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„Es ist gut zu sehen, dass wir nicht tot sind“


Der 1. FC Köln muss auch nach 16 Spielen auf den ersten Bundesliga-Sieg warten. Beim FC Bayern kassieren die Geissböcke eine 0:1-Niederlage. Gegen den Rekordmeister präsentiert sich der Effzeh allerdings von seiner positiven Seite. In der Schlussphase wäre gar noch der Ausgleich drin gewesen.

München – Lukas Klünter war es, der im Namen des FC die Ausrufezeichen in der Allianz Arena setzte und Tom Starke in der Schlussminute zu einer Glanzparade zwang. Am Ende half aller Einsatz nichts, die Kölner standen mit leeren Händen da. Doch die Stimmung nach der Partie war nicht zu vergleichen mit der Schockstarre vom vergangenen Sonntag. Auf diesem Spiel kann der Effzeh aufbauen. Das sahen auch Spieler und Trainer so.

Timo Horn: „Wir sind natürlich arg gebeutelt, stehen noch immer mit nur drei Punkten da. In München sich dann aber so reinzuhauen, ist aller Ehren wert. Uns hat leider wie so oft das Matchglück gefehlt. Wir hatten zwei, drei richtig gute Chancen, dann noch mal das Ding von Klünni (Lukas Klünter, Anm. d. Red.) zum Schluss. In der letzten Saison ist so ein Ding reingegangen, aber in dieser Saison reicht es einfach zu oft nicht. Ein großes Kompliment heute an Klünni, er ist unfassbar viel gelaufen. Das war nicht leicht für ihn. Wir versuchen uns nicht unterkriegen zu lassen. Einzelschicksale zählen in unserer jetzigen Situation nicht. Wir müssen alle alles für den Verein geben – und für diesen Verein lohnt sich das auch.“

Die jungen Spieler stehen auch dafür, frech zu sein, wild zu sein

Lukas Klünter: „Ich bin die 100 Meter an der Sporthochschule tatsächlich in 10,6 Sekunden gelaufen. Wie man sieht, kommt damit ab und zu auch in der Bundesliga eine Chance bei raus. Wir haben viel gearbeitet, am Ende wäre es schön gewesen, wenn wir uns noch hätten belohnen können und einen Punkt mitgenommen hätten. Aber am Ende muss man sagen, dass das Ergebnis so okay ist, die Bayern hatten viel mehr Großchancen. Mir hat es im Sturm wieder gut gefallen, ich kann da meine Wege machen und meine Geschwindigkeit einsetzen. Aber hinten rechts gefällt es mir auch gut. Ich spiele da, wo der Trainer mich aufstellt. Drei Punkte auf dem Konto sind leider nichts. Aber es ist gut zu sehen, dass wir nicht tot sind. So müssen wir weiter auftreten.“

Stefan Ruthenbeck: „Die Bayern waren die Mannschaft mit viel mehr Spielanteilen. Aber meine Jungs haben das sehr gut verteidigt, auch das Gegentor hätten wir verteidigen können. Da gab es andere Situationen, die waren schwieriger. Bei den Kontern hatten wir etwas Pech, das können wir auch besser. Es gab eben die eine oder andere Situation, die wir besser hätten auflösen können, dann wäre mehr drin gewesen. Top war die Art, wie wir das verteidigt haben, wir hatten ein gutes Abwehrpressing, ganz anders als gegen Freiburg. Wir wollten frech sein und die Chance, die es noch gibt, nutzen. Wir lassen uns für jedes Spiel was Neues einfallen. Die jungen Spieler stehen auch dafür, frech zu sein, wild zu sein. Wenn ich sehe, wie Führich das gemacht hat, macht mir das Spaß.“

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