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Die Sturmflaute ist auch eine Frage der Qualität

Es wird immer deutlicher, dass der 1. FC Köln ein gewaltiges Sturmproblem hat. Die Geissböcke treffen das Tor nicht. Das hat beileibe nicht nur mit Pech zu tun, sondern vor allem auch mit mangelnder Qualität.

Köln – Peter Stöger wollte es nicht „Verzweiflung“ nennen, dieses Gefühl der Ohnmacht am Spielfeldrand. „Ich verzweifele nicht, weil sie die Tore ja machen wollen“, sagte der Österreicher nach dem 1:2 seiner Mannschaft beim VfB Stuttgart. „Wir Trainer geben ihnen die Ideen mit, wie sie zu den Torchancen kommen können. Sie setzen die Ideen um, kommen zu den Chancen, nur sie verwerten sie halt nicht. Ich verzweifele nicht, sie tun mir einfach leid. Ich sehe, wie sie darunter leiden.“

Acht Spieltage, unzählige Großchancen

Mitleid. Dieses Gefühl kann man tatsächlich mittlerweile entwickeln. Die Kölner Angreifer versemmeln in dieser Saison bislang selbst die besten Einschussmöglichkeiten. Längst hat sich eine mentale Blockade gebildet, die im Stadion greifbar ist mit jeder Torchance, die der Effzeh nicht zu einem Treffer nutzt. In Stuttgart waren es Yuya Osako, Simon Zoller und Sehrou Guirassy. In den Wochen zuvor entweder die Genannten oder jeder andere Offensivmann im Kader der Geissböcke. Beispiele – alleine an Großchancen – gibt es zuhauf.

Spieltag 1: Jhon Cordoba scheitert in Gladbach an Keeper Sommer, zieht aus spitzem Winkel vorbei und lässt sich in letzter Sekunde abgrätschen. Spieltag 2: Cordoba an den Pfosten, Jonas Hector an die Latte, Leonardo Bittencourt knapp vorbei, Christian Clemens kläglich daneben. Spieltag 3: Vielleicht die Szene der bisherigen Saison, als Cordoba in Augsburg freistehend den Querpass auf Yuya Osako vor Keeper Hitz nicht hinbekommt. Spieltag 4: Beim 0:5 in Dortmund blieb der FC praktisch chancenlos. Spieltag 5: Frankfurt. Zoller schießt Hasebe auf der Linie an, Cordoba stochert ihn nicht rein, Osako lupft in Hradeckys Arme und zieht über das Tor. Spieltag 6: Klünter scheitert in Hannover frei vor Tschauner, Osako hat heute noch Alpträume von seinem Fehlschuss. Spieltag 7: zwei Kopfbälle von Osako, ein Schuss von Bittencourt, Cordoba scheitert an Gulasci. Spieltag 8: Osako scheitert an Zieler, Zoller verzieht freistehend, Guirassy scheitert an Zieler.

Modeste war und ist nicht zu ersetzen

Für den 1. FC Köln trafen in dieser Saison bislang mit Frederik Sörensen und Dominique Heintz zwei Innenverteidiger und Osako per Kopf gegen Leipzig. Der nicht gegebene Elfmeter in Stuttgart darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Effzeh ein Sturmproblem hat. Immer offensichtlicher wird, dass Anthony Modeste mit seinen 25 Toren tatsächlich der Ausnahmestürmer war, den der Effzeh in der Vergangenheit nicht in der Lage gewesen wäre und heute nicht in der Lage ist zu ersetzen. Der Rest des Kaders ist nicht erst seit dieser Saison zu ungefährlich vor des Gegners Tor.

Weiterlesen: Schwache Team-Bilanz wirft Qualitätsfrage auf

29 Kommentare
  1. Hermann
    Hermann says:

    Diese Abschlussschwäche ist nicht neu. Das muss auch abgewogen worden sein, als man sich in der Entscheidungsfindung des Modeste Verkaufs befunden hat. Es dürfte wohl kein Zweifel bestehen das der Plan war, die fehlenden Tore auf mehrere Schultern zu verteilen. Mathematisch ist das noch nicht einmal eine richtig verwegene Nummer, geht man davon aus das Modeste dieses Jahr in der Liga keine 25 Tore geschossen hätte, und diese Annahme halte ich für realistisch, sondern sich zwischen 15-20 eingependelt hätte, müsste dies von anderen aufgefangen werden. Mit Cordoba als Neuzugang, der nachgewiesener Maßen für 5 Tore im Jahr gut ist und nun in aussichtsreicherer Position spielt. Auf die anderen Kandidaten würden sich dann pro Kopf eine Handvoll Tore verteilen.
    Soweit die Mathematik….
    Das Problem ist tatsächlich das momentan die meisten Spieler eher als tragische Figur auffallen und so schafft man es natürlich nicht, den unattraktiven Fussball durch ein positives Ergebnis abzumildern. Die Liste des Horrors ist vom GBK gut beschrieben, wobei auch mein Höhepunkt der 3. Spieltag ist, als Cordoba den Kopf aus hatte.
    Wenn man den Trainer jetzt entlastet und richtigerweise sagt, das er nicht verantwortlich dafür ist wenn die Spieler nicht treffen, dann ist es auch richtig zu sagen, das er auch nicht verantwortlich dafür ist wenn sie treffen.
    Was kann man also tun? Wenn man sich ehrlich die Frage stellt, ob der Zoller z.B. ein besserer Stürmer wird wenn wir den Trainer wechseln…diese Frage muss man wohl mit Humor nehmen.
    Es bleibt also nur die Hoffnung, ungeachtet wer nun die sportliche Leitung ist, das einer von den Spielern mal einen hellen Moment hat. Für diese Aussichten muss man natürlich die sportliche Führung anfragen, ob das so noch Sinn macht.

  2. TeeJay
    TeeJay says:

    … aber sind wir mal ehrlich. Stuttgart hatte die besseren und deutlicheren Chancen. Der Effzeh ist so harmlos, dass es einem schon Angst und Bange werden kann. Und wenn wir einmal die Chance haben, dann trifft das zu, was oben beschrieben wurde: Unvermögen.

    Leider trifft das aber auch auf unsere Abwehr zu. Die Jungs sind aktuell leider sehr anfällig. Stuttgart hatte ein paar richtig dicke Chancen nach kapitalen Fehlern. Und was ich mich persönlich immer noch frage ist: Warum spielt K. Rausch? Er lässt jede Flanke zu, ist aber selber nicht in der Lage eine Flanke in den Strafraum zu spielen. Da kann man genauso einen Rechtsfuss auf die Position setzen.

  3. Franz-Josef Pesch
    Franz-Josef Pesch says:

    Es wird auch weiter begab gehen, weil niemand in de Lage ist das Steuer herumzureißen. Mittelfeld ist z.Zt überhaupt nicht vorhanden, der Sturm ein leises Lüftchen und die einst so starke Abwehr nur noch ein Hühnerhaufen. Die Ratlosigkeit von Schmadtke und Stöger ist nicht zu übersehen.

  4. Andreas Bartelmes
    Andreas Bartelmes says:

    Das Problem der Torabschlüsse, wie auch das erarbeiten von echten Torchancen ist doch seit dem Wiederaufstieg vorhanden. Ujah und Modeste waren zwei Stürmer, die mit wenig etwas anfangen konnten und versenkten die Bälle. Tore aus drückender Überlegenheit kommen bei uns nicht oft vor. Das früher oft vorkommende 0:0 Gekicke mit verstärktem Abwehrverbund könnte man aus heutiger Sicht als Selbstschutz sehen, da vorne kaum was zusammenlief. Leider haben wir in dieser Saison keine besseren Einzelspieler, die das drehen könnten. Egal wen ich mir auf einer bestimmen Position wünsche, er spielt es dann nicht besser, als die anderen. Es ist keine Besserung in Sicht. Bremen ist ein Endspiel , verlieren wir ist es das Ende von Peter Stöger – leider. Der Druck ist jetzt schon enorm und alle weiteren Spiele sind Endspiele. Das kann nicht gut gehen.

  5. Horst Simon
    Horst Simon says:

    Wieder sehr gut analysiert vom GBK. Marc Merten sollte den Vorstand mal beraten.
    Ein neuer Trainer würde die derzeitige Situation nicht verbessern.
    Wie bereits häufig geschrieben, liegen die Fehler in der Vergangenheit
    Der Kader wurde 2016 um Höger und Rausch vergrößert, nicht verstärkt.
    2017 das gleiche Dilemma. Für Modeste wird ein mittelmäßiger Stürmer geholt,
    welcher in den vergangenen Jahren nicht mehr als 5 Tore in der Saison geschossen hat.
    Geholt für unglaubliche 17 Mio!!!
    Eine weitere aktuelle Verstärkung fand nicht statt, obwohl für die Vergrößerung des
    Kaders weitere ca. 17 Mio. ausgegeben wurden.
    Jetzt spricht Schmadtke von einer mögl. Rückholung von Modeste. Das dürfte wohl ein
    Scherz gewesen sein. Aber Schmadtke traue ich alles zu. Sollten solche Überlegungen
    bestehen, würde er unseren Effzeh in den finanziellen Ruin treiben, es sei denn, Cordoba
    und andere überteuerte Spieler würden einen Abnehmer finden.
    Das Gebot der Stunde kann nur heißen, Spieler in der Winterpause auf Leihbasis zu
    verpflichten. Ob Schmadtke allerdings jetzt die benötigten Spieler verpflichten kann, glaube
    ich nicht. Von daher sollte sich der Vorstand von sportlich kompetenten Leuten beraten lassen
    und einen neuen Manager ( z. Bsp. Allofs) verpflichten, welcher sich rechtzeitig um
    Neuverpflichtungen kümmern kann.

  6. Ali Perez
    Ali Perez says:

    Das der Effzeh die 25 Modeste-Tore auf mehrere Schultern verteilen wollte und das man das mit diesem Kader für realistisch gehalten hat, lässt eigentlich nur einen Schluss zu. Die Fantasten müssen weg. Die Saison verläuft genau so, wie es die meisten Fans von Anfang an befürchtet hatten. Und das hatte nichts mit Schwarzmalerei zu tun. Leider kann unsere sportliche Leitung in Bezug auf das Stuttgart-Spiel wieder auf eine Schiri-Posse verweisen. Viel wichtiger wäre aber die Einsicht, dass wir regelmäßig taktischen Unfug betreiben. Unsere sportliche Leitung tut immer noch so, als hätten wir in Wirklichkeit eine super Mannschaft, der einfach das Glück abhanden gekommen ist. Für mich ist das gezeigte das, was die Mannschaft im Normalfall mit Pech kann. Sie braucht einen Lauf, um mit Offensivfußball zu punkten. Den hat sie zur Zeit nicht. Ausserdem fehlen uns zu viele Stammspieler. Aus meiner Sicht ist längst Beton- sprich Rolf-Schaftstall-Fußball angesagt, um zu Punkten. Da wir kein kreatives Mittelfeld besitzen, ist das die einzige taktische Marschroute, die zur Zeit Sinn macht. Hinten die Schotten dicht machen und wirklich voll dagegen halten, von mir aus auch dreckig. Das 0:1 wäre mit ein bisschen mehr Haaren auf der Brust zu verhindern gewesen. Klar musst Du dann eine rote Karte riskieren. Aber Hauptsache kein Gegentor! Man muss sich ohnehin fragen, warum eine Mannschaft in unserer Situation so offen agiert und dem Gegner so viel Raum zum Kontern anbietet. Das ist naiv. So werden wir auch gegen Bremen verlieren, die je nachdem dann schon 11 Punkte haben könnten.
    Spätestens dann muss etwas passieren.

  7. NICK
    NICK says:

    Ich würde mir mal wünschen, dass Guirassy mal das Vertrauen bekommt, das Cordoba vor seiner Verletzung hatte. Der konnte rumstolpern wie er wollte und spielte trotzdem immer von Beginn an. Bei Guirassy sehe ich jetzt auch nicht sofort den Topstürmer, aber der hat gute Anlagen, kann was mit dem Ball anfangen, mit etwas mehr Vertrauen, traue ich ihm noch die meisten Tore zu, aber er muss auch wie Cordoba die Chance bekommen und mal drei, vier Spiele durchspielen – ich weiss die Zeit haben wir eigentlich nicht, aber es gibt keine Alternativen und man muss irgendwann mal anfangen ihn mental aufzubauen oder man lässt mal Karaweina aus der U19 ran und hofft das er ähnlich einschlägt wie einst Podolski…

      • walter berg
        walter berg says:

        peter neururer ist ein super trainer-ein spezialist um vereine vor dem abstieg zu bewahren. wie es aussieht könnte der fc diese saison einen solchen mann gebrauchen. stöger ist ein ganz lieber mensch aber von dem harten geschäft in der 1. liga hat er wenig ahnung. stöger ist aber nicht alleine schuld an der derzeitigen fc-krise. der unglückliche ein/verkäufer aus düsseldorf hat genauso schuld.

  8. Robert H.
    Robert H. says:

    Nick, mit Guirassy bin ich bei dir. Man sollte ihm lieber die Tenzdenz zu Schwalben abgewöhnen (damit meine ich nicht die Elfer-Situation!). Aber sonst könnte er einer sein, der die (nicht immer „grottenschlechten“!) Flanken und Standards auch verwerten kann – das kann momentan leider weder Osako, Zoller, Leo noch Sörensen.

    Allgemein: es ist doch klar, dass der FC in dieser Saison die von allen hier geforderte offensivere Spielausrichtung fährt – und das führt bei offenem Visier halt zu Löchern im Defensivverbund. Dass wir dabei zur Schießbude der Liga werden war so nicht abzusehen. Ebensowenig, dass die scheinbar bei allen Stürmern fehlende Kaltschnäuzigkeit eines
    Modeste zu so einer erbärmlichen Torausbeute führt.
    Soll man deswegen nun zu einer 0:0-Taktik zurückkehren? Ich meine nicht.
    Im Sturm herrscht derzeit eine fatale Mischung aus Unvermögen und Pech.
    Das offensive Mittelfeld spielt derzeit riskantere Pässe statt Sicherheitsfussball. Zu viele entscheidende Zweikämpfe gehen verloren, und es fehlt einer, der die langen Bälle festmachen kann.
    Die Defensive (Mittelfeld und Abwehr) kann die aus den genannten Gründen entstehenden Lücken nicht immer schließen – sei es nun aus Unvermögen, fehlender Erfahrung oder Schnelligkeit, Fehleinschätzung oder auch nur einfach aus Pech – was soll man machen?

    Dass man aber jetzt wie hier zu lesen auf einzelne Spieler (mindestens die Hälfte des Kaders, ob sie nun spielen oder nicht) oder PS und JS eindrischt, mag Ausdruck der Unfähigkeit sein, den eigenen Unmut reflektiert zu betrachten, ist aber ansonsten völlig sinnlos. Wir brauchen jeden einzelnen Spieler fast des gesamten Kaders!! Man kritisiert (milde ausgedrückt) hier die gleichen Leute, denen wir (und nicht nur wir sondern die ganze Liga!!!) schon gute bis sehr gute Spiele attestiert haben. Und das ist ein Widerspruch in sich!

    Ihr verteufelt einen Rausch, grölt nach einem Handwerker und wenn der dann da ist, sorry, aber dann geht das 2. Gegentor gestern schon auf der Außenbahn auf seine Kappe. Wäre das einem Rausch auch passiert? – Versteht ihr? es ist egal, wer vorne die Chancen schreddert und hinten die Gegentore verbockt. Wir müssen alle gemeinsam da durch und auf Besserung hoffen, Fehler versuchen abzustellen usw. Vor allem den Kopf oben behalten! Wenn keine Besserung sich einstellen will, geht man halt gemeinsam in Liga 2.
    Gibt schlimmeres im Leben!!

    Dass der leidige Videobeweis uns möglicherweise 4 Punkte gekostet hat, kommt noch erschwerend hinzu. Mit diesen Punkten stünden wir nicht ganz so hoffnunglos da wie jetzt. Auch das soll keiner vorschieben, aber durchaus im Hinterkopf haben. Wir sind besser, als es sich derzeit darstellt!!
    Klar sollte man sich auch noch verstärken, vor allem weil der anstehende Überlebenskampf seinen Tribut fordern wird. Wer aber wirklich eine Verstärkung sein WIRD, sowas kann man nicht einmal bei einem Modeste vorher absehen.

    In diesem Sinne – schönen Sonntag noch und auf nach Borissov!

  9. Ali Perez
    Ali Perez says:

    Lieber Robert H.,
    bis auf ein paar Ausnahmen kritisieren die meisten FC-Fans hier sehr sachliche. Natürlich schießt einem ab und an die Magensäure ins Gehirn, aber ich denke, dass der Durchschnitt hier im Geissblog die aktuelle Situation recht treffend wiedergibt. Was mich persönlich betrifft, so habe ich nie Offensivfußball gefordert. Wir hatten zu keinem Zeitpunkt den Kader dafür. Der FC leistet sich die 2. Saison in Folge ohne Neuverpflichtung mit Stammplatzpotenzial. Meiner Meinung wird dieser Umstand hier ZURECHT am meisten kritisiert. Einzelne Spieler werden in meiner Wahrnehmung fast gar nicht an den Pranger gestellt. Was kann auch ein Cordoba dafür, dass er kein Vollstrecker ist und der FC 17 Mios für ihn hingeblättert hat? Ich nehme mir aber das Recht heraus, die Verantwortlichen, die ja nur Akteure auf Zeit sind, in Frage zu stellen, Denn wir waren bereits Fans bevor die wussten, dass sie hier überhaupt mal arbeiten würden und wir werden noch Fans sein, wenn die längst Fußball-Geschichte sind. Es ist nunmal nicht mein Naturell wie ein Schäfchen von Zusammenhalt des Vereins zu plappern, wenn ich mitansehen muss, dass vermeidbare Fehler von Leuten begangen werden, die es eigentlich besser wissen sollten. Was die Mannschaft betrifft, kriegt die meine volle Rückendeckung. GANZ KLAR! Aber ich habe mir schon die letzte Saison nicht schöner geredet als sie war und fange diese Saison ganz sicher nicht damit an. Jeder hier weiß, dass wir bis zum Winter eine zweistellige Punktezahl in der Liga haben sollten und viele haben bereits die Ratlosigkeit Stögers bemerkt. Handwerker wurde gegen den VfB nicht eingewechselt, weil die Menge nach ihm gröhlte. Er war vielmehr Stögers Strohhalm. Dass die Fans den Jungen nach seinem Einstand feiern, ist doch normal. Die greifen nämlich auch schon nach jedem Strohhalm. Ich habe keine Lust in die 2. Liga zu gehen, nur weil unser Trainer so nett und unser Manager ein Depp ist.

    • Robert H.
      Robert H. says:

      Hey Ali Perez, danke für die sachliche Antwort. Obwohl der Ausdruck „Depp“ für JS nicht gerade frei von Polemik ist.
      Ich verkenne nicht die Fehler in der Kaderzusammenstellung noch die in meinen Augen viel zu schlappe Vorbereitung (siehe Testspiele). Die Verantwortlichen haben dies ebenso erkannt und für jeden erkennbar (spät, sehr spät!) den Schalter umgelegt.
      Im Ergebnis zeigt die Mannschaft für mich zur Zeit bessere Spiele als die meisten der letzten Saison. Fehlen nur die Ergebnisse. Im Winter sollen Verstärkungen kommen, aber wer oder was sind Verstärkungen?

      In dieser Situation macht es für mich keinen Sinn, immer und immer wieder auf die sattsam bekannten Fehler der Vergangenheit zu zeigen, Köpfe rollen sehen und eine völlig neue sportliche Führung installieren zu wollen, deren Erfolg völlig ungewiss ist.

      Ach ja, und Handwerker ist für mich ein toller Spieler mit dem wir noch viel Freude haben werden.

  10. Georg Scherr
    Georg Scherr says:

    Völlig korrekt dieser Artikel bis auf die Überschritt. Die Sturmfrage ist nämlich leider nicht AUCH eine Frage der Qualität, sondern IM WESENTLICHEN eine Frage der Qualität! Man vergleiche mal bitte unser Aufstiegssturmduo Helmes/Ujah mit dem Duo Osako/Cordoba. Da wird man schnell feststellen, dass das Zweitligaduo das Wesentlich Torgefährlichere war! Im jetzigen Kader hat leider keiner mehr „Knipser-Qualität“ außer unserem Oldie Pizarro. Wahrscheinlich ist es sogar das Beste, wenn er doch möglichst bald von Anfang an aufläuft. Kaderzusammenstellung und Neuzugänge sind leider völlig ungenügend – da hat man im Sommer so ziemlich alles versäumt. Schaut man bspw. nach Frankfurt auf Haller, der nur 7 Mio gekostet hat und eben auch sehr gute Abschlussqualitäten mitbringt, kommen einem ziemlich schnell die Tränen. Jetzt helfen wohl nur noch Stoßgebete an den Fussballgott und vielleicht – wie gesagt – Pizarro. Und bitte Jörg Jakobs schleunigst wieder zum sportlichen Leiter bei den Profis machen! Es versteht doch wirklich kein Mensch, dass sein Know-how an dieser Stelle ungenutzt bleibt, obwohl da dringend mehr Know-How benötigt wird. Frage mich wirklich, ob der Vorstand da überhaupt keine kritischen Fragen stellt…

  11. ralf brostewitz
    ralf brostewitz says:

    ….soll der scheiss wieder von vorn beginnen ? wenn wir absteigen wirft das den effzeh nicht bloß um die gute arbeit der letzten 4 jahre sondern noch viel weiter zurück – dann fallen wir wieder in alte zeiten zurück die eigentlich als überwunden galten ! ich bin da bei georg scherr – was passiert denn eigentlich im vorstand ? wieso ist jakobs kein sportlicher leiter mehr ? wieso schmadis sohn – wenn das stimmt ? was wurde eigentlich in der jhv besprochen ? jedenfalls nicht die momentan brennensten probleme ! und ich wiederhole mich immer wieder das hauptproblem ist die vollkommen verkorkste transferpolitik ! wenn ich dann schmadi seine erklärungsversuche, wie z.b. heute bei wontorra, höre, dann frag ich mich wieso haben andere vereine mit weniger geld z.t. sehr gute transfers hinbekommen !? und es wurde doch auch immer behauptet unser kader wäre gut genug und breit aufgestellt ! bei aller liebe zu unserem effzeh wir haben doch vorige saison schon sehr viel glück gehabt, noch dazu tony – schon da konnte man doch sehen das das für die nächste saison mit 3 bewerben nicht mehr reichen wird, ausfälle, sperren, verletzungen MUSSTE man ebenfalls mit einkalkulieren – aber all das ist nicht geschehen und dafür muss schmadi die verantwortung übernehmen ! auch der kommentar von ali trifft es voll, die allermeisten fans sind sachlich und haben aber auch ein ganz genaues gespür woran es hapert – und der vorstand !? nur eins ali gefällt mir nicht, bitte keine persönlichen beleidigungen ! dein letzter satz !

  12. Ali Perez
    Ali Perez says:

    Zugegeben Ralf B.; Depp ist unsachlich. Aber sicher keine bösartige Beleidigung. …zumindest war es nicht als Beleidigung gedacht. Es sollte meinen Unmut ausdrücken.

    Zu Robert H.: Ich bin mit unserem Spiel nicht zufrieden. Es sah in den ersten 15 Minuten in Stuttgart zwar ganz gut aus, aber ich finde es in der jetztigen Situation sehr naiv, das Spiel machen zu wollen.
    Ich muss dabei anmerken, dass ich es gut gefunden hätte, wenn wir unsere Defensiv-Taktik aus dem ersten Buli-Jahr weiter perfektioniert hätten. Athletico Madrid ist ein tolles Beispiel, welche Ergebnis mit erbarmungsloser Defensive möglich sind. Natürlich würde ich viel lieber sämtliche Gegner mit Offensivfußball überrennen, aber eine Mannschaft mit so hoher Fehlerquote im Passspiel wie unsere, sollte das lassen. Schalke hat am Samstag in Berlin ein richtig mieses Spiel fürs Auge gemacht, aber zu Null gespielt, keine Torchance zugelassen und drei Punkte mitgenommen. Das sollte meiner Meinung unser Weg sein.

    Ich gebe Dir recht, dass es keinen Sinn macht, bei jeder weiteren Niederlage sämtliche gemachten Fehler immer wieder aus’s neue zu nennen. Wir drehen uns da ganz sicher im Kreis.
    Aber es ist , glaube ich, eine prima Psychotherapie für uns alle.
    Finde ich besser, als im Stadion zu pfeiffen. Das würde ich z. B. nie tun.

    • ralf brostewitz
      ralf brostewitz says:

      ….alles klar ali, bin ja ebenso wie du sehr sauer auf schmadi, hatte bisher große achtung vor seiner arbeit, aber ich frag dich nun mal, weist du wie das mit seinem sohn ist – macht der das scouting – und wenn ja was hat der für eine qualifikation dafür ? ich gehe mit dir konform – ein spiel gewinnst du mit einer stabilen defensive und warum das trainerteam ausgerechnet in so einer schwierigen lage noch dazu ohne einen wirklichen knipser davon abgerückt ist – ???? und ich hätte lieber 3 – 4 0:0 gesehen – wären zumindest 4 punkte und nicht so fast aussichtslos wie im moment !

  13. Robert H.
    Robert H. says:

    Entschuldigung angenommen ;-)
    Ich fand die Einstellung, nach dem Ausgleich kein Torjubel sondern gleich weiter auf Sieg zu spielen richtig gut. Das hat auch den Gegner beeindruckt. Und wir hätten es ja auch geschafft, wenn…. ja, wenn… Mist, gar nicht mehr dran denken.

    Bin also da anderer Meinung als du. Bin auch nicht sicher, ob die Rückkehr zum „Catenaccio“ gleich wieder funktioniert. Und ich mag nicht wissen, wie es bei den Fans ankommt, wenn wir damit nur noch 0:0 oder 0:1 spielen. Dann lieber den Hurra-Stil, mit Kampf bis zum Umfallen, das ist zumindest für meine Psyche besser. Lieber eine Niederlage und gut gespielt als eine Niederlage und schlecht gespielt … ;-)

    Schalke war gestern ein Mann mehr und hat gegen ein Hertha mit rabenschwarzem Tag gewonnen – ob das nur an der eigenen Leistung lag?

    • Ali Perez
      Ali Perez says:

      Defensiv gut zu stehen, ist eine Grundlage ohne die Du kaum ein Spiel gewinnen kannst. Wenn wir ständig einem Rückstand hinterherlaufen müssen, werden wir auf keinen grünen Zweig kommen. In Stuttgart hätte es keinen Sinn gemacht, nachdem 1:1 auf Halten zu Spielen, wo wir fast nur noch Angriffsspieler auf dem Platz hatten.

      • Hermann
        Hermann says:

        Wir laufen auch bei defensiver Grundordnung zuständig einem Rückstand hinterher. Das kann man nicht unseren jetzigem Offensivsystem zuschreiben, wobei alleine der Gedanke das wir momentan tatsächlich auf eine offensive Grundordnung bauen, fast schon abstrakt ist.

  14. Horst Simon
    Horst Simon says:

    Vielleicht sollten wir am Donnerstag mal wieder mit einer 5er Kette (mit Maroh) spielen.
    Obwohl er nicht der schnellste ist, könnte er aber eventl. Stabilität und Ruhe bringen.
    Von Anfang an mit Pizarro wäre auch nicht verkehrt. Auf jeden Fall sollte einiges ausprobiert
    werden. Am Sonntag gegen Bremen müssen wir gewinnen. Sonst wird es fast aussichtslos.

    • NICK
      NICK says:

      Vielleicht sollten wir mal bei einer Formation bleiben, die sich einspielen kann, anstatt immer jedes Spiel was neues aus zu probieren.

      Im Europacup kann Stöger aber auch gerne die E-Jugend auflaufen lassen…auch wenn ich mittlerweile Karten habe und auch in Belgrad dabei sein werde, ist mir dieser Wettbewerb langsam völlig egal, es geht nur noch um den Klassenerhalt.

      • Robert H.
        Robert H. says:

        Sehe ich auch so. Bis jetzt ist eigentlich jede Formation mehr oder weniger schief gegangen.
        Europapokal ist Kür. Diese Spiele sollte man nutzen, um die Mannschaft immer mehr für den BuLi-Kampf aufeinander einzugrooven. Also nix E-Jugend.
        Gute, erfolgsverwöhnte Reise, Nick!

  15. udo schmidt
    udo schmidt says:

    Den Analysen,die hier getroffen werden,stimme ich 90% zu.Aber was folgt daraus?Was ist zu tun.Weder ein Vorstand noch ein Geschäftsführer noch ein Trainer kann Tore schießen oder verhindern.Das kann nur die Mannschaft,deshalb bringt es nichts auf einzelnen Spielern rumzuhacken und ihnen damit das bißchen Selbstbewusstsein was noch da ist auch noch zu nehmen.Die Spieler müssen geschützt und motiviert werden ohne wenn und aber.
    Handeln kann der Trainer,durch sein Spielsystem und seine Aufstellung.Hier macht Störer m.E.mehr richtig als falsch,gerät aber zunehmend an seine Grenzen.Ich denke,spätestens in der nächsten Länderspielpause wird Schmadtke handeln,wenn die Ergebnisse ausbleiben.
    Bleibt noch Schmadtke: Hier wird bei ausbleibenden Punkten der Vorstand in der Winterpause überlegen müssen,ob er nochmals das Vertrauen in ihn hat den Kader zu verstärken oder auch ihn zur Disposition zu stellen.

  16. walter berg
    walter berg says:

    man merkt ja schon wie sich schmadke schon langsam und vorsichtig absetzt von stöger. wenn das bremenspiel auch noch verloren geht-dann muss schmadke handeln-auch um seinen eigenen kopf erstmal zu retten. schmadtke ist genauso schuld an der krise wie stöger.

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