,

Körperlich unterlegen: Der FC ist nicht fit für die Bundesliga

Der 1. FC Köln ist nicht fit für die Bundesliga

Contents


Der Absturz des 1. FC Köln ist spätestens seit der 3:4 (3:1)-Niederlage gegen den SC Freiburg nicht mehr aufzuhalten. Zu groß ist der Abstand auf die Konkurrenz. Und zu groß sind die Defizite, die die Mannschaft offenbart. Nicht nur spielerisch reicht es in diesem Jahr nicht für die Bundesliga. Vor allem körperlich können die Geissböcke nicht mit den Gegnern mithalten. 

Köln – Wäre man nicht selbst dabei gewesen, man könnte es kaum glauben: Nach 30 Minuten lag der Effzeh am Sonntagmittag gegen den SC Freiburg auf schneebedecktem Spielfeld mit 3:0 in Führung. Bei einem Spielstand, den es seit einiger Zeit in Müngersdorf nicht mehr zu bestaunen gab, glaubten wohl nur noch die ärgsten Pessimisten daran, dass die Kölner diesen Vorsprung noch verspielen könnten. Doch die ratlosen und entsetzten Gesichter von Fans und Spielern nach dem Schlusspfiff verrieten es: In dieser Saison gibt es nichts, was es nicht gibt. Der Effzeh verlor mit 3:4.

Katastrophaler Fitnessstand

Am Ende wird es wohl nur eine Frage der Zeit sein, bis der Abstieg im neuen Jahr auch rechnerisch besiegelt ist. Denn mittlerweile glaubt niemand mehr daran, dass sich diese Mannschaft am Ende noch retten kann. Viel zu groß sind die Defizite, die das Team ein ums andere mal offenbart. Gegen Freiburg verfiel der Effzeh nach dem Anschlusstreffer von Janik Haberer in eine Schockstarre. Nichts lief mehr bei den Geissböcken zusammen. Sämtliche Offensivbemühungen wurden eingestellt. Nicht, weil die Mannschaft nicht wollte. Sie konnte einfach nicht mehr. Die Spieler waren körperlich nicht mehr in der Lage, die Wege nach vorne zu suchen und Freiburg etwas entgegenzusetzen.

In den ersten 35 Minuten spielte der FC noch groß auf, doch schon gegen Ende der ersten Hälfte wurden die Beine schwer. Freiburg hätte beinahe noch vor dem Pausenpfiff nicht nur das 1:3, sondern auch den Anschlusstreffer zum 2:3 erzielt. Zwei Großchancen ließen die Breisgauer liegen. Nach dem Seitenwechsel bäumte sich Köln noch einmal kurz, von der Pause erholt, für zehn Minuten auf. Sehrou Guirassy hätte gar mit der Chance zum 4:1 den Deckel auf die Partie machen können. Doch danach ging das Spiel den Bach runter. Der FC war körperlich am Ende.

Das habe ich schon im Juni vermutet

Dass der Effzeh, der bis zum letzten Donnerstag mit der Europa League, dem DFB-Pokal und der Bundesliga noch auf drei Hochzeiten tanzte, aufgrund der vielen Verletzungen kaum eine Chance zum Rotieren hatte, steht außer Frage. Das sagte sogar SC-Coach Christian Streich: „Wir haben selbst schon Europa League gespielt, und wenn du immer einen Drei-Tages-Rhythymus hast und dann noch viele Verletzte, dann ist das Wahnsinn. Dass Köln, wenn sie Verletzte kriegen, es schwer haben wird, habe ich schon im Juni vermutet.“ Doch der Fitnesszustand, ob bei den inzwischen verletzten oder noch gesunden Spielern, ist schon die gesamte Saison über nicht Bundesligatauglich.

0 Kommentare

Dein Kommentar

Willst du an der Diskussion teilnehmen?
Mache mit!

Schreibe einen Kommentar