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Profis, U21, Frauen: In höchstem Maße besorgniserregend

Die Profis des 1. FC Köln? Tabellenletzter der Bundesliga. Die U21 des 1. FC Köln? Vorletzter in der Regionalliga West. Die Frauen des 1. FC Köln? Tabellenletzter der Bundesliga. Die zweiten Frauen des 1. FC Köln? Vorletzter der Zweiten Liga. Alle vier Teams haben in insgesamt 23 Ligaspielen in dieser Saison erst ein einziges Mal gewonnen. Eine unterirdische Bilanz.

Köln – Der Begriff Fehlstart beschreibt die sportliche Gesamtsituation des 1. FC Köln nur unzureichend. Vier Erwachsenen-Teams schickt der 1. FC Köln in dieser Saison ins Rennen, zweimal Bundesliga, einmal Zweite Liga, einmal Regionalliga. Doch egal wo, der Effzeh wird bislang durch die Ligen geprügelt. Je nach Team hat dies Gründe, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Doch das Ergebnis ist überall gleich – und es ist in höchstem Maße besorgniserregend. Der Klub muss aufpassen, in dieser Saison nicht alles zu verspielen, was er sich in den letzten Jahren aufgebaut hatte.

Köln nutzt die perfekte Ausgangslage nicht

Die FC-Profis gingen in den Sommer 2017 mit dem Gefühl, dass endlich wieder erfolgreiche Zeiten bevorstehen könnten. Die Europa League wurde fix gemacht, der Rekordtransfer von Anthony Modeste spülte so viel Geld in die Kasse wie noch nie, der Kern des Kaders blieb zusammen: Da musste es doch möglich sein, mit den besten sportlichen Argumenten und dem größten finanziellen Background seit 25 Jahren den Effzeh fest in der Liga zu verankern, zu verstärken, mit der Europa-Euphorie in die Saison zu starten und weiter erfolgreich zu sein. Es kam bekanntermaßen anders. Nun muss Trainer Peter Stöger mit einem angeschlagenen Kader die Kurve kriegen und bis zum Winter den Fehlstart halbwegs korrigieren, um dann die nötigen Verstärkungen zu holen, um doch noch eine halbwegs erfolgreiche Saison zu spielen.

Geschockte U21 weit von Normalität entfernt

Auch die U21 wähnte sich im Sommer auf dem richtigen Weg. Rang drei in der Rückrunden-Tabelle mit Neu-Trainer Patrick Helmes, dazu keinen großen personellen Umbruch im Sommer vollzogen, sondern mehrere Talente an Land gezogen: Der Effzeh wähnte den Neubau der U21 auf einem guten Weg. Doch es kam anders. Zunächst die sportliche Talfahrt, dann der persönliche Schock mit dem Herzinfarkt von Uwe Fecht. Noch immer bangt die FC-Familie um das Leben des 58-Jährigen. Ein Drama, das alles überschattet, das Sportliche in den Hintergrund drängt, auch das emotionale Derby gegen Viktoria Köln (3:4). André Pawlak soll nun in der Liga mit der mental angeschlagenen Mannschaft die Kurve kriegen, Lukas Sinkiewicz wird ihm assistieren. Patrick Helmes hat sich nach dem traumatischen Erlebnis zurückgezogen, die Sorge um Fecht bleibt. In diesem Umfeld wird es der U21 schwer fallen, zur Normalität zurückzukehren.

Weiterlesen: Effzeh wird seinem Selbstbild nicht gerecht

8 Kommentare
  1. Hermann says:

    Ich habe es schonmal geschrieben,; wie sollen die Verstärkungen denn im Winter aussehen? Wir haben mit rosiger Perspektive keine Verstärkungen bekommen und jetzt soll dies im Winter mit nicht mehr so rosiger Perspektive gelingen? Das zum einen und zum anderen, welcher Verein gibt einen Spieler im Winter ab, der gerade einen super Ball spielt? Die Situation ist, was nicht schwer zu erkennen ist, komplizierter geworden und in dieser Gemengelage soll Schmadtke das vollbringen, woran er bei weit einfacherer Situation im Sommer gescheitert ist. Ist das noch Vertrauen oder schon Naivität? Das ist wohl individuell unterschiedlich, letztlich werden die Ergebnisse es zeigen. Ich hoffe das wir heute mit der Gewissheit einschlafen, das wir noch vertrauen können.

    • ralf brostewitz says:

      …100%ig hermann, entweder wollen die verantwortlichen es nicht wahrhaben oder die sind alle in den tiefschlaf gefallen !? jetzt wird mit einem schlag die gute arbeit der letzten 4-5 jahre zunichte gemacht, und immer noch wird alles gut geredet – ja was soll denn noch gut sein – das boot ist am sinken ! und wie gesagt wenn im sommer spieler nicht kommen wollten , wo der effzeh gut da stand , wer bitteschön soll dann im winter bereit sein ? höchstens ergänzungsspieler – aber wir brauchen dringend sofort einsetzbare verstärkungen ! leider fängt nun wieder das große zittern an wobei ich dachte das hätten wir mit stöger und schmadi hinter uns – sehr schade !

  2. mal im Ernst says:

    Wie ist es schon mal Stuttgart ergangen ? Ja, es mussten fast alle Mannschaften runter. Wenn hier nicht alle die Kurve bekommen sieht es bei uns auch 2018 so aus. Verdienste hin oder her , wenn es nicht mehr passt müssen neue Leute her. Jacobsen für Schmathke, und ein Trainer ( Keller ) der es mit der Jugend kann. Oder sogar ein Effenberg ohne seine Claudia.

  3. Horst Simon says:

    Die Analyse des Artikels ist genau richtig. Man hat das Gefühl, als wenn in der sportlichen
    Führung Dilettanten sitzen.
    Wenn ein Spieler wie Modeste 25 Tore erzielt und man als Ersatz einen Stürmer holt,
    der in den letzten Jahren nicht mehr als 5 Tore geschossen hat, muß man doch zumindest
    2 Stürmer holen. Dann muß man aber auch erkennen, daß wir ohne die 25 Tore in der
    unteren Tabellenhälfte gelandet wären. Also ist der Kader nicht so stark, wie das wohl
    angenommen wurde. Von daher sind weitere Verstärkungen für den Flügel, das OVM und auch
    ein kopfballstarker IV als Ersatz für Mavraij erforderlich.
    Der Vorstand sollte sich rechtzeitig um einen Ersatz für Schmadtke bemühen. In der Winterpause
    wäre es zu spät.
    Die 2. Halbzeit war ja ordentlich. Aber so muß natürlich auch in der 1. Hälfte gespielt werden.
    Es würde mich freuen, wenn uns Oldie Pizarro helfen könnte. Ein Versuch ist es allemal wert.
    Sonst ist ja niemand auf dem Markt.

  4. ralf brostewitz says:

    …was ist nur mit unserem effzeh los ? alle befinden sich ausnahmslos in den unteren tabellenhälften !? was läuft schief ? wer ist für scouting verantwortlich ? warum klappt die nachwuchsarbeit nicht – fragen über fragen ! und bisher leider nur durchhalteparolen !?

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