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„Niveaulos!“ Hat Schumacher den Heldt-Deal ruiniert?

Schumacher ruiniert Heldt-Deal

Der 1. FC Köln hat sich öffentlich blamiert und das Rennen um Horst Heldt von Hannover 96 wohl verloren. Toni Schumacher schoss am Sonntag in einem Interview über das Ziel hinaus und hat wohl einen Schaden hinterlassen, der größer sein könnte als die Absage des Wunschkandidaten für den Posten des Sportchefs.

Köln – Was hat er sich dabei nur gedacht? Toni Schumacher stand am Sonntag vor der Partie des Effzeh gegen Hertha BSC (0:2) bei „Sky“ Rede und Antwort. Dabei äußerte sich der Vize-Präsident auch zur Frage rund um Horst Heldt, den Kölner Wunschkandidaten für die Nachfolge von Jörg Schmadtke. „Wir haben natürlich mitbekommen, dass in Hannover in der Führungsriege so einige Dinge nicht stimmen“, sagte der „Tünn“ in Richtung Heldts aktuellem Arbeitgeber. Worte, die wie ein Bumerang sofort zurückkamen.

Niveaulos! Das gehört sich nicht

Noch während des Spiels gab es Kontakt zwischen „Sky“ und Martin Kind, dem 96-Klubboss. Dieser tobte: „Toni Schumacher sollte über Köln reden, damit hat er genug zu tun. Dass er nun über Hannover redet, ist niveaulos. Das gehört sich nicht“, schimpfte Kind. „Mich stört, dass Schumacher über uns redet, dazu noch falsch. Er wäre besser beraten, seine Energie auf die Suche nach einem anderen Kandidaten zu richten. Heldt wird es nicht.“

Eine Aussage mit Knalleffekt! Sollte Kind Wort halten – und das ist bei dem eigenwilligen Präsidenten der Hannoveraner zu erwarten – hat sich die Suche nach einem Sportchef für die Geissböcke verkompliziert. Hat Schumacher mit seinen Aussagen den Heldt-Deal ruiniert? Die FC-Bosse wollten sich am Sonntagabend nicht mehr äußern, weder zur Causa Heldt noch zur Trainerfrage um Peter Stöger (mehr dazu hier). Doch gerade Geschäftsführer Alexander Wehrle dürfte stinksauer auf den Vize-Präsidenten sein, der sich einmal mehr verbal vergaloppiert hat.

Wehrle mit versteinerter Miene

Wehrle wollte Heldt unbedingt als Sport-Geschäftsführer installieren. Der ehemalige Kölner Mittelfeldspieler war Wehrles Wunschbesetzung, schließlich kennen sich die beiden Sportfunktionäre bereits aus Stuttgarter Zeiten. Wehrle war am Sonntagabend zuletzt gesehen, als er mit versteinerter Miene und ohne weiteren Kommentar aus der Pressekonferenz eilte und für keine Fragen mehr zur Verfügung stand. Anschließend traf er sich mit dem Präsidium zu einer Krisensitzung. Dabei ging es neben der Trainerfrage mit Sicherheit auch um Schumachers Sprengstoff-Aussagen und die Folgen.

24 Kommentare
  1. Karl Heinz Lenz says:

    All dem, was in diesem Kommentar geschrieben steht, kann man nur zustimmen. Dass es mit der Mannschaft und ihrem Trainer aktuell nicht klappt, ist schon schlimm genug. Noch schlimmer ist es aber, wenn die Vereinsführung (oder Teile von ihr) am Rad drehen. Denn sie sind die Entscheidungsträger. Deshalb steht das Schlimmste zu befürchten, wenn dort nicht endlich Vernunft einkehrt. Offenbar scheint Alexander Wehrle der einzige zu sein, auf den wir da noch bauen können.
    Neben den wichtigen Personalfragen, die noch ungeklärt sind, muss der FC sich unbedingt und sofort von der Vorstellung lösen, es bestände die Möglichkeit die kommenden 21 Ligaspiele und die kommenden Pokalspiele im DFB-Pokal und in Europa weiter so laufen zu lassen wie bisher, die Saison also jetzt abzuhaken, um dann aus Liga 2 im nächsen Jahr wieder anzugreifen. Abhaken geht nicht! Wenn die Mannschaft, der Trainer und die Vereinsführung weiterhin so ein Trauerspiel bieten, dann ist der FC am Ende der Saison kaputt. Ich habe das in diesem Fan-Forum schon zwei Mal geschrieben, aber meine Befürchtungen sind seitdem nicht kleiner geworden. Ich bin unbedingt für einen Trainerwechsel, auch wenn ein Wechsel zu einem solch fortgeschrittenen Zeitpunkt vielleicht den Abstieg nicht mehr verhindern kann. Aber die Mannschaft muss wieder aufgerichtet werden. Peter Stöger kann das offenbar nicht mehr. Selbst wenn mit einem neuen Trainer der FC am Ende in die Liga 2 gehen müsste, wäre es für den FC unglaublich wichtig, dass die Mannschaft sportlich wieder auf die Füsse kommt und mit erhobenem Haupt von Liga 2 aus wieder angreifen kann. Aber wie es jetzt läuft, ist es einfach nur ein immer tiefer in das Chaos hineinschlittern. Die Spieler dokumentieren das ja auch. Jeder Betriebspsychologe weiß, dass ein hoher Krankenstand darauf hinweist, dass es in dem Betrieb an einem wichtigen Punkt nicht mehr stimmt. Ist das für die FC-Führung denn so schwer zu begreifen?

  2. Pit says:

    Tja, das ist leider alles traurig, aber wahr.
    Schumacher hat scheinbar nur einzigen großen Hohlraum im Kopf…unfassbar.
    Den kann man nur mundtot machen…
    Da sieht man mal, was uns der Schmadtke-Abgang noch alles kostet…
    Das mit der Trainerfrage sehe ich mittlerweile genauso wie mein Vorredner…Stöger muss (leider) weg, da gibt es keine andere Lösung mehr.
    Wir haben noch November und alles ist im Arsch…das kann man kaum realisieren…
    Eben noch London, nächstes Jahr Sandhausen

  3. Ali Perez says:

    Ich kann mich nur wiederholen; ich halte es für unklug, sich zum Spielball von Hannover 96 bzw. Martin Kind gemacht zu haben. Man hätte die Heldt-Gespräche geheim führen und es nicht an die große Glocke hängen sollen. Medialen Druck auf Hannover aufbauen zu wollen, ist weder seriös noch spürbar anders. Eher spürbar s c h e i s s e. Ich sehe es wie der GBK; jeder andere Kandidat wird sich jetzt als Nummer 2 fühlen; da könnte es Absagen geben. Auf der anderen Seite wird aber auch nicht ständig, der Job eines Sport-Geschäftsführers eines Buli-Vereins mit vollen Kassen vergeben. Also keine Panik.

    Es wird Zeit, dass wir in der GF-Sache bald Vollzug vermelden und TS den Mikros wieder fern bleiben darf.

    • Ali Perez says:

      Eins noch: Der Kicker hatte zuletzt vom großen Knall zwischen Andermatt und Heldt bei Hannover berichtet. Da wurde sogar über den Rücktritt Heldts spekuliert. TS hat gestern keine Geheimnisse ausgeplaudert. Es war einfach nur schlechter Stil.

      • Mike Quincy says:

        mal abgesehen davon, dass der Tünn(es) hier in Doppelfunktion (als Schääl) unterwegs war, stellt sich die Frage, ob Heldt selbst bei einem Rücktritt zum Null-Tarif zu haben gewesen wäre.
        Vermutlich hätte/wird Hannover eine solche Aktion, ähnlich wie in einem Unternehmen auch, mit einem im Vertrag vereinbarten „Ausübungsverbot der gleichen Tätigkeit bei einem Konkurrenten“ belegen. Es sei denn der Preis stimmt. Und ob der ohne Schumachers Ansage günstiger gewesen wäre, bezweifle ich.

  4. Jürgen Staubesand says:

    Man kann der Redaktion nur beipflichten. Das Ding mit Held ist ruiniert. Wie man so – mit verblaub -bescheuert auftreten kann wie Schumacher. Der FC ist definitiv wieder in alten Zeiten angekommen. Und ganz offensichtlich wird auch im Präsidium nicht qualitativ gesprochen. Sonst wäre doch mal eine Ansage gekommen wie man mit der Personalie Held umgeht. Man setzt sich in TV und hält sein Gesicht in die Kamera wissentlich wie ein Herr Kind so tickt. Man plaudert Internas aus und wundert sich da da die Replik kommt. Mir fällt hier so langsam wirklich nicht mehr ein. Herr Spinner. Abgetaucht. Das ist unglaublich was die machen. Aber es muss ja nicht weiter wundern wie die Transfer-Aktivitäten speziell des letzten Sommer abgenickt wurden. Fachmann Schumacher. Das Bild das der Club abgibt, ist ein einziges Trauerspiel. Auch Herr Hamann hat mit seinem Statement völlig recht. Alles wird in Trümmer gelegt. Und sonst möchte ich mich der Meinung von Herrn Lenz in weiten Teilen anschließen. Es wird ja nicht besser, wenn alles 100tausend Mal wiederholt wird. Sehr, sehr schade Vorstand. Sind wir eigentlich mit 6 Abstiegen auch Tabellenführer in der Negativ-Statistik? Jürgen Staubesand als wirklich zorniger Anhänger dieses Clubs.

  5. OlliW says:

    Ja, die Art und Weise ist es mal wieder beim Tünn. Eine Niederlage der Diplomatie und der Bedachtheit. Was auch immer an den Unstimmigkeiten in Hannover dran ist. Mit „Wahrheiten“ herauspreschen kennt er sich ja aus – leider aber auch mit den Folgen.

  6. Ali Perez says:

    Ich wiederhole mich gerne: Es wurden gestern keine Interna von TS ausgeplaudert. Der Knall zwischen Heldt und Andermatt ist längst in der Öffentlichkeit angekommen.
    Der Kicker hatte darüber berichtet und über einen Rücktritt Heldts spekuliert.
    Wir können uns hier über schlechten Stil und dämliches Vorgehen TS echauffieren; das war’s.

    • NICK says:

      Der hat doch gestern im Doppelpass die bisher spekulativen 17 Mios für Cordoba mehrfach benannt, zusätzlich den Grundwarum Schmadtke nicht mehr weiter machen wollte „er sah sich handlungsunfähig“…das nenne ich aber schon „Internas“…dann die Aussagen zu Heldt, Kind und Hannover…dann das bescheuerte Argument „Wir arbeiten unsere Kandidaten-Liste nach dem Alphabet ab“…ach Toni…bespasse die Fanclubs…in die Öffentlichkeit hätte man besser niemanden geschickt…

  7. TanteKaethe says:

    Wenn Leuten die direkte Art eines Schuhmachers nicht passt hätten sie ihn nicht in den Vorstand holen dürfen. Und überhaupt sollten sich dann vielleicht auch genau diese Leute im Vorstand evtl. selber mal öfter zur Lage des Vereins vor den Kameras adäquat äußern. Hinzu kommt dass ich nach den Fanprotesten der letzten Zeit gegen K. und seine Art einen Verein führen bzw. Übernehmen zu wollen, den Eindruck gewonnen hatte dieser sei, bei allem Respekt, eher niveaulos. Kann mir da aber leider kein Urteil drüber erlauben da ich die Diskussionen über Hannover und ihrem Vorstand K. nicht wirklich oder nur am Rande verfolgt habe. Denn eigentlich ist mir ein Verein wie Hannover, bei allem Respekt vor deren Leistungen, als FC Fan egal. Einem Verein wie dem FC und da insbesondere dem Tünn Niveaulosigkeit vorzuwerfen belustigt mich auch ein wenig ehrlich gesagt, wenn man sieht was grade vor dieser Saison alleine am internationalen Transfermarkt los war (Transfersummen etc)oder wenn man Aussagen von Spielern anderer Vereine hört das man auf Vereine die am Boden liegen weiter drauf treten sollte. Man könnte die Liste an wirklich niveaulosen Aussagen endlos fortsetzen. Erinner mich auch noch an Aussagen eines noch heute tätigen Managers in der Bundesliga der einem Trainer Drogenkonsum vorwarf und dies in der Öffentlichkeit breit tratt statt vielleicht demjenigen Hilfe anzubieten sein Problem in den Griff zu bekommen. Jahre später sollte dieser ach so niveauvolle Manager selber in den Bau wandern und seine weiße Weste bekam einen Fleck mehr…heute Arbeit dieser ach so tolle Manager wieder für einen „vorzeige“ Verein in der Liga. Diese Liste an so tollen
    „niveauvollen“ Menschen im Fussball könnte man auch fast beliebig fortsetzen. Einem Menschen, der mehr „Stallgeruch“ als alle anderen zusammen im Vorstand hat, dem man vielleicht seine zu ehrliche Art im bezug des Umgangs mit der Presse anlasten kann, jetzt daraus eine Strick drehen zu wollen, ist nun wirklich niveaulos und lächerlich. Überhaupt höre ich immer von allen der FC wäre seit fünf Jahren kein Chaosverein mehr und alles wäre so toll. Nur weil eine Region wie unsere eine andere Art der Krisen und Frustbewältigung an den Tag legt als man es in anderen Regionen Deutschlands vielleicht gewohnt ist und traditionell den Karneval liebt und feiert heißt dies nicht, auch wenn man das ein oder andere mal absteigt, das dieser Verein schlecht geführt wurde und ins lächerliche gezogen werden muß oder dass die Leute im Vorstand den ganzen Tag Karneval feiern und Schunkeln. Abstiege und schlechte Saisons sind schon ganz anderen Vereinen passiert und Siege und Niederlagen gehören zum Spiel halt dazu mal mehr und mal weniger deshalb ist man kein schlechter Verein und deshalb wird dieser auch nicht zwingend schlecht geführt. Ja in den letzten paar Jahren sind wir ein wenig erfolgreicher gewesen, dass ist aber auch alles.

    • Michael H says:

      Schumacher ist in einer Leitungsfunktion in einem mittelständischen Unternehmen. Er hat dem Unternehmen gestern einen massiven Imageschaden zugefügt.

      Das mag man weiterhin durch die rosarote Kölner Brille anders sehen – sollte man aber besser nicht. Quantifizierbar ist dieser Schaden natürlich nicht. Aber dass wir mehr Probleme haben werden, einen Manager zu finden, dass wir mehr Probleme haben werden, gute Spieler im Winter zu bekommen, und dass wir weniger Geld von Sponsoren in den nächsten Monaten erhalten werden durch diese Aussagen von ihm in der letzten Zeit und insbesondere gestern, ist offensichtlich.

      Schumacher ist per se keine Fehlbesetzung, da er vielen Kölnern ein Gefühl der Geborgenheit gibt. Aber man kann ihn doch nicht von Reporter zu Talkshow zu Journalist schicken und in der breiteren Öffentlichkeit den FC vertreten lassen.

  8. Hermann says:

    Wehrle ist offenbar weit und breit der, welcher mit dem meisten Verstand und der meisten Vernunft ausgestattet ist. In seinem Zuständigkeitsbereich sind wir nach wie vor gut aufgestellt. Natürlich auch durch die sportlichen Erfolge die uns in der TV Tabelle weiter nach oben gebracht haben und den Europapokal. Dennoch hat er den FC modern strukturiert und man muss nicht immer mit ihm einer Meinung sein, denn ich denke das er eine treibende Kraft beim Stadionausbau ist und das es ihm sicherlich nicht ungelegen kommt die Option des Anteilsverkaufs partiell in seinen Händen zu halten. Als moderner BWLer ist er auf Wachstum gepolt.
    Dennoch, ich glaube es war unter der Woche (verbessert mich ruhig wenn ich falsch liege), im Fernsehen angesprochen auf Internas hat er kategorisch eine Stellungnahme verweigert und darauf hingewiesen das es bei Vollzug eine Pressemitteilung geben würde. Das man solch ein vorgehen loben muss, zeigt im Umkehrschluss das nicht alle bei uns Profis sind.
    Und wo wir beim Umkehrschluss der Professionalität wären, den man seit gestern auch Toni Schuhmacher nennen darf, muss man lediglich das kleine Einmal Eins der Aussendarstellung beachten. Ungeachtet der Tatsache das die Problemsituation in Hannover bereits mehrfach thematisiert wurde, und selbst wenn die Hannoveraner das von sich aus bereits zugegeben hätten, es verbietet sich jeglicher Kommentar von Mitbewerbern. Das ist, wie Ali Perez sagt, tatsächlich spürbar scheisse.
    Dabei ist es jetzt noch nichtmal allzu relevant ob sich die Chancen bei dem Heldt Transfer geschmälert haben, denn ich denke wir müssen niemanden als heilbringenden Messias ansehen, aber Schuhmachers Geschwafel zeigt auf entsetzliche Weise, nicht nur uns sondern der ganzen Republik, das wir nicht nur ein sportliches Problem haben.

  9. Michael H says:

    Wie schon in einem Kommentar unter einem anderen Artikel geschrieben: schrecklich, wie wenig er vom modernen Fußballgeschäft bzw. respektvollem Umgang miteinander versteht. Kein Wunder, dass er aufs Vorstandsgehalt angewiesen war.

    Andererseits passt das aber auch irgendwie. Die Mehrheit der Entscheidungsträger im Verein (bis auf Schmadtke damals), der Mitglieder und Fans hat monatelang blind hinter Stöger gestanden. Mittlerweile merken so langsam ein paar, dass der FC ein Problem hat. Immerhin etwas.

    Dennoch, wie schon geschrieben wurde: das Problem war und ist anscheinend der Vorstand. Zu Ritterbach kann ich nichts sagen. Aber dass sich Spinner komplett aus der medialen Öffentlichkeit hält, ist inakzeptabel. Egal was für interne Absprachen es gab. Ein Vize ist ein glorifizierter Büromitarbeiter des Vorsitzenden. Nicht mehr und nicht weniger. Dass Schumacher rumtourt und jede Woche was anderes erzählt und dabei mehr und mehr ins Klo greift, ist ebenfalls mindestens inakzeptabel. Letztere Aussagen könnte man durchaus auch als geschäftsschädigendes Verhalten auslegen. Hallo Mitgliederrat? Hallo Aufsichtsrat?

    Ich bin der letzte, der dem Verein – meinem Verein – Turbulenzen wünscht. Ich möchte Stabilität, solide Planung und, ja, von mir aus auch gerne ein wenig Langeweile. Wehrle scheint vieles davon mitzubringen. Schmadtke schien dies intern auch so zu handhaben, aber nach außen hin der Öffentlichkeit zu geben, was man der Öffentlichkeit in Köln geben muss: Entertainment und das Gefühl, „spürbar anders“ zu sein. Aber mindestens einer im Vorstand hat nicht verstanden, dass „spürbar anders“ nur eine Marketingstrategie ist, die die Kölner Mentalität kopiert, um sich von anderen Vereinen abzugrenzen.

  10. Hermann says:

    Es gab gestern ein weiteres Beispiel von fehlendem Niveau bei Schuhmacher. Nämlich bei der Frage nach Schmadtkes Entlassung. Das hat der Schuhmacher sinngemäß so hingestellt: „wenn ein leitender Angestellter dir sagt er sei Handlungsunfähigkeit, muss man sich trennen“ Schuhmacher hat das so hingestellt als sei Schmadtke orientierungslos im Dunkeln herumgeirrt ohne Aussicht den Lichtschalter zu finden. Zum einen hätte der FC sich das heraus posaunen von Gesprächsinhalten sparen können und zum anderen ist die Darstellung schlicht unredlich.
    Dabei ist Schmadtkes Aussage der Handlungsunfähigkeit von Klarheit geprägt. Ohne Transferfenster und ohne die Möglichkeit den bei Fans und Vorstand beliebten Trainer zu entlassen, war er defacto in dem Moment Handlungsunfähig. Es war die Beschreibung des Istzustandes. Schmadtke konnte dem FC zu diesem Zeitpunkt, in dem die Unruhe zunahm, nur noch als Sündenbock dienen um den handelnden Personen Zeit zu verschaffen wieder in die Spur zu finden. Genau so ist es ja dann auch eingetreten. Das Schmadtke aber Recht hatte mit der Aussage (sinngemäß aus dem Kopf) „es hat Fehler bei den Transfers gegeben, dies erklärt aber nicht die 17 Gegentore (zum damaligen Zeitpunkt) und die Stagnation in der fussballerischen Entwicklung“ davon dürften so langsam alle überzeugt sein. So verstehe ich auch die Funkstille zwischen Stöger und Schmadtke. „Hier Peter, ich stelle mich in den Wind und lasse mich für UNSERE Fehler mit Mist bewerfen, damit Ruhe einkehrt und Du weitermachen kannst.“

  11. Michael Kaulen says:

    Entschuldigung, aber lasst doch bitte die Kirche im Dorf. Ich möchte hier nur auf den aktuellen Bericht des Kickers hinweisen, der bereits im September über eine Krise in der Hannover-Führung berichtete. Also was war da jetzt so schlimm an der Aussage von uns Tünn ? Das der gute Herr „Totengräber des Fussballs“ Kind sich mal wieder aufbläht war doch absehbar. Und zu Herrn Schmadtke noch ein zarter Hinweis: Wer bitte, wenn nicht er, trägt die Verantwortung, dass bei einem Budget von 65 (!!!!) Mio. im Sommer 4 (!!!) Verteidiger (Mere, Queiros, Horn und Handwerker) gekauft werden aber für unsere Baustelle Mittelfeld nicht ein einziger. Schaut doch selbst mal bei Transfermarkt in welche Zuständigkeiten welche Transfers fielen. Die Top Transfers hat Jakobs eingetütet, der Schund kam ab 7/2016 doch von Schmadtke (16/17 u.a. Clemens und Rausch zuvor u.a. Heintz, Hector, Sörensen, Bittencourt, Modeste). Wenn ich dann sehe, dass die Vizekusener mit Bailey für schlappe 7 Mio. einen Hammereinkauf getätigt haben, frage ich mich echt, wieso wir das nicht hinbekommen haben. Mein Hauptproblem aktuell mit Stöger ist ein ganz anderes. Wenn man die letzten Saisons revue passieren lässt, dann fällt auf, dass wir nie das Spiel machen konnten (Mittelfeld ?). Aber hohe Bälle auf Modeste und schnelles Umschaltspiel funktionierte prima. Als im Sommer dann Modeste gegangen wurde (absolut okay bei 29 Jahre / 35 Mio) hiess es plötzlich „ja dann müssen halt unsere anderen Stürmer das Toreschiessen übernehmen… Hallo ? Das konnten die doch schon vorher nicht (incl. Cordoba), also was veranlasste die Verantwortlichen zu denken, dass sich dies jetzt ändert. Stöger hätte frühzeitig auf ein anderes System umstellen müssen. Doch er spielt seinen alten Stiefel einfach weiter und wundert sich, dass es nicht klappt. Also lange Rede kurz Sinn: Stöger muss (leider, ich mag ihn als Typ) gehen, damit eine Weiterentwicklung, beginnend in der 2.Liga erfolgen kann.

    • Michael H says:

      Horn und Handwerker wurden prinzipiell nicht als Verteidiger geholt.

      Mere und Quiros scheinen ein Schnäppchen gewesen zu sein, an denen auch andere Bundesligisten dran waren. Das mag keine Erklärung sein, aber ich gehe davon aus, dass man wenigstens einen von denen entwickeln und dann verkaufen wollte.

      Dennoch, der springende Punkt ist, dass Schmadtke ohne Zustimmung von Stöger in Köln niemanden hätte holen können. Und ich bleibe dabei, Cordoba ist in aller erster Linie auf Stögers Mist gewachsen. Er passt einfach nicht in die Fußballphilosophie von Schmadtke. Dennoch nochmals der Hinweis, dass ich Schmadtke nicht von aller Schuld freispreche. Natürlich hat er eine große Verantwortung getragen und zweifelsfrei nicht ideal eingekauft. Dennoch kristallisiert sich mehr und mehr heraus, dass das Kernproblem des Vereins nicht Schmadtkes Transfers waren, sondern die fehlende persönliche und möglicherweise fachliche Kompetenz von Stöger und das blinde Abnicken und Vertrauen des Vorstands in Stöger.

      • Dieter Verl says:

        Ich glaube Schmadtke, Stöger und Co., dass beim FC die Transferentscheidungen im Team getroffen wurden und werden und dass JS wirklich wesentlich mehr Kandidaten abgeklappert hat als uns bekannt.

        Die Herren haben aber auch zum ersten Mal in ihrem Leben mit derartigen Summen zu tun. Sie haben sich zusammen ab einem bestimmten Zeitpunkt dafür entschieden, dass die Truppe bundesligatauglich ist.

        Es deutet nun ja vieles darauf hin, dass es nicht damit getan ist, nur JS zu ersetzen – sondern eben das ganze Gespann. Das ist aber eben auch eine krasse Erkenntnis, die man sicherlich nicht nach 10 Spielen zu treffen vermag. Bis zum Winter dann aber eben schon.

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