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Wehrle: „Peter Stöger sitzt gegen Schalke auf der Bank“

Der 1. FC Köln hat sich entschieden – zumindest vorerst. Peter Stöger bleibt in dieser Woche Trainer der Geissböcke. Das hat Alexander Wehrle bestätigt. Wie es weitergeht, ist dagegen unklar. Eine perspektivische Entscheidung hängt an der Sportchef-Suche.

Köln – Nach der neuerlichen Niederlage gegen Hertha BSC am Sonntag (0:2) hatten sich die Verantwortlichen noch am Abend im Haus von Präsident Werner Spinner zu einer Krisensitzung getroffen. Anwesend waren neben Spinner die Vize-Präsidenten Toni Schumacher und Markus Ritterbach, Geschäftsführer Alexander Wehrle, Sportdirektor Jörg Jakobs, die beiden Mitgliedersrats-Vorsitzenden Stefan Müller-Römer und Carsten Wettich sowie der Aufsichtsratsvorsitzende Lionel Souque.

Sportchef-Suche verhindert perspektivische Entscheidung

Das Ergebnis: Der FC hält vorerst an seinem Trainer fest. „Peter Stöger wird die Mannschaft auf das Wochenende vorbereiten und gegen Schalke auf der Bank sitzen“, sagte Wehrle. Über dieses nächste Spiel am kommenden Samstagabend auf Schalke wollen die Verantwortlichen aber keine Jobgarantie aussprechen. Nach GBK-Informationen klärt Köln aktuell mögliche Alternativen auf der Trainerposition ab. Dann will man entscheiden, wie es bis zur Winterpause weitergeht.

Vor allem aber steht die Hängepartie um den Österreicher in Verbindung mit der Fahndung nach einem neuen Sportchef. Auf der Suche nach Lösungen aus der Krise sind dem Präsidium und der Geschäftsführung aktuell zumindest teilweise die Hände gebunden. Zwar verneinen die Verantwortlichen, in der Trainerfrage vom neuen Manager abhängig zu sein. Dass die beiden Entscheidungen allerdings zusammenhängen, liegt auf der Hand. Zuletzt hatte man gehofft, sich zügig mit Horst Heldt von Hannover 96 einig werden zu können. Der Deal steht nun aber stark infrage (mehr dazu hier). Hätte man den Wunschkandidaten schnell präsentieren können, wäre auch perspektivisch eine Entscheidung pro oder contra Stöger gefallen. So müssen sich die Geissböcke aktuell von Woche zu Woche hangeln.

41 Kommentare
  1. Jann Venherm
    Jann Venherm says:

    Ich finde so langsam sollte man sich grundsätzlich entscheiden!

    Entweder den Peter entlassen und ja was eigentlich … Da kann auf die Schnelle gar nichts besser werden …

    Oder eine (notfalls 2.Liga) Job Garantie aussprechen und weiter machen (mit etwas weniger Druck) aber gleichen Chancen … und wenns Richtung 2.Liga geht einfach mal viel mehr die Jungs spielen lassen anstatt die Herren …

    Ich bin für Variante 2! Spürbar anders! und wer wenn nicht wir können den Klassenerhalt auch in einer Halbserie erreichen?

    • Ali Perez
      Ali Perez says:

      Und was ist dann der nächste Schritt? Unbefristete Verträge für alle?

      Gestern haben biedere Berliner gewonnen. Die mussten sich noch nicht mal anstrengen. Wenn man PS eine Jobgarantie auch bei Abstieg ausspricht, ist die Professionalität der Verantwortlichen in Frage zu stellen. Und ihr Fußballsachverstand auch.

    • CCAA
      CCAA says:

      seit letzter Saison tut man so, als ob der Abstieg in die 2. Liga ein lästiges Nachsitzen mit sofortiger Aufstiegsgarantie und „alles besser“ usw. wäre.

      Was denn, wenn man absteigt und in der 2. Liga verbleibt? Was genau gibt uns denn die Sicherheit, dass der sofortige Aufstieg erfolgen wird? die Arbeit des Vorstandes? Irgendwie glaube ich da nicht mehr dran.
      Nicht zu vergessen, dass uns vermutlich bei Abstieg eine Menge Spieler verlassen werden. Das bedeutet, dass man in Liga 2 erst einmal neu aufbauen darf.
      Die derzeitigen Verantwortlichen zeigen gerade hervorragend auf, dass sie hierzu nur bedingt in der Lage sind.

      Abstieg ist und bleibt ein Desaster, welches man verhindern sollte.
      Sich jetzt schon hiermit abzufinden erscheint mir sehr fahrlässig.

      Ich vermisse die Zeiten, als die FC-Verantwortlichen bei weniger schlechten Leistungen als derzeit eine Menge Gegenwind bekommen haben.
      Aber ich finds gut, dass die Familien das Stadionerlebnis in vollen Zügen genießen können….

  2. Helmut Klöckner
    Helmut Klöckner says:

    Bekommt der Vorstand vom FC denn überhaupt nichts geregelt? Die Suche nach einem neuen Sportchef versemmelt der Dampfplauderer Schumacher mit seinem vorlauten Gequatsche.

    Und die Trainerfrage ist auch schon viel zu lange hinausgezögert worden. Herr Stöger erreicht seine Mannschaft nicht mehr. Er hat keine Ideen und kann vor allem die Mannschaft nicht mehr motivieren. Wenn man gestern das Interview mit PS nach der Hertha-Schlappe gesehen hat, dann hat man doch deutlich erkennen können, wie es um den Trainer bestellt ist. Völlig apathisch und orientierungslos.
    Wie soll diese traurige Gestalt die Mannschaft noch zur Leistung anspornen?

    Es wäre heute nun wirklich die letzte Gelegenheit gewesen, diesem Trauerspiel ein Ende zu setzen. Und Wenn Herr Stöger noch etwas Charakter hätte, wäre er schon von selbst gegangen. Er muss doch auch selbst erkennen, dass er in Köln nichts mehr bewegen kann.

  3. Detlef Lodenkämper
    Detlef Lodenkämper says:

    Wenn wir auf Schalke nicht 0:4, sondern nur 1:2 verlieren, darf Stöger noch ne Woche dranhängen, und so weiter. Stöger wird sagen: „Wir sind doch nur 3 Siege vom rettenden Ufer entfernt.“ Und die Bosse nicken, anstatt mal die Bundesligastatistik und den Taschenrechner zu bemühen. Da werden sie sehen, dass der Gang in die 2. Liga so gut wie sicher ist. Wenn die Truppe weiter so spielt wie gestern gegen Hertha, sind es am Ende der Rückrunde mindestens 13, 14 Punkte Rückstand. Spinner, Tünn und Wehrle machen den Klub lächerlich. Und genau deshalb ist Schmadtke weg, er wollte den Trainerwechsel, als es noch Sinn gemacht hätte. Jetzt ist der Zug abgefahren. Paderborn, wir kommen!

      • Hermann
        Hermann says:

        Diesem Thema hat sich hier schon jemand anderes vor einiger Zeit angenommen.
        Letzte Saison haben wir aus 34 Spielen 49 Punkte geholt. Das ist ein Punktedurchschnitt von ca. 1,44
        Wollten wir diese Saison auf 40 Punkte kommen (wobei niemand weiss ob man 40 Punkte braucht um in der Liga zu bleiben) bräuchten wir aus den verbliebenen 21 Spielen 38 Punkte. Das wäre ein Punktedurchschnitt von ca. 1,81. Wir müssten ab sofort eine bessere Punkteausbeute einfahren wie letztes Jahr. Ist wohl eher nicht zu erwarten.

  4. OlliW
    OlliW says:

    Für einen „Feuerwehrmann“ zwecks Erstligaverbleib ist der Zug auch abgefahren. Nur ein sportliches Wunder kann den FC bis Weihnachten noch in eine halbwegs zuversichtliche Perspektive und Reichweite zum 16. Platz bringen. Es ist leider extrem unwahrscheinlich. Denn dieses Wunder hätte die Gestalt von am Ende 10 Zählern (folgend zwei Heimsiege und je ein Punkt bei S04 ! und Bayern !) sowie der Voraussetzung, dass die Konkurrenz erneut arg strauchelt. Die Nordlicher haben sich leider wohl gefangen, und auch Frei- wie Wolfsburg kommen momentan sicher nicht, um Punkte in Müngersdorf zu lassen. Allesamt treten kompakter, sicherer und spielstärker auf als unser geliebter FC.

    8 Punkte?! Ab nächster Woche müsste dafür per Knopfdruck auf einmal ALLES stimmen, was seit Juli nicht stimmt: Her mit der Spielstärke, mehr Passsicherheit, druckvollere Offensive, solide Defensive, stabiles Mittelfeld, zwingende Abschlüsse, gefährliche Standards, Giftigkeit, und das mit den noch verbleibenden und bitte! formstarken Stammkräften, dazu junge Wilde, die Schwung und Frechheit ins Spiel bringen und den Unterschied machen können. Passend müssten alle kommenden Gegner idealerweise mit schwachen Tagen auftreten, gerne mal unglücklich agieren, dazu der FC Glück, Glück und nochmals Glück haben, sowie keine zweifelhaften VAR-Entscheidungen mehr gegen den FC passieren.

    Mal ehrlich: Wie realitsisch ist das!?

    In dieser Summe und Konsequenz – wo soll das bitte im Laufe der kommenden Woche alles hergezaubert werden?! Auch ein neuer Trainer kann das nicht vor der Winterpause reparieren und der Mannschaft irgendwie kosmisch „einhauchen“.

    Die Realität: Im Kader werden die gleichen Leute stehen wie gestern, zuzüglich Sörensen. Weitere neue wie alte Verletzte sind dabei nicht ausgeschlossen, leider eher zu erwarten. In Belgrad zum Beispiel. Eine passende Verstärkung, die gleich zündet ist durch neue Transfers erst im Januar möglich. Rückkehrer von Risse über Maroh bis Hector (idealerweise in Bestform!) ebenfalls.

    Das alles vor Augen lässt einen realistisch nur an die zweite Liga denken. Sollte der FC mit nur 5 oder 6 (oder 2?) Punkten in die Weihnachtsferien gehen, dann war’s das allerfinalstendgültig! Dann sollte man die Rückrunde nutzen, um einen starken Zweitliga-Kader aufzubauen, der das Potenzial für den direkten Wiederaufstieg hat. Das kann ein neuer Trainer, das kann aber auch gut mit Stöger geschehen. Denn das scheint er ja zu können (nachdem wir ja auch hier immer wieder lernen, dass er die 1. Liga „nicht kann“ – trotz drei starker Spielzeiten ohne Sorgen im Oberhaus in Folge.)

    • Ali Perez
      Ali Perez says:

      So, wie wir zuletzt in der Liga aufgetreten sind, haben wir bis zur Winterpause 2 oder 3 Punkte. Mit einer Niederlage gegen Schalke und einer Niederlage gegen Freiburg sind wir zwar noch nicht rechnerisch abgestiegen, aber wir sind es psychologisch. Und das am 15. Spieltag. Der Rest der Liga spielt dann nur noch 17 Plätze aus. Wir sind mieser als Darmstadt letzte Saison; wir können noch nicht mal Standardtore erzielen, um etwas mitzunehmen.
      Ich glaube kaum, dass man einen Trainer, der einen solchen Niedergang mitzuverantworten hat, einen Neuanfang gestalten lassen wird bzw. darf.
      Alle, die PS weiter die Stange halten wollen, sollten sich klar machen, dass dieses Festhalten nichts mehr mit Wettbewerb zu tun hat. Wir schenken sinnlos Spiele weg. Sehr wahrscheinlich, um den neuen Sport-Geschäftsführer nicht vorzugreifen. Vielleicht aber auch, weil PS immer noch Fürsprecher hat.
      Beides ist Irrwitz.

  5. Matthias Wiegand
    Matthias Wiegand says:

    ….es ist aktuell einfach nur noch peinlich…ich kann mich gerade vor Hohn und Spott nicht mehr retten der auf mich einprasselt…und der verein tut alles dafür das es so bleibt…mit 100.000 Mitgliedern…mit 50.000 Zuschauern pro Heimspiel pünktlich zum 70. Jubiläum in die 2.liga…“ruhe in frieden Hans und sei froh das du die diese Scheisse Woche für Woche nicht mehr reinziehen musst“!!! FC…..Absteiger und Lachnummer der Nation
    @Tasmania Berlin: Habt keine Angst, wir lösen Euch bald, als schlechteste Mannschaft die jemals eine Buli-Saison gespielt hat

  6. NICK
    NICK says:

    Absolut unverständlich. Man hätte Ruthenbeck ran lassen sollen, dann hätte man gesehen, ob ein Trainerwechsel Einfluss auf die Leistung und Spielweise der Manschaft nimmt oder nicht…der neue GF-Sport könnte immer noch im Winter „seinen“ Trainer verpflichten, wenn Ruthenbeck keinen Erfolg hat, aber ein paar Spiele hätte man ihm als Chance schon geben müssen…ob ein Trainerwechsel wirklich was bringt kann keiner sagen…aber man muss es in unserer Situation versuchen. Wir haben 2 Punkte nach 13 Spielen, wer glaubt denn noch wirklich das es in dieser Konstellation noch besser wird?!

  7. NICK
    NICK says:

    Toni Schumacher plauderte ja am Sonntag im Doppelpass noch weitere Interna aus…u.a. zu Schmadtke der gehen wollte weil „er sich nicht mehr handlungsfähig sah“ Das kann eigentlich nur heißen, Schmadtke wollte Stöger rauswerfen und man hat es ihm untersagt, jetzt hat man keinen Sportgeschäftsführer mehr und niemand traut sich Stöger raus zu werfen…es wird doch nicht besser unter ihm…Ich hab echt keinen Bock mit Stöger nach Schalke und Belgrad zu fahren, so gibt das doch garantiert nix. Mit Ruthenbeck oder irgendjemand anderem hätte das doch wenigstens einen kleinen Hoffnungsschimmer bei uns Fans und auch der Mannschaft ergeben…es ist zum Kotzen, nein mittlerweile zum Heulen, immer „weiter so“…

    • Detlef Lodenkämper
      Detlef Lodenkämper says:

      Ja, es ist wirklich unglaublich, dass Schumacher & Co. sich mehr Herrn Stöger verpflichtet fühlen als den 100 000 Mitgliedern und Millionen Fans. Andererseits kann ich mir vorstellen, dass man sich inzwischen einige Trainerabsagen eingehandelt hat, weil es sich keiner mehr zutraut, den Effzeh in der Liga zu halten.

  8. Max Dresbach
    Max Dresbach says:

    Es ist zum Heulen! Ich hätte nicht gedacht, dass uns „die alten EffZeh-Verhältnisse“ so schnell wieder einholen – wie konnte das nur passieren?

    Noch was: Es wird ja häufig vom „Freiburger-Modell“ gesprochen, aber davon ist der EffZeh leider meilenweit entfernt. Wenn man sieht, mit welchen Mitteln „die“ auskommen und das dann mit „unseren“ Möglichkeiten vergleicht…

    Es ist so bitter!

  9. Mike
    Mike says:

    Die hier schon mehrfach geäußerte Vorstellung, dass, wenn wir mit Herrn Stöger in die 2. Liga gehen und wieder ganz von vorne anfangen, dann alles gut wird und wir direkt wieder aufsteigen, halte ich für sehr gewagt:
    • Es wird dabei immer wieder Freiburg als positives Beispiel angeführt, aber genauso gut könnte man Kaiserslautern als negatives Beispiel anführen, die jetzt eventuell vor dem Abstieg in die 3. Liga stehen.
    • Ob ein Timo Horn, Heintz, Hector, Risse oder ein Bittencourt im nächsten Sommer mit in die 2. Liga gehen, möchte ich doch stark bezweifeln und dies macht einen direkten Wiederaufstieg nicht wahrscheinlicher.
    • Es ist ja nicht so, dass wir mit allem, was Herr Stöger in den letzten vier Jahren gemacht hat, einverstanden waren und dass alles nachvollziehbar war. Und das wollen wir jetzt wiederholen? Herr Stöger hat unbestritten sehr viel für diesen Verein geleistet, aber wenn eine Ära zu Ende ist, muss man das akzeptieren!

    Ja, die Situation ist ziemlich verfahren, die Karre steckt echt tief im Dreck und mit jeder weiteren Woche, in der keine Entscheidung getroffen wird, wird es immer schwieriger – man könnte meinen, dass Herr Schmadtke dies basierend auf seinen Erfahrungen vorhergesehen oder zumindest geahnt hat. Schade, dass man anscheinend nicht auf ihn gehört hat (leider Schnee von gestern!).

    Trotzdem ist es zu befürworten, dass jetzt Herr Spinner versucht, auf einer breiteren Basis die Möglichkeiten und die weitere Vorgehensweise auszuloten bzw. zu besprechen. Da nicht zuletzt zu befürchten ist, dass es einigen Entscheidern in dieser turbulenten und unübersichtlichen Situation schwer fallen wird, einen klaren Kopf zu behalten und sich nicht von außen beeinflussen bzw. vor den Karren spannen zu lassen.

    Ich kenne nicht den aktuellen Stand der Verhandlungen hinsichtlich Trainer und GF-Sport, aber fundamental wichtig scheint mir schon, dass das GF-Duo passen muss. Ob man allerdings mit der Trainer-Entscheidung solange warten kann, bis ein GF-Sport gefunden worden ist (das mit Herrn Heldt wird – wenn überhaupt – wohl länger dauern), wage ich zu bezweifeln.
    Denn ich denke, es kann jetzt NICHT darum gehen, erst zur Winterpause einen Trainer zu finden, damit er nicht in den nächsten Spielen „verbrannt“ wird und die Winterpause als Aufbauzeit nutzen kann – DAS REICHT NICHT -, SONDERN es muss ein Trainer gefunden werden, der ab sofort PLUS Winterpause die Zeit bekommt, mit den verbliebenen Spielern PLUS späteren Wintereinkäufe eine NEUE Mannschaft aufzubauen.
    Profil: kann Abstiegskampf, kann junge Spieler einbauen, kann Motivator, kann Taktik und kann langfristige Entwicklungsarbeit – und dann gehen wir ins neue Jahr und schauen mal was bis zum Saisonende für unseren Verein noch drin ist – am Ende wird zusammengezählt !

  10. Karl Heinz Lenz
    Karl Heinz Lenz says:

    Der FC ist nicht Freiburg. Freiburg ist eine im Vergleich zu Köln ruhige, beschauliche Stadt mit einem Fußballverein, der über ein ruhiges, beschauliches Umfeld verfügt, das nicht erwartet, dass der Klub unbedingt in der ersten Liga spielt. Vom eigenen Selbstverständnis her fühlt Freiburg sich auch in der zweiten Liga zuhause – und freut sich, wenn es denn auch für die Bundesliga reicht. In Köln ist das doch ganz anders. Ein Verein mit einer Riesentradition. In jeder der drei Weltmeister-Mannschaften von 1954, 1974 und 1990 standen ein oder sogar mehrere Spieler des FC im Endspiel. Selbst 2014 war ein zumindest gefühlter Kölner, unser Poldi dabei, wenn auch mehr auf der Ersatzbank. Das ist etwas ganz anderes als Freiburg. Was ein Abstieg hingegen für den FC bedeutet, zeigten die Szenen nach dem letzten, dem fünften Abstieg im Kölner Stadion. Das war über alle Maßen bitter und brachte den FC an den Rand des Abgrunds. Mich wundert, wie manche heute einen erneuten Abstieg, den sechsten, sich in ruhiger Gemütsverfassung vorstellen können. Trotz des vielen Geldes, das der FC angeblich hat, wäre ein erneuter Gang in Liga 2 doch ein Desaster, das den Klub wirklich heftig treffen und das (überwunden geglaubte) Image einer Fahrstuhlmannschaft und eines sympathischen, aber nicht wirklich ernst zu nehmenden Vereins zementieren würde.

  11. OlliW
    OlliW says:

    Also ich will es absolut (noch) nicht wahrhaben, dass der FC absteigt! Die Vorstellung allein versaut mir die Stimmung permanent. (Und das bei immer trüben Aussichten und dem nicht enden wollenden Dreckswetter seit Wochen!) Ich will keine Zweite Liga und hab mich auch noch nicht damit abgefunden. Ich halte es nur für ein mittlerweile sehr realistisches Szenario, das man im Kopf haben muss auf allen Seiten und mit dem man im wahrsten Sinne rechnen solle. Wenn wir heuer acht Punkte hätten, wäre das immer noch arg wenig, aber es sähe alles viel besser aus, perspektivisch mit dem 1.-Ligaverbleib. Der FC wäre dran. Is aber nich.
    Insofern muss man sich fragen: Wo soll die Wende her kommen?! Und wir und mit wem? Es ist alles hypothetisch. Vielleicht erleben wir den dritten Sieg auf Schalke in Folge. Allein ich glaub nicht dran. Ich mag Stöger wirklich. Ich würde alles mitmachen. Wenn ein neuer Trainer den FC oben hält, okay, her damit, sofort. Wenn es nötig wird für drei, vier frische Topleute im Januar eine neue Anleihe oder Schulden zu machen, ich bin dabei! Man sollte alles versuchen!

    Nun ja. Entschieden wird ggf. am letzten Spieltag im Mai. Und dann wäre Platz bei 16 aus heutiger Sicht alles noch halbwegs mal gut gegangen.

    • Ali Perez
      Ali Perez says:

      Man muss alles versuchen, um eine Trendwende zu erreichen!!! Selbst wenn es am Ende dann doch nicht mehr reichen sollte. Das Gerede vom Abschenken der 1. Liga und vom Vorbereiten auf die 2. Liga, um dann in der Folgesaison direkt wieder aufzusteigen, ist doch reines Wunschdenken und kein Stück realistischer. Mal abgesehen von der Außenwirkung, dem kompletten Kader einen Persilschein für den Abstieg auszustellen. Das hätte nichts mehr mit Leistungssport zu tun.

  12. Horst Simon
    Horst Simon says:

    Nach dem Spiel in Schalke sollte Ruthenbeck oder Pawlak die Mannschaft bis zum
    Ende der Hinrunde betreuen.
    Bis dahin dürfte wohl ein neuer Manager gefunden sein.
    So hätte man auch noch Zeit, gemeinsam mit dem Manager einen neuen Trainer
    zu verpflichten.
    Es macht wirklich keinen Spaß mehr, sich das Spiel des Effzeh anzusehen.
    Verkehrt wäre es auch nicht, wenn dem Vorstand ein sportlicher Berater zur Seite
    stehen würde, damit in Zukunft grobe Fehlgriffe (Cordoba) bei den Transfers vermieden werden.

  13. ralf brostewitz
    ralf brostewitz says:

    …vielen kommentaren kann man durchaus zustimmen und auch vielen “ expertenmeinungen “ aus den medien – nur was mir bisher fehlt das irgendeiner mal eine klare alternative zu peter stöger aufzeigt !? wenn der effzeh besseren fussball spielen soll brauchts auch einen trainer wie z.B. nagelsmann, tuchel, tedesco, hasenhüttel, schmidt roger, anfang, beierlorzer etc. , nur welcher davon ist für den effzeh finanzierbar und welcher von denen würde sich das überhaupt antun !??
    dazu brauchts auch noch einen sportdirektor mit fussballverstand und gutem netzwerk der transfers optimal abschließt ! all das kann ich in unserer jetzigen situation aber nicht erkennen ! es ist einfach nur sehr schade das wir wieder in den alten trott zurück fallen, für mich begann das ganze mit dem abgang von mavraj und dem versagen von schmadtke bei den transfers der letzten 1 – 2 jahre !

  14. Dieter Verl
    Dieter Verl says:

    Ich verstehe sehr gut den Unmut vieler Kommentatoren, allerdings befürchte ich, dass das alles nicht so einfach ist mit dem „Trainierwechseln und schon gewinnen wir wieder!“. Wenn es so ist, gerne! Und wer von euch legt die Hand dafür ins Feuer?!

    Cordoba ist im Übrigen für die Hälfte des Geldes von Modeste gekommen – sprich, er kann auch nur die Hälfte bzw. weil er wesentlich jünger ist und das Potenzial auch noch im Preis inbegriffen ist, kann er bislang eigentlich nur wenig – nämlich 5 Saisontore. Es war dumm von JS die Mannschaft im Mittelfeld nicht entscheidend zu verstärken.

    Vielleicht wartet man gerade auch auf Favre.

    Wenn wir mit der 2. Liga kalkulieren – so sehen wir uns dort als Aufsteiger Nr. 1. Wäre schön, wenn das Fundament dafür bald stehen würde.

    • Michael H
      Michael H says:

      Zum ersten Teil: statistisch gibt es keinen signifikanten Impuls nach Trainerwechseln. Aber: kann es noch schlimmer kommen?

      Zum letzten Teil: als direkter Aufstiegsaspirant würde man ins Rennen gehen. Aber momentan habe ich eher Angst davor, dass wir durchgereicht werden, falls Stöger Trainer bleibt. Nicht, weil er total inkompetent wäre, sondern weil wir uns in einer Abwärtsspirale bewegen, die mit Stöger nicht aufzuhalten ist.

  15. Klaus Thelen
    Klaus Thelen says:

    Hallo Ralf, kanntest du etwa alle Trainer, die Du aufgezählt hast oder hast vermutet, dass es alles Toptrainer sind? Mit Sicherheit nein. Aber eins ist doch gewiss: Einen größeren Sch…. als unter Stöger würde kein No Name Trainer hinbekommen. Aber das Wichtigste daran wäre, dass der Neue erstmals die Luschen wie Jojic und Lehmann in Rente schicken würde. Und mir ist es vollkommen egal, wenn dann eine U 17 auf dem Rasen stehen würde!

  16. Michael H
    Michael H says:

    27. November 2017: Stöger wurde nicht entlassen.

    Warum?
    a) der Vorstand findet nach wie vor, dass Stöger ganz großartig zur Stadt und Verein passt und sie sind der Meinung, dass von ihnen ohne Erfahrung niemand Stögers Qualitäten hinterfragen kann.
    b) Es hagelt Manager- und Trainerabsagen.
    c) Man möchte bis nach dem Schalke-Spiel warten, um dann den vielzitierten Impuls gegen Freiburg mitnehmen zu können.

    Zu a) bis vor ein paar Tagen hätte ich diese Option gewählt. Aber so realitätsresistent kann ja nun wirklich nicht jeder der gestrigen Diskussionsteilnehmer sein. Wenigstens von den Vertretern von Mitglieder- und Aufsichtsrat könnte man ja schon irgendwo erwarten, dass sie eine andere Sicht der Dinge haben (und falls nicht, brauchen wir dringend einen neuen Mitgliederrat – und Hauptsponsor).

    Zu b) wir reden uns doch seit Jahren ein, wie toll der Image des FC ist und wie sehr man nun wieder respektiert wird. Aber ist es nicht so, dass es mit dem Image nicht erst seit gestern (buchstäblich) bergab gegangen ist, sondern mindestens schon seit dem Sommer? Wir reden hier von Manager- und Trainer-Kandidaten, die Erfolg nachweisen können und das Geschäft kennen. Die werden sich doch zuallerst fragen, ob Sie mit den handelnden Personen zurechtkommen und ob die existierende Kultur eine für sie ist. Ein, sagen wir mal, Tuchel, würde doch nie und nimmer zum FC kommen. Ein Heynckes ebensowenig. Ein Nagelsmann eher auch nicht. Ihre Persönlichkeiten passen einfach nicht zum FC und zu Köln. Und jeder Manager, der was auf sich hält, wird im Zweifel mal bei Schmadtke nachfragen, was denn da so ablief. Was wird er hören? Vermutlich, dass der Vorstand keinen Schimmer von Fußball und keinen Hintern in der Hose hat. Möchte man für solch einen Verein arbeiten – oder sich gar abwerben lassen und eine vielleicht schwierige, aber machbare Situation aufgeben? Und dann gibt es noch die zunehmende Unprofessionalität im medialen Umfeld und die sehr ernste sportliche Krise. „Nee, lass mal“, werden sich die fähigen Kandidaten sagen.

    c) das würde tatsächlich Sinn machen, wäre aber der Öffentlichkeit wie auch den eigenen Mitarbeitern (inklusive Spielern) nur schwer (bis gar nicht) zu verkaufen.

    Fazit: mir gehen die Ideen aus, warum Stöger heute nicht entlassen wurde. Ich weiß nur eines: es war ein Fehler.

  17. Andreas Bartelmes
    Andreas Bartelmes says:

    Drei Gründe für die Misere:
    + Spielereinkäufe schlagen nicht ein
    + Stammspieler teilweise außer Form
    + Verletzenliste

    +Spielsystem wird mehrmals hinterfragt
    + Manager weg

    Ein Kartenhaus, welches binnen weniger Monate zusammenbricht.

    So schnell sind wir verletzbar, im Grunde genommen stehen alle Zeichen für die Liga 2. Das sogenannte rettende Ufer rückt immer weiter weg. Bei uns ist keine Besserung in Sicht.

    Wir spielen so schlecht, da hätten wir selbst in Liga 2 enorme Probleme. Oder sollten wir besser als Kaiserslautern oder Dresden sein?

    Liegt es am Trainer, an den Spielern ?? Die Verantwortlichen müssen entscheiden, wir können sowieso nichts ausrichten. Irgendein Plan wird wohl dahinter stecken. Der neue Manager bringt einen neuen Trainer und der bringt neue Spieler – oder so ähnlich. Unsere Meinung können wir äußern, ändert aber dennoch nichts.

  18. Dieter Verl
    Dieter Verl says:

    Ich habe keine Lust mehr auf die Argumentationen, dass „es mit einem Neuen auch nicht schlimmer werden kann“ und das PS Schuld oder unfähig wäre.

    Ich möchte an etwas Positives glauben können! Ich möchte, dass da ein Trainer, ein Sportdirekter und ein Team steht und spielt – bei dem ich wieder das unendliche Vertrauen spühre, dass alles gut wird, so wie es lange mit dem Team PS, JS plus Mannschaft war!

    Das ist ein DILEMMA! Dort draußen ist erstmal keine personifizierte Hoffnung. Jegliche Hoffnung – bei dem ganzen Neuen – besteh in dem Ansatz, dass sie es über Arbeit irgendwie schaffen. Dass die Spielerköpfe auf einmal wieder anders Ticken und sie mit der Dynamik eines Ouahim spielen – nur eben auf einem echten Bundesliganiveau.

    Das Arbeiten kann man PS nicht absprechen! Dass die Mannschaft im Kopf platt ist, ist nicht die Schuld eines einzelnen Menschen. Es muss einfach eine gute Lösung her. Nur, wenn man, was weiß ich, Patrick Helmes an die Seitenlinie stellt, wird das nicht per se zu Erfolg führen. Wenn man 12 Wochen in einem Team Misserfolg hatte, kann der „Impuls“ auch einfach plötzlich kommen. Gegen Bate waren sie am Ende alle einfach platt und umarmten sich. Keine Ahnung, wie man mit 2 Punkten agieren muss. So eine Situation gab es ja noch nie.

    • Michael H
      Michael H says:

      Mir ist diese Situation auch alles andere als lieb. Aber schauen Sie sich doch mal Stöger an, wie er sich Woche für Woche in Interviews verhält und wie er physisch wie mental immer weiter in sich zusammensackt. Er sieht aus wie jemand ohne Funken Hoffnung und er spricht wie jemand ohne Funken Hoffnung. Wie soll er denn die Köpfe der Spieler freibekommen, wenn er nicht mal sich selbst unter Kontrolle bekommt? Wäre das anders, würde ich sehr viel weniger vehement seinen Rauswurf fordern.

      Schauen Sie sich die Leistungsentwicklung der Mannschaft in dieser Saison doch mal an. In den ersten Spielen spielten sie noch halbwegs vernünftig. Zumindest teilweise. Aber in den letzten drei oder vier Spielen, spätestens nach Rückstand, aber in der Regel von Anfang an, spielt die gesamte Mannschaft grottenschlecht (meine Definition: Abstiegskandidat in Liga 2). Dafür gibt es viele Gründe, aber die Verantwortung trägt vor allem eine Person: der Trainer.

      Die einzigen Spieler, die im Ansatz überzeugen konnten in den letzten Spielen, waren diejenigen, die neu dabei sind (Amateure) oder in sich gefestigt sind (Pizarro). Das sind diejenigen, die sich von der Hoffnungslosigkeit Stögers noch nicht vollständig haben benebeln lassen.

      PS: das ist für mich auch der Grund, warum man sich früher mit Kritik am Trainer zurückgehalten hat. Die wollen ihm halt nichts böses. Aber mittlerweile haben zumindest Horn und Lehmann eingesehen, dass es mit Stöger keine Rettung mehr geben wird. Und vielleicht auch, dass der Rücktritt für Stögers Innenleben das beste wäre.

  19. Alf Krispin
    Alf Krispin says:

    Wie man es dreht und wendet, es ist und bleibt ein Umstand den nicht ein einzelner hervorrufen kann sondern der ganzen Verein einen Anteil daran trägt. Glaube aber trotzdem, dass Schmadtke die größte Teilschuld trifft. Eine Mannschaft vier Jahre lang nicht wirklich zu verbessern um wieder BL-tauglich zu machen ist der pure Wahnsinn. Spieler die beim FC auf der Gehaltsliste stehen haben großteils keine Berechtigung in der 1.BL zu spielen. Die paar Brauchbaren sind bereits monatelang verletzt und nicht einsatzbereit und auch die Unbrauchbaren bleiben vom Verletzungspech nicht verschont. Ein Trainer ohne geeignete Spieler kann auch keine Siege aus dem Zylinder zaubern, wünsche Stöger aber bei einem Rücktritt endlich einen Verein in dem das Niveau der Mannschaft nicht so erschreckend schwach ist wie derzeit beim FC. Stöger hat sich zu lange den eingekauften Mist von Schmadtke andrehen lassen und muss möglicherweise dafür jetzt die Rechnung bezahlen. Ich würde ihm raten, so wie Schmadtke einfach hinzuschmeißen und die nächste „arme Sau“ finden zu lassen!

    • Michael H
      Michael H says:

      Also so schlecht waren bspw. Heintz oder Modeste jetzt auch nicht.

      Vielleicht sollten Sie zudem auch realisieren, dass ohne die Zustimmung/aktive Forderung eines fest im Sattel sitzenden Trainers, und insbesondere Stögers in Köln, kaum ein Transfer getätigt wird. Das werden schon fast alles Stögers (finanzierbare) Wunschspieler gewesen sein, die in den letzten 1-2 Jahren geholt wurden. Wer das nach wie vor nicht glaubt, soll sich nur mal Stögers Aufstellungen anschauen, als nicht so viele Spieler verletzt waren.

      Unglaublich, wie wenig manche von den Realitäten im Vereinsmanagement verstehen, sich aber anmaßen, die Situation beurteilen zu können.

  20. Michael H
    Michael H says:

    Nur kurz: scheint so, als ob der Express nun umschwenkt. Der heutige „Burnout“ Kommentar listet die hier in der letzten Zeit diskutierten Probleme mehrheitlich auf und beinhaltet Einschätzungen wie „Selbstreflexion? Fehlanzeige!“, „Extreme Form der Selbstüberschätzung“ und erklärt, dass Spinner seinen Job nicht macht und Schumacher nicht mehr als eine Identifikationsfigur sein kann.

    Stöger kommt recht glimpflich weg, aber im Prinzip auch nur, weil so ziemlich jeder andere abgewatscht wurde und man sich wundert, warum Stöger überhaupt noch im Amt ist.

    (habe den Artikel nicht verlinkt – bin mir nicht sicher, ob das hier gern gesehen ist)

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