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„Es wird heute oder morgen Klarheit geben“


Mit dem 2:2 auf Schalke ist dem 1. FC Köln ein Achtungserfolg gelungen, auch wenn der eine Punkt den Geissböcken nur bedingt weiterhilft. Doch nicht die Leistung der Mannschaft, sondern die Personalie Peter Stöger war anschließend das beherrschende Thema. Trotz des sportlichen Lebenszeichens stehen die Zeichen auf Trennung. Die Stimmen zum Spiel.

Domenico Tedesco: „Wir waren im ersten Durchgang viele Minuten langsam und lethargisch in der Spieleröffnung. Köln hat uns in eine komplette Manndeckung genommen. Dagegen muss man Räume schaffen. Das ist uns heute nicht gut gelungen. Dass wir zwei Mal den Ausgleichstreffer kassieren, ist natürlich bitter. Aber wenn wir ehrlich sind, hatten wir es auch nicht zu 100% verdient zu gewinnen. Aber mit ein bisschen Glück wäre das durchaus möglich gewesen.“

Das heutige Spiel ist ein positives Signal

Timo Horn: „Wir haben seit langer Zeit mal wieder ein richtig gutes Spiel gemacht – und das auch noch gegen die Mannschaft der Stunde. Dafür haben uns die Fans nach dem Spiel gefeiert. Der Trainer kam dann auch in die Kurve und hat sich für die fantastische Unterstützung bedankt. Was das für die Trainerfrage bedeutet, müssen andere beantworten. Als Spieler sind wir aber auch froh, wenn wir Klarheit bei diesem Thema haben – sowohl in die eine als auch in die andere Richtung. Wir wollen da nicht von Spiel zu Spiel schauen. Peter Stöger hat vier Jahre lang alles rausgehauen und alles dem Verein untergeordnet. Wir haben gemeinsam große Erfolge gefeiert. Aber irgendwann hat man wenig Argumente. Wir haben sehr viele schlechte Spiele gemacht und noch kein Spiel gewonnen. Dass der Trainer dafür am wenigsten kann, ist uns klar. Aber es tut uns allen gut, wenn wir Klarheiten bekommen. Von uns hat sich Peter Stöger aber noch nicht verabschiedet.“

Peter Stöger: „Es wir heute oder morgen Klarheit geben, so wie es besprochen wurde. In den letzten Wochen wurde genug spekuliert. Ich bin im permanenten Austausch mit Alexander Wehrle. Dieser Austausch ist geprägt von Vertrauen und Respekt. Das heutige Spiel ist für die Mannschaft natürlich ein positives Signal. Gegen ein Team wie Schalke ein 2:2 zu holen, ist eine ordentliche Leistung. Wir sind nicht gut ins Spiel gekommen, Schalke hat das Spiel kontrolliert. Wir haben uns dann aber reingearbeitet, auch die Mentalität war in Ordnung. Ich bin durchwegs zufrieden mit dem Unentschieden. In der Tabelle hilft uns der Punkt nicht sonderlich weiter, aber so ein Spiel tut uns gut. Die Jungs haben es Schalke heute schwer gemacht. Das ist für jeden bei uns erfreulich. Das saugt man auf. Gerade vor den wichtigen Spielen, die bei uns noch anstehen. Für uns war es ein Signal, dass wir sehr dankbar sind, dass die Fans den Klub immer wieder unterstützen. Das ist nicht selbstverständlich.“

Es sind neue Komponenten hinzugekommen

Alexander Wehrle (vor dem Spiel): „Wir werden uns nach dem Spiel hinsetzen, zusammen mit Jörg Jakobs und Toni Schumacher, und dann werden wir alles besprechen. Wir haben uns nach dem Mainz-Spiel zusammengesetzt und besprochen, dass wir von Spiel zu Spiel anschauen wollen, wie unsere Situation ist. Es gab viele Verletzte, es sind neue Komponenten hinzugekommen. Daher haben wir auch am Donnerstag noch mal gesagt, dass wir das Spiel auf Schalke abwarten werden und dann zusammen entscheiden werden. Es gebietet der Respekt vor Peter Stöger, dass ich vor dem Spiel keine Namen oder Interimslösungen kommentieren werde. Dieses Spiel machen wir zusammen mit Peter Stöger, alles weitere sehen wir danach.“

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