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Nach dem Schock: Das war gut, das war schlecht

Der 1. FC Köln verliert zum wiederholten Male in dieser Bundesliga-Saison ein Spiel, dass er nicht hätte verlieren dürfen. Die Geissböcke müssen sich am Guten aufrichten, doch sie dürfen nicht den Fehler machen, die offensichtlichen Mängel wegen der Videobeweis-Diskussion zu übersehen.

Stuttgart/Köln – Am Samstag bekamen die Spieler des 1. FC Köln frei. Mit Blick auf die Englische Woche mit dem Europa-League-Spiel in Borisov wollte Trainer Peter Stöger seinen Profis die Chance geben, die 1:2-Niederlage beim VfB Stuttgart hinter sich zu lassen und zu verarbeiten, was passiert war.

Das war gut

Wie schon gegen Leipzig spielte der 1. FC Köln in der ersten halben Stunde bärenstark. So soll ein Tabellenletzter auftreten? So soll eine Mannschaft auftreten, der nur ein Trainerwechsel helfen soll? Wahrlich nicht. „Wir Trainer geben den Jungs die Ideen mit, wie sie zu den Torchancen kommen können. Sie setzen die Ideen um, kommen zu den Chancen, nur sie verwerten sie halt nicht“, sagte Stöger nach der Partie. Doch zur Chancenverwertung kommen wir später.

Weil trotz des fulminanten Auftritts in den ersten 30 Minuten der VfB Stuttgart in Führung ging und nicht der Effzeh, hätte eine andere Mannschaft in sich zusammenfallen können. Doch der FC stand nach der Halbzeitpause wieder auf. Spielerisch zwar deutlich schwächer als zu Beginn, dafür aber mit dem Willen, die Situation zu korrigieren – was gelang. Heintz mit dem Ausgleich, und hätte der Elfmeter Bestand gehabt… Schwamm drüber! „In der Halbzeit, als ich in die Kabine kam, habe ich gemerkt: Die sind nicht nur am Leben, sondern die sind schwer am Leben“, beschrieb Stöger später die mentale Verfassung seiner Profis. Nach 90 Minuten sah dies freilich anders aus.

Ein Grund für die starken Auftritte gegen Leipzig und Stuttgart, bei denen lediglich das wichtigste im Fußball, die Tore, fehlten, sind die Formkurven einiger Schlüsselspieler. Leonardo Bittencourt weiß endlich wieder viel mehr mit dem Ball anzufangen, ebenso Yuya Osako. Dominique Heintz ist eine Konstante in der Defensive, Timo Horn ein Rückhalt. Dieses Quartett bildet die Säulen, auf denen nun die Wende gebaut werden muss. An ihnen muss sich die Mannschaft aufrichten und orientieren.

Weiterlesen: Das war schlecht – so geht es weiter

2 Kommentare
  1. SchweizerSchoggi
    SchweizerSchoggi says:

    Der nächste Gegner in der Bundesliga heißt Bremen. Vermeintlich schlagbar. Doch selbst WENN ein Sieg gelingt: die Gegner danach heißen Leverkusen, Hoffenheim, Mainz, Hertha, Schalke. Dann Freiburg und gleich danach die Bayern, zum Abschluss der Hinrunde dann Wolfsburg.
    Bei diesem Programm und unserem aktuellen Spiel glaube ich an max. (!!!!) 11 Punkte, wenn alles gut läuft. Macht 12 nach der Hinrunde. Da wird mir schlecht, wenn ich daran denke :(

    • Dieter
      Dieter says:

      Ich sehe keine Übermannschaft, gegen den der FC in der Hinrunde noch spielen muss. Jeder ist schlagbar. Ohne Videoassistent würden wir auf jeden Fall besser dastehen. Momentan klebt uns das Pech an den Füßen, werden immer wieder beschissen. Dass die Mannschaft trotzdem Woche für Woche versucht das Blatt zu wenden „Alle Achtung“. Trainerdiskussionen führen nicht weiter, vorallem hat noch kein Kritiker gesagt, welcher Trainer uns jetzt da unten raus-holt. Wir brauchen Ruhe, 2 Top Stürmer und einen Lenker im Mittelfeld. Und das kurzfristig, nicht erst Ende Januar 2018.
      Wo sind die vertragslosen Fußballer, die dem FC sofort weiterhelfen? Vorschläge erwünscht.

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