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Effzeh bot Modeste mehr Geld, damit er bleibt

Anthony Modeste ist weg und doch ist er noch immer da. Der ehemalige Stürmer des 1. FC Köln meldet sich regelmäßig aus China zu Wort, wird nicht müde zu betonen, dass er am liebsten in der Domstadt geblieben wäre, ihn aber niemand mehr gewollte hätte. Das ist aber offenbar nur die halbe Wahrheit.

Köln – „Jeder der mich kennt, weiß, dass ich am liebsten beim 1. FC Köln geblieben wäre.“ Diesen Satz hat Anthony Modeste nun schon häufiger von sich gegeben. In der „SportBild“ gab er nun zu, dass am Ende ein „ziemlich einmaliges Angebot von Tianjin“ dazu geführt hätte, dass der 29-Jährige den Effzeh verließ. Allerdings erklärte Modeste auch, dass „über die Möglichkeit, dass ich in Köln bleibe, keiner mehr mit mir oder meinen Beratern verhandeln wollte“.

Effzeh bot Bonus für Modestes 25 Tore

Das könnte daran gelegen haben, dass das Angebot aus China Modeste offenbar den Kopf verdreht hatte. Der 29-Jährige gab zu, zu Manager Jörg Schmadtke und Finanzchef Alexander Wehrle gegangen zu sein, weil er „verhältnismäßig mehr Geld verdienen“ wollte. Nun erfuhr der GEISSBLOG.KOELN, dass die FC-Geschäftsführer dieser Forderung nicht einmal abgeneigt waren. Nach GBK-Informationen bot der Effzeh dem Stürmer eine hohe sechsstellige Summe als Bonus für die 25 erzielten Tore aus der Saison 2016/17. Doch das war dem Franzosen nicht genug. Er lehnte ab und forderte dem Vernehmen nach eine Million Euro pro Jahr mehr Gehalt.

Und das, obwohl Modeste den Effzeh bereits ein Jahr zuvor mit einem China-Angebot und dank einer Ausstiegsklausel im Vertrag ausmanövriert hatte. Der Angreifer, gerade ein Jahr in Köln, hätte die Geissböcke für unter zehn Millionen Euro verlassen können. Weil der 29-Jährige mit einem Wechsel kokettierte, kauften die Kölner dem Franzosen dessen Ausstiegsklausel mit einem „Signing Fee“ ab, hoben das Jahresgehalt deutlich an, machten Modeste zum Topverdiener der Mannschaft und statteten ihn mit einem Rentenvertrag bis 2021 aus. Bis ins Alter von 33 Jahren hätte Modeste drei Millionen Euro pro Jahr zuzüglich Boni verdienen können. Ein solcher Bonus wäre die hohe sechstellige Summe für seine 25 Tore aus der letzten Saison gewesen. Doch das war Modeste offenbar „verhältnismäßig“ zu wenig Geld.

7 Kommentare
  1. Bianca Kühweidner
    Bianca Kühweidner says:

    Tja, und nun zahlt man dem Vernehmen nach rund 2 Mio Euro für 9 Monate „Nothilfe“ durch Claudio Pizarro… Ich hoffe, er ist das Geld letztlich wert und Cordoba und Guirassey finden noch in die Spur mit ihm….. Oh man.

  2. Ostfriesenhennes
    Ostfriesenhennes says:

    Guirassy ist nicht Bundesliga tauglich! seine Laufwege sind eine einzige Katastrophe und durchschlagskräftig ist er auch nicht, es reicht evtl für die 3te Liga in Deurschland! Er darf mich aber gerne noch eines besseren belehren! Es ist mir ein Rätsel, warum Zoller keine Chance im Zentrum erhält, auch in diesem Fall sieht jeder, dass er auf außen falsch aufgehoben ist!

  3. NICK
    NICK says:

    Als ob wir Modeste unbedingt halten wollten…Wehrle war doch auf der JHV stolz wie Oscar, dieses Jahr der einzige europäische Verein gewesen zu sein, der unter den aktuellen Transferumständen in China, einen Wechsel in der Größenordnung hinbekommen zu haben.

    Es war auch richtig, einen 30jährigen, der nach jeder Saison mehr Geld fordert, für 35 Millionen zu verkaufen. Bis hier hin alles richtig gemacht. Was dann aber mit dem Geld gemacht wurde, verdient zumindest für die Gegenwart die Note 6-. Die Talente für die Zukunft schön und gut.

    Aber Cordoba zu den Konditionen und im Mittelfeld gar nix, weil man nach drei Absagen keine Ideen mehr hatte, ist ein Armutszeugnis und im Winter soll man mehr und bessere Ideen haben, die dann nicht absagen, weil Ihnen mit viel Geld der Abstiegskampf schmackhaft gemacht wird?! Na dann…ich bin gespannt…

    • Dieter
      Dieter says:

      Modeste hat in Köln in 2 Jahren 40 Tore geschossen. Anerkennung. Trotz alle dem bleibt ein bitterer Nachgeschmack wenn ich an seinen Wechsel denke. Die Aussage, ich würde lieber in Köln bleiben, weil ich Köln so liebe und meine Familie sich hier sehr wohl fühlt ? Klingt für mich sehr verlogen und unehrlich. Wechselt man den Arbeit-geber, weil er meine Gehaltswünsche nicht erfüllt? Lasse ich mir meine große Liebe für ein Jahresgehalt von über 10 Mil. abkaufen? Wenn ja, wie groß ist die angebliche Liebe? Modeste hat es sich bei vielen FC-Fans für alle Zeiten verschissen. Dann noch die Frechheit ins Stadion zu kommen!
      Vielen hätten dies sicherlich nicht gemacht. Aber als Söldner, zu denen ich Herrn Modeste zähle verkaufen wenn es sein muss ihre Großmutter; hauptsache die Kohle stimmt. Moral und Anstand = Fehlanzeige. Wenn Geld die Welt regiert, müsste in Deutschland die Scheidungsrate bei 95% liegen.
      Sieht man doch in der Stadt öfter mal eine Frau, die einen Ticken besser aussieht als das was man zuhause hat. Ich bewundere Menschen wie Uwe Seeler, Karlheinz Körbel, Wolfgang Overath, Sepp Meier und viele viele andere. Sie haben ihrem Verein die Treue gehalten und ein Stück weit das zurückgegeben, was sie dem Verein geschuldet haben.
      Aber die genannten Spieler und die vielen nicht Genannten hatten halt noch ein Herz, Anstand und Charakter und haben sich dieses nicht mit Mammon abkaufen lassen. Deshalb stehen sie auch mit Recht im Geschichtsbuch des Deutschen Fußballs!

  4. Ali Perez
    Ali Perez says:

    Ich glaube Modeste, dass er nicht um jeden Preis nach China wollte. Und ich glaube auch, dass er geblieben wäre, wenn man seinen Vertrag nochmal aufgestockt hätte. Man wechselt nicht mal eben so in die Bedeutungslosigkeit, zumal eine vollkommen fremde Kultur auf einen wartet. Dafür muss man auch der Typ sein. Aber es war nunmal auch Modeste selber, der den Stein ins rollen gebracht hat. Mich hat dann aber doch etwas überrascht, wie entschlossen man von Seiten des Vereins an die Sache rangegangen ist. Es wurde alles getan, um den Transfer zu realisieren. Ich denke, davon dürfte auch Modeste überrascht gewesen sein. Es gab kein zurück mehr für ihn. Schmadtke und Wehrle wollten unbedingt die Kohle. So entschlossen wie Schmadtke und Wehrle war Modeste ganz sicher nicht. Grundsätzlich stimme ich dem Verkauf aber zu, weil man nie wieder so viel Geld für Modeste bekommen hätte. Allerdings wusste man auch, welches Loch Modeste sowohl als Sportler und Mensch reißen würde. Und dann können 35 Mios auch schnell mal relativ werden. Ich kenne nicht wenige, die den Transfer gerne wieder rückgängig machen würden. Jetzt wo wir wissen, dass Schmadtke keinen Plan hatte. Eins noch: Ich finde die Beschimpfung Modestes als Söldner ziemlich daneben. Modeste hat sich immer in den Dienst der Mannschaft gestellt, sprach ein sehr passables Deutsch und war auch sonst bestens in der Mannschaft integriert. Cordoba, der auch nicht erst seit gestern in der Bundesliga spielt, spricht nach wie vor nur spanisch. Das macht mir viel mehr Sorgen. Für mich ist das Ausdruck einer zweifelhaften Einstellung.

  5. OlliW
    OlliW says:

    Es war ein dauerndes Herumlavieren! Es stellt sich von außen ein wenig so dar, als habe Modeste – wie auch schon im Sommer 16 – mal schön gepokert bzw. nahe an einer Art Erpressung entlang gehandelt. Er fand das Angebot finanziell verlockend. Der FC sicher auch. Doch hat er zunächst versucht zu bleiben, indem er eine Gehaltserhöhung gefordert hat. Erneut wie 2016. Die war aber diesmal nicht darstellbar und hätte das Gehaltsgefüge empfindlich gesprengt. Aus Trotz hat er den Wechsel dann wieder forciert. Und dann kam der ganze Driss mit den Beratern, juristischem Hick-hack, mitten in den Trainigsstart hinein. Und am Ende „wollte“ er nach China. Oder ging halt eben. Weil er nicht nachgeben konnte und für weniger als dort hier bleiben und weiterhin erfolgreich in Europa (!) zu spielen. Wäre es gelaufen wie bei Auba und Dortmund, indem man dem Wechsel einfach einen Riegel vorgeschoben hätte – wer weiß. „Noch eine Saison und dann kannst Du gehen. Wir brauchen Dich, die Stadt trägt dich auf Händen, deine Familie ist hier…“ Aber das hat nicht gereicht..

    Es ist bedauerlich, unschön und schade insgesamt. Es hat dem Team, dem Verein, dem Mannschaftsgefüge sowie dem Spielsystem einen klaren Knacks gegeben. Und wir kauen da alle noch dran…

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