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„Keine Experimente!“ Aber Stöger wird Elf umbauen

Peter Stöger hat für das Europa-League-Spiel des 1. FC Köln bei BATE Borisov personelle Veränderungen angekündigt. Auf welchen Positionen der FC-Coach tauschen wird, ließ Stöger offen. Doch klar wurde auch: Der Effzeh hat allen Beteuerungen zum Trotz das Spiel am Sonntag gegen Bremen im Hinterkopf.

Minsk – BATE Borisov heißt die nächste Hürde für den 1. FC Köln in der Europa League. Gegen das weißrussische Top-Team, das die heimische Liga seit Jahren dominiert, soll der erste Sieg in dieser Saison herausspringen. Dennoch wird Peter Stöger nicht mit der bestmöglichen Elf antreten. Nur verkaufte der Österreicher dies am Mittwoch eleganter.

Das Leistungsgefälle bei uns nicht so groß ist

Als Stöger auf der UEFA-Pressekonferenz in Minsk nach möglichen Wechseln gefragt wurde, die auch mit Blick auf die Partie am Sonntag gegen Bremen passieren könnten, sagte der FC-Trainer: „Wir gehen jedes Spiel gleich an, jedes Spiel ist gleich wichtig. Unser Kader ist so strukturiert, dass viele Spieler die Berechtigung haben, in der Startformation zu stehen.“ Stöger zielte damit vor allem auf Profis ab, die in Normalform deutlich näher an der Startelf wären als aktuell. Spieler wie Marco Höger und Pawel Olkowski, die wohl am Donnerstagabend von Beginn an zum Einsatz kommen werden, aber zuletzt die Erwartungen nicht erfüllen konnten.

Stöger bestätigte, dass es Überlegungen gibt, „den einen oder anderen zu bringen“ und anderen Spielern, „die viel gespielt haben“, eine Pause zu geben. Es wird also ein Vabanquespiel: Wem gibt Stöger eine Verschnaufpause, auf den die Geissböcke aktuell eigentlich nicht verzichten können? Wer soll dafür in die Bresche springen, der zuletzt aber nicht in Form war? Stöger hofft, sich darauf verlassen zu können, dass „das Leistungsgefälle bei uns nicht so groß ist, dass es auf die Spielidee großen Einfluss hätte“. Es werde „keine Experimente geben, wir werden die Formation aber auf der einen oder anderen Position verändern“.

Zwischen nötigem Erfolg und nötiger Spielpraxis

Stöger beeilte sich anschließend, mit Blick auf das nächste Ligaspiel am Sonntag gegen Werder Bremen zu ergänzen: „Das heißt nicht, dass die anderen Spieler dann automatisch wieder am Sonntag spielen werden. So ticken wir nicht.“ Keiner soll sich also sicher fühlen, aber jeder Spieler soll das Gefühl haben, eine faire Chance zu bekommen. Eine Gratwanderung zwischen nötigem Erfolg, nötiger Erholung und nötiger Spielpraxis – und das alles auf europäischer Bühne. In der Hoffnung, dass ein Sieg über Borisov den nötigen Schwung für Bremen geben wird.

1 Antwort
  1. Dieter
    Dieter says:

    Würde mir für heute Abend ein bißchen mehr Schlitzohrigkeit wünschen. Es geht um einiges, da muss man nicht lieb und brav spielen sondern erfolgreich.
    Wenn man im 16er gestoßen wird, warum nicht auch mal fallen. Ein Pfiff reicht aus, um die gesamte Situation zum besseren zu wenden. Und noch eins:
    Heute Abend spuckt uns kein Videoschiedsrichter in die Suppe. Also die Chance nutzen und als Sieger die Heimfahrt nach Köln antreten. Hans wird 90 – und wir haben kein Geschenk. Jungs, ihr könnt ihm das schönste Geschenk bereiten. Auf gehts !!!!!

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