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Guirassy über die Sturmkrise: „Hat nichts mit Tony zu tun!“

Der 1. FC Köln hat zwei Sorgen weniger: Claudio Pizarro und Jhon Cordoba sind wieder fit, sodass tatsächlich alle fünf nominellen Stürmer wieder einsatzbereit sind. Für Guirassy, der durch die Verletztenmisere seiner Kollegen zuletzt in die Startelf gespült wurde und überzeugen konnte, ist der wieder entfachte Konkurrenzkampf kein Grund zur Beunruhigung. 

Köln – Wenn es bei der katastrophalen Ausgangslage derzeit Gewinner beim Effzeh gibt, gehört Sehrou Guirassy dazu. In den letzten fünf Pflichtspielen stand der junge Franzose in der Startelf. Und das, obwohl sich der 21-Jährige mit seinen schwachen Auftritten zuvor eigentlich ins Abseits gespielt hatte. Doch der Stürmer profitierte vom Verletzungspech seiner Kollegen. Zuerst Jhon Cordoba gegen RB Leipzig, dann Claudio Pizarro beim Warmmachen gegen Werder Bremen. Die Möglichkeit für Guirassy, seine Chance zu nutzen. Der Lohn: Ein Tor gegen Bayer 04 Leverkusen und ein Treffer gegen BATE Borisov, dazu viel Lob für seine engagierten Auftritte auf dem Platz.

Jhon und ich können auch gemeinsam gut funktionieren

Trotz der positiven Entwicklung der letzten Wochen sieht sich der Franzose selbst noch nicht vollends in der Bundesliga angekommen. „Ich brauche noch mehr Zeit und Spielpraxis, um alles, was ich kann, zeigen zu können. Das nötige Selbstvertrauen muss sich weiterentwickeln, damit ich frei aufspielen kann“, erklärte Sehrou nun. Zwar hat sich der Vier-Millionen-Transfer aus dem Vorjahr für weitere Startelfeinsätze empfehlen können. Doch nach überstandenem Muskelfaserriss kehrt der Rekordtransfer Jhon Cordoba zurück, und auch Claudio Pizarro kurbelt den Konkurrenzkampf in der Spitze wieder an. „Konkurrenzkampf gibt es bei uns auf jeder Position, nicht nur im Sturm“, gab sich Guirassy gelassen. „Jhon und ich können auch gemeinsam gut funktionieren – das haben wir im Training schon gemerkt. Wir sind verschiedene Typen und ergänzen uns gut.“

Die Lücke, die Anthony Modeste nach seinen 25 Toren im Sommer hinterlassen hat, ist allerdings groß. Mit vier erzielten Treffern liegt der Angriff des Effzeh in dieser Saison bislang brach. Köln hat den schlechtesten Sturm der Liga – und das, obwohl die Geissböcke sich in dieser Saison statistisch gesehen sogar mehr Torchancen erarbeiten als in der vergangenen Spielzeit. Doch während Modeste eine überragende Trefferquote aufweisen konnte, verballert der Angriff des FC in den letzten Wochen selbst die hochkarätigsten Möglichkeiten in verzweifelnd schauriger Regelmäßigkeit. Dennoch wollte Modestes Landsmann Guirassy von einer größeren Last durch dessen Abgang nichts wissen. „Tony hat hier viele Tore gemacht und hatte riesigen Erfolg. Wenn wir Stürmer uns nun schwertun, hat das nichts mit seinem Weggang zu tun. Der Druck in der Bundesliga ist ohnehin immer groß.“ Bislang waren die FC-Angreifer dem nicht gewachsen.

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