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Grusel-Gegner Augsburg: "Ein Schmankerl wird das nicht"

Beim Gedanken an die jüngsten Auswärtsfahrten nach Augsburg erschaudern selbst hartgesottene Fans des 1. FC Köln. Der FC Augsburg ließ sich in den letzten Jahren vom Effzeh nicht bezwingen. Tore fielen höchst selten, das spielerische Niveau war maximal überschaubar – am Samstag dürfte es kaum anders werden.

Köln – Peter Stöger ahnt bereits, was auf Spieler wie Zuschauer zukommen wird. „In Österreich würden wir sagen: Ein Schmankerl wird das nicht.“ Der FC-Coach bereitet sein Team auf einen Kampf vor, auf erarbeiteten Fußball, auf ein Spiel voller Physis, das über den Willen gewonnen werden muss.

Haben mehrere Teams, gegen die wir uns schwerer tun

Dabei konnten die Kölner schon lange nicht mehr gegen Augsburg gewinnen. Der letzte Dreier datiert aus dem Herbst 2011, der letzte Auswärtsdreier liegt gar schon neun Jahre zurück. In den letzten sieben Spielen gab es keinen Sieg für den 1. FC Köln, nur drei Tore konnte der Effzeh gegen Augsburg erzielen. Im letzten Aufeinandertreffen in Augsburg verlor der Effzeh mit 1:2, obwohl Augsburg zum Schluss nur noch zu Neunt war. Im Jahr zuvor flog Matthias Lehmann mit Gelb-Rot vom Platz. Und Marwin Hitz‘ Elfmeter-Manipulation ist ebenso noch vielen Kölnern in Erinnerung.

Köln und Augsburg, diese Kombination versprach in den letzten Jahren weder ein Genuss für die Augen noch für das Kölner Punktekonto zu werden. „Das wird unangenehm“, weiß Stöger, der konstatieren muss, dass der FCA zu jenen Gegnern gehört, die dem Effzeh nicht liegen. „Wir haben mehrere Teams, gegen die wir uns schwerer tun.“ Gladbach, Hamburg, Augsburg – auf alle drei Auftaktgegner der Geissböcke trifft dies zu. Die Spielanlage dieser drei Mannschaften liegt den Kölnern schon seit Jahren nicht. Doch das darf am Samstag keine Rolle spielen, der FC braucht die Punkte nach zwei verlorenen Partien.

Stöger wird sein Team wohl umbauen

„Auf dem Level, auf dem wir uns bewegen, entscheiden Kleinigkeiten. Wenn wir es nicht schaffen, an unser Limit heranzukommen und auch unsere Fehlerquellen nicht reduzieren, wird es jede Woche schwierig zu punkten.“ Peter Stöger wird seine Mannschaft wohl umbauen. Marcel Risse und Milos Jojic drohen auszufallen, andere Spieler wie Marco Höger drängen zurück ins Team. Der Österreicher wird ganz genau hinschauen, welche Spielertypen er gegen die Augsburger bringen wird. Laufstärke und Kampf werden entscheiden, weshalb in der Sturmspitze dem umtriebigen, bislang aber noch glücklosen Jhon Cordoba die Partie sogar entgegen kommen dürfte. Was die Aufgabe in Augsburg so unangenehm macht? Peter Stöger hat eine einfache Antwort: „Der Gegner.“

3 Kommentare
  1. Koellefornia says:

    Der Gruselgegner ist nur ein Gruselgegener, weil die Spiele häufig mit katastrophalen Schiedsrichterleistungen einher gingen, oftmals am Rande der Manipulationsabsicht.

    Man muss sich einfach nur die Spiele in voller Länge nochmal reinziehen.

    Der FC muss das Spiel der Augsburger einfach annehmen und auch mal genauso durchziehen, wenn die wieder mit der Treterei anfangen.

    Der Mix aus Treterei, lamentieren/reklamieren und Schwalben sollte inzwischen bekannt sein.

    Der Nachfolger von Baum wird vermutlich ein Hauptschullehrer im Traineramt sein, der die Schulhofschläger noch besser ausbilden kann…

    Passicherheit, Zweikampfstärke und -Härte, dazu absolute Konzentration in Abschlusssituationen werden entscheidend sein.
    Gut Holz.

  2. OlliW says:

    Da ist was dran. In den letzten Partien war der FCA keinesfalls überlegen und daher folgerichtig Seiger. Es lag aber auch, vor allem beim letzten Mal, an der mangelnden Bisskraft des Effzeh.

    Jede MiSer(i)e endet mal – Come on FC!!! ;-)

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