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Kapitän Maroh schießt sich für das Derby warm

Es ist wieder Derbyzeit. Der 1. FC Köln muss am Samstag bei Bayer 04 Leverkusen antreten. Die BayArena war zuletzt ein gutes Pflaster für die Geissböcke, von den vergangenen vier Partien verlor Köln nur eines, holte einen Sieg und zwei Unentschieden. Dominic Maroh war für den Sieg zuständig.

Köln – Glücksgefühle. Dominic Maroh kennt sie. Sein Doppelpack am 7. November 2015 bescherte den Geissböcken den letzten Derbysieg in Leverkusen. Am Mittwoch sorgte der Innenverteidiger in Berlin dafür, dass der Effzeh in die nächste Pokalrunde einzog und das erste Mal nach über zwei Monaten wieder einen Sieg feiern durfte.

Wunschszenario: Derbysieg als erster Saisonsieg

„Das sind Glücksgefühle“, sagte Maroh nach der Partie. „Es geht weniger um den Sieg, weniger um das Weiterkommen. Die Jungs haben nach dem Spiel einfach ein Lächeln im Gesicht. Wir haben gesehen, es geht noch.“ Berlin soll nur die Vorstufe gewesen sein zu dem, was sich die Kölner für Samstag erhoffen. Der erste Saisonsieg in der Bundesliga, dazu ein weiterer Derbysieg – so sieht das Wunschszenario aus für die Geissböcke. „Dann werden wir sehen, was der Sieg in Berlin wert war“, weiß auch Maroh. „Wir freuen uns alle auf Leverkusen.“

Zwei Jahre nach seinem Doppelpack ist Maroh wieder ganz der Alte. Nach der schweren letzten Saison und einem wenig zufriedenstellenden Saisonstart auf der Ersatzbank oder gar Tribüne stand Maroh zuletzt wieder auf dem Rasen seinen Mann, überzeugte mit seiner konsequenten und robusten Art, trug sogar in Abwesenheit von Matthias Lehmann die Kapitänsbinde und machte sich in Berlin mit dem Tor zum 2:0 ein privates Geschenk. „Das tat auch mir persönlich gut“, sagte Maroh, der seine Emotionen nach dem Treffer in Richtung Fankurve herausschrie. „Dome hat sich super reingekämpft und ist ein sehr wichtiger Faktor in unserem Spiel“, fand auch Trainer Peter Stöger lobende Worte.

Ich will immer ein Tor machen, wenn ich nach vorne gehe

Gegen Leverkusen, das hat Maroh, der seit 2012 in Köln ist, längst verinnerlicht, geht es um mehr als nur drei Punkte. Es mag in der FC-Seele verankert sein, nur vom „kleinen“ Derby zu sprechen. Schließlich gilt das Spiel gegen Borussia Mönchengladbach als das echte Rheinische Derby. Doch jeder am Geißbockheim weiß: Es geht am Samstag auch um die Ehre, um Prestige, um die Vormachtstellung am Rhein.

Wenn also Leverkusens Julian Brandt davon spricht, dass „wenn Köln schon am Boden liegt, wir weiter drauftreten müssen“, dann will Maroh dafür sorgen, dass der 21-jährige Bayer-Youngster am Samstag keinen Stich sieht. „Ich hoffe, dass Berlin eine Initialzündung für uns war“, sagte der Routinier. Warmgeschossen hat er sich jedenfalls schon. Und auch, wenn der wiedergenesene Matthias Lehmann am Samstag wieder die Kapitänsbinde tragen sollte, wird Maroh als Abwehrchef nicht nur versuchen das eigene Tor zu verteidigen. „Ich will immer ein Tor machen, wenn ich nach vorne gehe.“

1 Antwort
  1. NICK
    NICK says:

    Wenn Vizekusen auf der Leiter auf dem Weg nach Oben ist und wir ganz unten stehen, müssen wir die Leiter einfach weg treten…und wenn sie dann unten auf dem Boden liegen, können wir ganz „JulianBrand-like“ mal drauf treten…AUF GEHTS EFFZEH, KÄMPFEN UND SIEGEN!!!

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