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„Man wundert sich“: Clemens fällt einmal mehr durch


Christian Clemens hat einmal mehr im Trikot des 1. FC Köln auf ganzer Linie enttäuscht. Gegen BATE Borisov lieferte der Flügelspieler eine erschreckend schwache Partie ab und wurde nach 60 Minuten vom Feld genommen. Der Winter-Neuzugang macht nicht den Eindruck, als könne der dem Effzeh auf absehbare Zeit helfen.

Köln – Ingesamt 140 Minuten hat Christian Clemens in dieser Saison bislang für die Kölner auf dem Platz gestanden. Viele Fans fragten sich in den ersten Partien noch, warum es der im vergangenen Winter aus Mainz zurückgekehrte Kölner nicht einmal mehr in den Kader von Trainer Peter Stöger schaffte. Nach dem 60-minütigen Auftritt bei BATE Borisov wurde einmal mehr klar, warum. Der Rechtsaußen ist nur ein Schatten vergangener Tage.

Schon im Sommer wurde die Personalie diskutiert

Geholt als Ersatz für den verletzten Marcel Risse, konnte Clemens bislang in keinem einzigen Spiel nachweisen, warum der Effzeh drei Millionen Euro an Mainz 05 überwies. Der 26-Jährige kam zwischen Spieltag 17 und 29 insgesamt elf Mal zum Einsatz, blieb trotz einem Tor und einer Vorlage aber nahezu alles schuldig. In den letzten fünf Spielen vor Saisonende durfte er nur noch eine Minute spielen – in der Schlussminute am 34. Spieltag. Sportchef Jörg Schmadtke und Trainer Peter Stöger diskutierten im Sommer sogar darüber, Clemens einen direkten Abgang wieder nachzulegen. Man setzte schließlich aber darauf, dass Clemens doch noch die Kurve bekommen würde.

Diese Einschätzung hat sich ganz offensichtlich als falsch erwiesen. Der Rechtsaußen kam in der Liga bislang nur gegen den Hamburger SV zum Einsatz. Dazu zwei Europa-League-Spiele als Gnadenbrot – und das, obwohl Risse erneut verletzt ist und auf Rechtsaußen eigentlich Alternativen fehlen. Doch Clemens‘ Leistung in Borisov bewies einmal mehr, dass der ehemalige U21-Nationalspieler offenbar auch durch seine vielen Verletzungen in seiner Zeit auf Schalke und in Mainz fast alles seiner alten Klasse eingebüßt hat. Auch in Weißrussland wirkte das einstige Talent der Geissböcke wie ein Fremdkörper in der Mannschaft.

Man wundert sich über die Entscheidungen

Für den gebürtigen Kölner, der den Effzeh wie kaum ein anderer im Blut hat, hätte es eine große Chance darstellen sollen, sich in einem Europa-League-Spiel für weitere Einsätze zu empfehlen. Stattdesssen bemängelte Manager Jörg Schmadtke nach der Partie in Borisov den absoluten Willen einiger Spieler, die wie Clemens derzeit in der zweiten Reihe Platz nehmen müssen: „Es gibt immer mal wieder lichte Momente, aber es fehlt die Konstanz. In einigen Situationen wundert man sich über die Entscheidungen.“

Allerdings wundert es auch, dass Schmadtke dem Winter-Neuzugang gleich einen Vertrag über viereinhalb Jahre bis 2021 verpasste. So dürfte es schwierig sein, für den Rechtsaußen im Winter oder in kommenden Sommer einen Abnehmer zu finden. Stand jetzt ist jedenfalls kaum Besserung zu erwarten. Im Gegenteil: Stöger wird den Rechtsfuß am Sonntag für das Spiel gegen Bremen wohl einmal mehr aus dem Kader streichen. Und im Winter wird der FC auf den offensiven Flügeln dann personell nachlegen.

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