der Linksaußen der „Kölnischen Rundschau. Wohl eher waren Team und Stürmer in gleichem Maße voneinander abhängig, doch Bittencourt nannte den entscheidenden Faktor für den Erfolg: „Letzte Saison waren wir perfekt aufeinander abgestimmt.“

Dies war allerdings nicht immer der Fall. Im ersten Halbjahr nach seinem Wechsel im Sommer 2015 lief nicht alles nach Plan für den ehemaligen Hoffenheimer. Einer dürftigen Vorbereitung folgte zwar ein Blitzstart mit sechs Toren in acht Bundesliga-Partien. Danach aber kam eine Durststrecke von acht torlosen Partien, ehe Modeste sich und den Effzeh mit dem Siegtreffer gegen Borussia Dortmund am 17. Spieltag vor Weihnachten beschenkte.

Die beiden sind komplett unterschiedliche Spieler

„Mit Tony hat es auch gedauert, bis alle Wege abgestimmt waren“, sagte Bittencourt nun und bittet damit um Verständnis für Modeste-Nachfolger Jhon Cordoba. „Die beiden sind komplett unterschiedliche Spieler, die sich anders auf dem Platz bewegen. Mit Jhon braucht das auch etwas Zeit.“ Während der Effzeh mit Modeste erfolgreich in die Spielzeiten startete, trägt Cordoba zusammen mit seinen Teamkollegen nun die Bürde zweier verlorener Spiele. „Bei zwei Niederlagen zum Auftakt wird eben alles kritischer gesehen“, meinte auch Bittencourt.

Klar ist aber auch: Hätte Cordoba gegen Gladbach und den HSV etwas mehr Glück gehabt, hätte er nun schon zwei Tore auf dem Konto. Doch Klasse-Paraden von Yann Sommer und Christian Mathenia sowie Pech bei einem Pfostenschuss verhinderten bisher den Torjubel des Kolumbianers beim Effzeh. In Augsburg am Samstag soll es dagegen endlich klappen.

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