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Die Fünf-Millionen-Spiele: Effzeh hofft auf Geldsegen

Der 1. FC Köln muss sich nach der Trennung von Peter Stöger in kürzester Zeit neu formieren. Mit Interimscoach Stefan Ruthenbeck fliegen die Geissböcke am Mittwochvormittag nach Belgrad. Dort steht das letzte Gruppenspiel der Europa League an. Es ist eines von zwei Spielen im Dezember, in denen es für den Effzeh um insgesamt über fünf Millionen Euro geht.

Köln – Kaum einer hatte wirklich damit gerechnet, dass der 1. FC Köln in der Europa League eine Chance haben würde, in die Runde der letzten 32 Mannschaften einzuziehen. Doch nach den Siegen über Borisov (5:2) und Arsenal (1:0) haben es die Kölner am Donnerstagabend selbst in der Hand. Mit einem Sieg über Belgrad stünden die Geissböcke in der nächsten Runde.

Teure Abfindungen und die Pizarro-Millionen

Der sportliche Erfolg wäre kaum zu bemessen, schließlich stolpert der Effzeh bekanntermaßen in der Bundesliga dem Abstieg entgegen. Nun in Europa ein Ausrufezeichen zu setzen, würde Neu-Coach Ruthenbeck und der Mannschaft für das Abstiegsendspiel am Sonntag gegen den SC Freiburg einen neuen Schub verleihen. Dies ging zwar in den letzten Wochen schon mehrfach schief, aber die Hoffnung hat man am Geißbockheim noch nicht aufgegeben.

Aufgrund der desaströsen Situation wäre ein Sieg bei Roter Stern aber auch unter einem anderen Gesichtspunkt wichtig. Der Effzeh hat durch den sportlichen Absturz mehrere Millionen Euro verloren. Die Abfindungen für Jörg Schmadtke, Peter Stöger und Manfred Schmid sowie die zusätzliche Belastung durch die Verpflichtung von Claudio Pizarro (rund zwei Millionen Euro Gehalt bis zum Sommer 2018) belastet den Etat der laufenden Saison um deutlich über sechs Millionen Euro. Kein Wunder, dass eine nicht eingeplante Finanzspritze von der UEFA da gut tun würde.

Wehrle bestätigt exklusiv: Es geht insgesamt um über fünf Millionen Euro

„Sollten wir wirklich in Belgrad gewinnen, würde die Qualifikation für die nächste Runde vier Millionen Euro ausmachen“, bestätigte Geschäftsführer Alexander Wehrle dem GEISSBLOG.KOELN exklusiv. Ein Sieg am Donnerstagabend würde also bedeuten, zumindest etwa zwei Drittel der nicht eingeplanten Ausgaben abdecken zu können. Damit aber nicht genug: Vor Weihnachten steht noch ein weiteres Highlight auf dem Programm. Im DFB-Pokal kämpft der Effzeh im Achtelfinale beim FC Schalke 04 um den Einzug in die nächste Runde. „Im DFB-Pokal würde der Einzug ins Viertelfinale noch einmal über eine Million Euro bedeuten“, bestätigte Wehrle.

Für Ruthenbeck und seine Mannschaft geht es im Dezember also nicht nur um die allerletzte Chance, den Klassenerhalt doch noch einmal in Reichweite zu bringen. Die Spiele in Belgrad und auf Schalke könnten dem Effzeh Sondereinnahmen von über fünf Millionen Euro bescheren. Geld, das der FC trotz seiner finanziell erfolgreichen letzten Jahre gut gebrauchen könnte. Denn neben Schmadtke, Stöger, Schmid und Pizarro werden auch ein neuer Trainer und ein neuer Sportchef zusätzlich den Etat belasten.

2 Kommentare
  1. Bernd Müller
    Bernd Müller says:

    Hoffe mal, dass Ruthenbeck das mit seinem Team und dem Rest der Mannschaft packt, aber irgendwie fehlt mir der Glaube dazu – doch da der FC in diesem Jahr Pokal kann, geht es Morgen nach Belgrad :-) und auf Schalke sind wir auch dabei.
    Bezüglich Sportchef und Trainer sollte man die handelnden Personen jetzt in Ruhe arbeiten lassen, das „gemeine“ Mitglied kann zur Zeit da eh wenig ausrichten, außer die Mannschaft weiterhin zu unterstützen. Come On FC!

  2. Besser Wisser
    Besser Wisser says:

    Unglaublich wie der FC erst dastehen würde wenn man nicht das beste Personal der Vereinsgeschichte geschasst hätte,
    Da hätte JS dem PS aber eine gute Verstärkung für den Abstiegskampf hinstellen können.
    Sollte dann auch noch durch Trainingsänderungen der Verletztenstand reduziert werden…
    aber hätte, wäre schön nützt nichts wenn der Vorstand keine Courage hat.

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