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Entfesselter Osako zeigt wieder sein altes Gesicht

Zwei Tore, eine Vorlage – und das in nur 45 Minuten: Yuya Osako war am Donnerstag unzweifelhaft der Matchwinner und Mann des Tages für den 1. FC Köln gegen BATE Borisov. Der Japaner zeigte nach einigen schwächeren Spielen wieder sein altes Gesicht.

Köln – Es war ein gelungener Abend für die Kölner Stürmer, dieses 5:2 gegen den weißrussischen Serienmeister. Simon Zoller eröffnete den Torreigen und zeigte, wozu er in der Position des Mittelstürmers in der Lage ist. Sehrou Guirassy erzielte ein Traumtor per Freistoß. Und Yuya Osako kam nach der Pause, traf zum 2:2 per sattem Schuss, rutschte zum 4:2 in eine Bittencourt-Flanke und legte Milos Jojic den fünften Treffer gefühlvoll auf.

Damit avancierte Osako zum erst vierten Spieler überhaupt in der Europa-League-Geschichte, der nach einer Einwechslung an gleich drei Toren direkt beteiligt war. „Wir haben Yuya das erste Mal seit längerem wieder so gesehen, wie wir ihn kennen“, freute sich Trainer Peter Stöger hinterher über die Leistungsexplosion des Japaners.

Osako hatte nach dem Spiel gegenüber japanischen Journalisten eingestanden, die Dreifachbelastung in der laufenden Saison unterschätzt zu haben. Die Regeneration zwischen den Spielen sei ihm schwerer gefallen, auch die beiden Länderspiel-Nominierungen im September und Oktober sorgten für eine zusätzliche Anstrengung für den Angreifer.

Unbestritten, dass er ein sehr wichtiger Spieler für uns ist

„Die Qualität der Spieler hat sich nicht verändert“, sagte Stöger nach dem Borisov-Sieg mit Blick auf die lange Durststrecke der letzten Monate. „Aber der Ansatz, wie jemand mit einer schwierigen Situation umgeht ist von Spieler zu Spieler anders. Manche machen sich Druck, weil sie wenig spielen. Andere, weil sie das Gefühl haben, dass sie es von Start weg mehr in die eigene Hand nehmen müssen. Vielleicht war es für Yuya mal gut das Gefühl als Joker zu haben, dass jemand anderes das Spiel lenken muss. Vielleicht hat ihm das gut getan, denn es ist unbestritten, dass er ein sehr wichtiger Spieler für uns ist.“

Gegen Hoffenheim am Sonntag muss Stöger nun einen Weg finden, seine drei Angreifer zufrieden zu stellen. Die erste Option dürfte sein, dass Osako für den schwachen Christian Clemens in die Partie rutscht und die Formation ansonsten gleich bleiben wird. Sollte Guirassy wider erwarten doch ausfallen, würde Osako neben Zoller in die Sturmspitze aufrücken und der wiedergenesene Marcel Risse könnte zu seinem Comeback kommen. In jedem Fall weiß Stöger, dass Zoller, Guirassy und Osako mit breiter Brust in das Spiel gegen Hoffenheim gehen werden. Das war in den letzten Monaten durchaus schon anders.

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