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Keine Brandrede: Aber Stöger wäscht Spielern den Kopf

Bei aller Freude über den 5:2-Sieg des 1. FC Köln gegen BATE Borisov gibt es für Peter Stöger einige Dinge mit seinen Spielern zu bereden. Das Torfestival gegen die Weißrussen zeigte einmal mehr, dass vieles bei den Geissböcken eine Frage der Konzentration ist. Seinen Spielern wusch der FC-Coach schon in der Halbzeit den Kopf.

Köln – „Da sitzt man in der Kabine und fragt sich, wie das passieren konnte“, beschrieb Dominic Maroh nach der Partie das Gefühl nach 45 Minuten. Der Zwischenstand lautete 1:2, das Gefühl, wieder ein Spiel aus der Hand zu schenken, lag auf den Schultern der Geissböcke. „Aber der Trainer hat gute Worte gefunden“, sagte Maroh. Aufbauende Worte waren es aber nur bedingt.

Du kannst nicht Dinge gar nicht machen

„Du kannst viele Chancen vergeben und Dinge falsch machen, aber du kannst nicht Dinge gar nicht machen und hoffen, dass nichts passiert“, verriet Peter Stöger nach dem Spiel, um was es in der Halbzeitansprache ging. „Das war keine Brandrede, das war einfach allen klar.“ Laut werden musste der Österreicher also nicht, aber deutlich in der Sache. Denn was sich die Geissböcke einmal mehr in den rund 20 Minuten nach der frühen Führung durch Simon Zoller leisteten, hätte in anderen Spielen gereicht, um schon hoffnungslos in Rückstand zu geraten.

Die ewige Litanei der immer gleichen Fehler: „Es war möglich schon in der ersten Halbzeit das 2:0 oder 3:0 zu machen. Aber wir ziehen es nicht durch, halten die Spannung nicht hoch. Nach dem 1:0 war es zu wenig“, gestand Maroh und sprach einmal von mehr von „extrem dummen Toren“, die sich der FC einfing und so eine gute Ausgangslage im Spiel wegwarf. „Aber wir haben realisiert, dass das nicht sein kann.“ Gegen Borisov konnte Köln nach der Pause korrigieren, was vorher schief gelaufen war. Gegen andere Gegner wäre das schwerer gefallen.

In der Liga ist es für uns fünf vor zwölf

Gerade mit Blick auf Sonntag und das so wichtige Spiel gegen 1899 Hoffenheim hoffen die Geissböcke, dass diese Fehler nicht noch einmal vorkommen werden. In der Vorwoche gewann Köln im DFB-Pokal bei Hertha BSC, um dann mit leichten Fehlern das Spiel in Leverkusen herzuschenken. Das soll nicht noch einmal passieren. „DFB-Pokal und Europa League sind schön und gut, aber wir müssen gucken, dass wir jetzt in der Bundesliga punkten“, gab Maroh die Richtung vor. „Da müssen wir in die Spur kommen und wie eine Maschine laufen. Überschwänglich ist nach dem Sieg keiner. In der Liga ist es für uns fünf vor zwölf und wir müssen Gas geben und die Fans mitnehmen.“

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