Frederik Sörensen als Symbol eines in den Seilen hängenden Effzeh. (Foto: Mika Volkmann)

Profis, U21, Frauen: In höchstem Maße besorgniserregend

FC-Frauen ohne Chance in der Bundesliga

Die Frauen des 1. FC Köln scheinen auch nach dem zweiten Aufstieg in die Bundesliga den gleichen Weg zu gehen wie vor zwei Jahren. Drei Spiele, null Punkte, 2:9 Tore, bislang nahezu chancenlos in der Liga. Auch im Heimspiel am Sonntag gegen den SC Freiburg sind die Geissböcke krasser Außenseiter. Dabei zeigt gerade der Sport-Club aus dem Breisgau, dass in dieser Frauen-Bundesliga kein teurer Spieleretat nötig ist, um die Klasse zu halten oder gar oben mitzuspielen. Doch beim Effzeh sah man dies im Sommer anders, stellte einen ähnlichen Etat wie vor zwei Jahren zur Verfügung, riskiert sehenden Augen den sofortigen Wiederaufstieg. Eine professionelle Struktur? Fehlanzeige. Ein klares Bekenntnis zum Frauenfußball? Fehlanzeige. Allen Beteuerungen zum Trotz.

Ein 1:9 zeigt die Hilflosigkeit der FC-Frauen

Das sieht man auch an der zweiten Frauen-Mannschaft – und das, obwohl nicht nur die ersten Frauen den Aufstieg in die Bundesliga schafften, sondern auch das zweite Team im Sommer in die Zweite Liga aufgestiegen war. Kölner FC-Frauenfußball in Liga eins und zwei – doch weder im Oberhaus noch im Unterhaus ist der Effzeh konkurrenzfähig. Das blamable 1:9 (!) des FC II am dritten Spieltag in Saarbrücken stellte dies eindeutig unter Beweis. Auch in der Zweiten Liga gilt für die Kölnerinnen: drei Spiele, drei Niederlagen, null Punkte und sogar ein Torverhältnis von 4:16.

Der Effzeh wird seinem Selbstbild nicht gerecht

Im Hinblick auf die Frauen muss sich der 1. FC Köln fragen, ob die Weigerung, sich dem Frauenfußball mit der nötigen Ernsthaftigkeit zu verschreiben, imagefördernd ist. Die beiden Frauen-Mannschaften auf der Mitgliederversammlung auf die Bühne zu holen, war zwar eine schöne Geste. Doch die bisherigen Ergebnisse sind nicht nur peinlich, sondern werden einem Klub mit dem Selbstbild, “spürbar anders” sein zu wollen, nicht gerecht. Die brenzligen Situationen der Profis, der U21 und der Frauen haben zwar alle gänzlich unterschiedliche Gründe. Doch am Ende bleibt: Der Saisonstart lässt sich bei allen vier Mannschaften in höchstem Maße besorgniserregend an. Der Effzeh muss aufpassen, in den kommenden Monaten nicht alles wieder zu verspielen, was sich die Geissböcke mühsam in den letzten fünf Jahren aufgebaut haben.

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