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Schmadtke-Besuch: „Man wird sich über den Weg laufen“

Sie haben sich nicht mehr viel zu sagen. Das einst gute Verhältnis zwischen Jörg Schmadtke und Peter Stöger ist praktisch nicht mehr existent. Der ehemalige Manager des 1. FC Köln stattete seinem Ex-Klub am Mittwoch einen Besuch ab. Dass er den FC-Coach verpasste, war Zufall. Doch es passte ins Bild.

Köln – Peter Stöger hatte am Mittwochmittag einen Medientermin. Er fuhr nach dem Training am Vormittag für zwei Stunden zu einem Interview. Was er nicht wusste: In dieser Zeit schaute Jörg Schmadtke am Geißbockheim vorbei. Es war sein erster Besuch seit dem Abschied als Geschäftsführer.

Dass Stöger nichts von dem Besuch wusste, lag an einem einfachen Umstand: Zwischen Schmadtke und Stöger herrscht seit dem Abschied Funkstille. Die einstige Männerfreundschaft zerbrach spätestens im zurückliegenden Sommer. Seitdem war es nur noch eine Zweckgemeinschaft zwischen zwei Profis des Geschäfts. Doch in dem Moment, als Schmadtke sich entschloss, den FC zu verlassen, gab es offenbar keinen Zweck mehr, der einen Austausch erforderte.

Stöger wusste nichts von Schmadtke-Besuch

Schmadtke und Stöger sprachen nach der Trennung nicht mehr, weder kontaktierte der Trainer den Manager, noch umgekehrt. Erklärungen oder Klärungsbedarf bestand offenbar nicht, der Drang, noch einmal mit dem anderen zu sprechen, auch nicht. So passte es, wenngleich es Zufall war, ins Bild, dass Schmadtke ausgerechnet an dem Mittag am Geißbockheim eine letzte Stippvisite unternahm, als Stöger außer Haus war. Der ehemalige Sportchef brachte seinen Dienstwagen zurück, verabschiedete sich von den Spielern in der Kabine und sprach noch mit einigen Mitarbeitern. Dann war seine Zeit beim FC endgültig beendet.

Stöger erfuhr erst nach seiner Rückkehr in den Grüngürtel, dass sein ehemaliger Vorgesetzter am Geißbockheim gewesen war. „Das war nicht so gewählt“, erklärte der FC-Coach am Tag danach. Doch seine Worte, die er dann wählte, ließen tief blicken: „Man wird sich über den Weg laufen.“ Kein Bedauern, nur die reine Zustandsbeschreibung des wohl Unausweichlichen in einer schlussendlich kleinen Fußballwelt. Schmadtke und Stöger, einst das Traumpaar beim FC, haben sich nicht mehr viel zu sagen.

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