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Beginnt mit Armin Veh das Stühlerücken beim Effzeh?

Der frische Mann mit deutlichen Worten

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„Ich muss den FC erst noch von innen kennen lernen.“ Diese Worte hat Armin Veh am Montag mehrfach wiederholt. Der neue Geschäftsführer Sport will sich erst ein Bild vom 1. FC Köln machen, ehe er Veränderungen vornimmt. Dennoch deutete er bereits an, an welchen Stellschrauben er drehen könnte.

Köln – Der Effzeh im Dezember 2017 ist nur noch ein Schatten dessen, was er im Mai war, vor gerade einmal sieben Monaten. „So schnell kann man auch was kaputt machen.“ Armin Veh nahm am Montag bei seiner Präsentation kein Blatt vor den Mund. Auch dafür haben ihn die FC-Bosse geholt. Der eloquente Augsburger gilt als Kommunikator, aber auch als Querdenker, der unangenehme Dinge auch ausspricht.

Wir brauchen eine Mannschaft, die die Favoritenrolle annehmen kann

So zuckte Präsident Werner Spinner am Montag sichtlich auf dem Podium zusammen, als Veh erklärte, der FC müsse nach der 3:4-Niederlage gegen den SC Freiburg mit der Zweiten Liga planen. Wunder hin oder her, „wir müssen in der nächsten Saison eine Mannschaft auf dem Platz haben, die sofort die Favoritenrolle annehmen kann“. Um so besser sei es, dass Veh und der Effzeh schon jetzt eine Art Planungssicherheit hätten – „was auch notwendig sein wird, um wieder einen starken FC zu sehen“.

Ein halbes Jahr Vorlaufzeit also für Veh, um beim FC die Dinge wieder ins richtige Lot zu bringen, die in den letzten Monaten völlig aus den Fugen geraten sind. Einige Gedanken hat sich der ehemalige Bundesliga-Trainer schon gemacht, der nun als Manager fungieren wird. Eine Rolle, die er bereits mehrfach neben seiner Trainertätigkeit ausgeführt hatte, nun erstmals ohne dabei auch noch auf dem Trainingsplatz zu stehen. Veh will gestalten, will in einigen Jahren etwas in Köln hinterlassen, auf das die Fans gerne zurückblicken.

Ich komme als frischer Mann hierher

Veh wird ohne Zweifel an einigen Stellschrauben drehen, wird Veränderungen zwangsweise vornehmen müssen, muss personell schon bald erste Entscheidungen treffen. „Jetzt schon Veränderungen anzukündigen, wäre oberflächlich und populistisch, und so bin ich nicht veranlagt“, sagte der 56-Jährige. Doch die inneren Prozesse hat er bereits auf den Weg gebracht, wie er verriet. Nun werde er schauen, welche Menschen sich hinter dem Organigramm verstecken, das ihm die FC-Bosse gezeigt haben. Dann wird es erste Entscheidungen geben. „Ich komme als frischer Mann hierher, das ist mein Vorteil, weil ich nicht getrieben bin. Dementsprechend habe ich die Aussicht, etwas zu ändern.“

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