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Guirassy über die Sturmkrise: „Hat nichts mit Tony zu tun!“

Pizarro als Lehrer und die Frage nach dem Jubel

Um die Sturmflaute zu beheben, haben die Kölner nach Transferschluss den vertragslosen Claudio Pizarro verpflichtet. Der Peruaner kann sich seit der Nacht auf Donnerstag freuen: Sein Land Peru fährt zur WM 2018 nach Russland. Pizarro hat das Thema Nationalmannschaft noch nicht abgehakt, stand in der Länderspielwoche auf Abruf bereit und rechnet sich Chancen aus, bei der WM mit dabei zu sein. Dafür muss er aber Spielpraxis sammeln. Gut für den FC, gut für Pizarro?

Doch der 39-Jährige ist nicht nur zum Toreschießen gekommen, sondern auch, um für die jungen Spieler als eine Art Mentor zu fungieren. Spieler wie Guirassy oder Cordoba sollen von seiner Erfahrung profitieren. „Ich hole mir viele Tipps von ihm. Er tut uns jungen Stürmern gut“, lobte Guirassy den Umgang des international erfahrenen Routiniers mit den Teamkollegen.

Hand vor dem Mund statt Brillenjubel?

Sollte die Leistungssteigerung Guirassys tatsächlich auch mit der Verpflichtung Pizarros zusammenhängen, hätte sich der Transfer zumindest in Teilen ausgezahlt. Im Derby gegen Bayer 04 Leverkusen erzielte der Franzose sein erstes Bundesliga-Tor und ließ Nationalspieler Jonathan Tah dabei ziemlich alt aussehen. Spätestens seit diesem Treffer hängt ein nicht unbeträchtlicher Teil der kölschen Hoffnung auch am Youngster. Das hatte auch Anthony Modeste unter der Woche zum Ausdruck gebracht, als er dem „Express“ sagte: „Ich setze große Hoffnungen in Sehrou, für mich ist er ein riesiges Talent“, so der 29-Jährige. „Er ist definitiv auf einem guten Weg.“

Dabei musste Guirassy nur eine Woche vor seinem ersten Bundesligatreffer aufgrund seiner verpassten Großchance gegen Werder Bremen einiges an Kritik einstecken. Gegen die Werkself jubelte der Franzose schließlich mit der Hand vor dem Mund. Ein Zeichen an die Kritiker? „Darüber habe ich mir vorher keine Gedanken gemacht, das war alles sehr spontan. Aber mal schauen, vielleicht wird das jetzt auch mein Standardjubel, wie bei Tony Modeste der Brillenjubel“, sagte Guirassy mit einem Schmunzeln. Egal, welche Bedeutung am Ende hinter diesem Jubel steckte, ganz Köln hofft darauf, diesen in Zukunft noch öfter zu sehen.

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