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Körperlich unterlegen: Der FC ist nicht fit für die Bundesliga

Der 1. FC Köln ist nicht fit für die Bundesliga

Der Absturz des 1. FC Köln ist spätestens seit der 3:4 (3:1)-Niederlage gegen den SC Freiburg nicht mehr aufzuhalten. Zu groß ist der Abstand auf die Konkurrenz. Und zu groß sind die Defizite, die die Mannschaft offenbart. Nicht nur spielerisch reicht es in diesem Jahr nicht für die Bundesliga. Vor allem körperlich können die Geissböcke nicht mit den Gegnern mithalten. 

Köln – Wäre man nicht selbst dabei gewesen, man könnte es kaum glauben: Nach 30 Minuten lag der Effzeh am Sonntagmittag gegen den SC Freiburg auf schneebedecktem Spielfeld mit 3:0 in Führung. Bei einem Spielstand, den es seit einiger Zeit in Müngersdorf nicht mehr zu bestaunen gab, glaubten wohl nur noch die ärgsten Pessimisten daran, dass die Kölner diesen Vorsprung noch verspielen könnten. Doch die ratlosen und entsetzten Gesichter von Fans und Spielern nach dem Schlusspfiff verrieten es: In dieser Saison gibt es nichts, was es nicht gibt. Der Effzeh verlor mit 3:4.

Katastrophaler Fitnessstand

Am Ende wird es wohl nur eine Frage der Zeit sein, bis der Abstieg im neuen Jahr auch rechnerisch besiegelt ist. Denn mittlerweile glaubt niemand mehr daran, dass sich diese Mannschaft am Ende noch retten kann. Viel zu groß sind die Defizite, die das Team ein ums andere mal offenbart. Gegen Freiburg verfiel der Effzeh nach dem Anschlusstreffer von Janik Haberer in eine Schockstarre. Nichts lief mehr bei den Geissböcken zusammen. Sämtliche Offensivbemühungen wurden eingestellt. Nicht, weil die Mannschaft nicht wollte. Sie konnte einfach nicht mehr. Die Spieler waren körperlich nicht mehr in der Lage, die Wege nach vorne zu suchen und Freiburg etwas entgegenzusetzen.

In den ersten 35 Minuten spielte der FC noch groß auf, doch schon gegen Ende der ersten Hälfte wurden die Beine schwer. Freiburg hätte beinahe noch vor dem Pausenpfiff nicht nur das 1:3, sondern auch den Anschlusstreffer zum 2:3 erzielt. Zwei Großchancen ließen die Breisgauer liegen. Nach dem Seitenwechsel bäumte sich Köln noch einmal kurz, von der Pause erholt, für zehn Minuten auf. Sehrou Guirassy hätte gar mit der Chance zum 4:1 den Deckel auf die Partie machen können. Doch danach ging das Spiel den Bach runter. Der FC war körperlich am Ende.

Das habe ich schon im Juni vermutet

Dass der Effzeh, der bis zum letzten Donnerstag mit der Europa League, dem DFB-Pokal und der Bundesliga noch auf drei Hochzeiten tanzte, aufgrund der vielen Verletzungen kaum eine Chance zum Rotieren hatte, steht außer Frage. Das sagte sogar SC-Coach Christian Streich: „Wir haben selbst schon Europa League gespielt, und wenn du immer einen Drei-Tages-Rhythymus hast und dann noch viele Verletzte, dann ist das Wahnsinn. Dass Köln, wenn sie Verletzte kriegen, es schwer haben wird, habe ich schon im Juni vermutet.“ Doch der Fitnesszustand, ob bei den inzwischen verletzten oder noch gesunden Spielern, ist schon die gesamte Saison über nicht Bundesligatauglich.

30 Kommentare
  1. Michael H
    Michael H says:

    Im Prinzip stimme ich dem Artikel ja zu, aber er nimmt Stöger erstaunlich wenig in die Pflicht. Was auch immer über den Sommer geschehen oder nicht geschehen ist, der Trainer hätte auch durchaus während der Saison noch nachjustieren können. Das ist ja nun auch nichts neues und wurde nicht zuletzt in den Kommentaren hier lange gefordert. Kugel scheint dies zudem auch über einen längeren Zeitraum gefordert zu haben, aber wurde vom Trainer konsequent ignoriert. Die Art und Weise wie er das tat – oder, was er machte, nachdem seine Frustrationstoleranz überschritten war, schien halt nicht so das Gelbe vom Ei gewesen zu sein.

    So oder so, das spielt alles keine so große Rolle mehr. 0 Punkte bis zur Winterpause. Dann ein Alibiteam in der Rückrunde auf den Rasen schicken und dann spielt es auch keine Rolle ob wir 0:1 oder 0:4 im Durchschnitt verlieren. Oder ob die Spieler 12 oder 8km laufen.

    • Hans-Peter Neuse
      Hans-Peter Neuse says:

      Gehen wir doch mal davon aus, die Spieler, und das waren unter Garantie nicht alle, kamen nicht aus dem Urlaub und waren schon topfit.
      Selbst wenn das so war, was haben die denn eigentlich in den Trainingslagern gemacht, wofür hat der FC den Fitness Coach der Nati, erwiesenermassen ein Top Mann?
      Was hat Stöger denn gemacht, um seine Elf fit zu bekommen? Wohlwissend, wie nötig das war, wohlwissend das er derjenige war der ein kleines Team wollte, wohlwissend um eine Dreifachbelastung wie sie der Klub schon sehr, sehr lange nicht mehr auszuhalten hatte?
      Woher kommen die vielen Muskelverletzungen denn?
      Ja, Schmadtke wird wohl Fehler gemacht haben.
      Aber was ist das gegen den Mist den Stöger gemacht hat? 3 Punkte, eine vollkommen unaustrainierte Mannschaft, siehe Freiburg Spiel, ein stures Festhalten an einem System und einzelnen Spielern.
      Gewiss, es ist eine Gemengelage an Fehlern, vom Vorstand bis hin zur Mannschaft. Aber Stöger ist in meinen Augen der Hauptverantwortliche. Auch und vor allem, weil er fürs Training und die Zusammenstellung des Kaders verantwortlich war.
      Ich werd ihn immer bewundern für 4 erfolgreiche Jahre. Aber das letzte Halbjahr wir ebenso immer mein Alptraum bleiben.
      Wie konnte das nur geschehen?

      • Hermann
        Hermann says:

        In der Vorbereitung hat Stöger Kondition bolzen lassen, da, wie er gesagt hat, bei den vielen englischen Wochen die Trainingssetzung eine hohe Intensität nicht zulässt. Da hat er den Spielern bereits die Seele aus dem Körper trainiert und das hat sich schon in den Vorbereitungsspielen gezeigt und sich durch die gesamte bisherige Saison gezogen. Die Trainingssetzung hat er nie in den Griff bekommen, das sieht man an unserer Laufleistung und den Verletzten. Einige von uns hier leiden unter dem Cassandra Effekt, wo man das Unheil kommen sieht, aber dazu verdammt ist auf Unglauben zu stossen.

      • Ali Perez
        Ali Perez says:

        Unter Stöger wurde von Beginn an sehr lauffaul Fußball gespielt. Durch kluges Verschieben hatten unsere Spieler oft weniger Kilometer auf der Uhr stehen als der Gegner. Da steckt schon eine Philosophie hinter. Das war taktisch raffiniert, keine Frage. Und durch viele glückliche Tore, waren wir auch noch ungemein effektiv. Stöger bekam Probleme, als er die Mannschaft offensiver agieren ließ. Sie musste ab da sehr viel mehr Meter machen, denn es zeigt sich, dass die Mannschaft nicht die Qualität dazu hatte, aus viel Ballbesitz ein Spiel erfolgreich zu gestalten. Viele unserer Spieler sind aus meiner Sicht Konterfußballer. Erschwerend dazu verließ uns auch noch das Glück. Tore waren jetzt harte Arbeit. Die Gegner überließen uns freiwillig den Ball. Es musste mehr gelaufen werden und dann musst du auch das Training umstellen. Stöger hat das igrendwie nicht hingekriegt. Und auf diese Saison mit Dreifachbelastung hat er auch nicht das richtige Rezept gefunden. Unter Solbakken hatten wir ganz ähnliche Probleme; denn in der Bundesliga wird sehr intensiv Fußball gespielt. Daran sind schon einige ausländische Trainer gescheitert. Ärgerlich daran ist, dass wir gerade in Köln sehr viele Fachleute haben, wo man sich Rat hätte holen können.

        • Hermann
          Hermann says:

          Das hat sich insbesondere in der letzten Saison gezeigt. Es war immer relativ einfach uns in Verlegenheit zu bringen; man musste uns nur den Ball überlassen. So erklärt sich auch die Tatsache, das wir gegen die Großen, die einen eigenen Anspruch auf einen gepflegten Ball haben, immer gut ausgesehen haben und gegen die Kleinen eher nicht. Da kam es uns natürlich auch entgegen das wir mit Modeste jemanden hatten, der aus wenig viel machen konnte. Ich bin bei Dir das wir eine Kontermannschaft sind und das hat auch für mich immer Stögers Handschrift ausgemacht. Schnelles Umschaltspiel und den Stossstürmer in aussichtsreiche Position bringen. Hatten wir selbst den Ball offenbarten sich schnell unsere Unzulänglichkeiten.
          Das war auch immer mein Vorwurf, das wir uns fussballerisch nicht weiterentwickelt haben, lediglich in der Tabelle, was unterm Strich natürlich auch zufriedenstellend ist. Ich denke keiner würde sich momentan dagegen wehren auf Platz 10 zu stehen, mit unserem altbekannten Fussball. Die Tabellensituation nährt natürlich auch immer die Erwartungshaltung.
          Ich habe Schwierigkeiten Dein Argument richtig aufzufassen, bezüglich des Zusammenhangs von Offensivfussball und Laufleistung. Die Statistiken sprechen da eine leicht andere Sprache. In der Laufleistung sind die Bayern drittletzter und Freiburg zweiter. Demnach müssten die Freiburger einen offensiveren Fußball als die Bayern spielen.
          Ich kann aber unsere sportliche Führung nicht entlasten durch das Argument, das wir für eine andere Art Fussball auch andere Fussballer bräuchten. Das stimmt natürlich, lag aber auch in den Händen der sportlichen Führung, Spieler mit anderen Qualitäten zu verpflichten wenn man eine Systemumstellung plant.
          Wie dem auch sei, die Ideen die im Sommer ersonnen wurden für diese Saison haben insgesamt nicht gegriffen und obwohl es jetzt irrelevant ist, wer für was eingestanden hat und wessen Idee sich durchgesetzt hat, aber nicht erfolgreich umgesetzt wurde, erwarte ich von Spinner Aufklärung diesbezüglich. Ich finde es fehlt uns noch an Informationen um einordnen zu können wie unser FC so abkacken konnte. Das würde ich gerne verstehen, auch wenn das nichts mehr bringt.

          • Ali Perez
            Ali Perez says:

            Du hast absolut recht, was die Laufleistung beim Offensivfußball betrifft. Allerdings beim erfolgreichen. Die Bayern haben z. B. eine sehr hohe Passquote und müssen bei weitem nicht so vielen Kontern des Gegners hinterherlaufen wie der Effzeh das musste. Selbst wenn die nicht durchkommen, verlieren sie nicht den Ball. Freiburg spielt in guten Phasen auch ein sehr gepflegten Fußball. Aber wir haben meist den Ballbesitz ohne Ertrag verwaltet und uns mit einer hohen Fehlerquote immer wieder in Bedrängnis gebracht. Und dann läuft man mehr, vor allem hinterher.

  2. Ali Perez
    Ali Perez says:

    Ich habe gestern eine Mannschaft live gesehen, die keine 45 Minuten aggressives Pressing gehen konnte und in der 2. Halbzeit einfach platt wirkte, um zurückschlagen zu können. Wenn man so Kacke ist wie wir, dann sollte man zumindest 60-75 Minuten ackern können. Aber wenn wir so fit wären, dass wir das könnten, würden wir auch viel besser Fußball spielen. Das Spiel am Donnertag war sicher auch ein Grund für die frühe Müdigkeit, aber nach 30 Minuten nachzulassen ist schon sehr fragwürdig. Der Hauptverantwortliche für dieses Fitnessdesaster ist jetzt weg, aber für die Zukunft muss man auch die Spieler in die Pflicht nehmen. Es muss auch deren Anspruch sein, austrainiert zu sein. Ich finde das einfach unglaublich dämlich; da hat man in Köln die SpoHo gleich um die Ecke und könnte auf wissenschaftlich, höchsten Niveau trainieren, aber nein…

  3. Joe Thom
    Joe Thom says:

    es wird ja z.Zt. auf den Vorstand eingeschlagen, ich frage mich warum? Denn für den sportlichen Bereich waren doch Schmadtke und Stöger verantwortlich. Der Schmadtke hat doch seine Sturheit ausgespielt, indem er den Hype nicht mitmachen wollte der momentan auf dem Transfermarkt herrscht. Was hat er aber für die Modeste Millionen geholt? Erinnert euch mal daran wer gestern 3 Tore für Freiburg gemacht hat. Es kann mir keiner erzählen wenn man dem Petersen und dem SC Freiburg ein entsprechendes Angebot vorlegt das so ein Spieler nicht nach Köln kommt, warum wurde ein Mavrei nach Hamburg gehen gelassen, für ein Trinkgeld. Das sollten die Herren mal erklären. Warum hat der Stöger sowas zugelassen, eine bis dahin sehr gute Innenverteidigung auseinander zu reißen und mal ehrlich tollen Hurrafußball hat der FC in den letzten Jahren doch auch nicht gespielt. Ohne die Tore von Modeste hätte der FC auch maximal auf Platz 12-15 gestanden. Für mich haben die beiden Herren S u S die volle Verantwortung für das Dilemma und nicht der Vorstand. Was jetzt bleibt ist ein Scherbenhaufen den es gilt in Liga 2 wieder aufzukehren.

    • Ali Perez
      Ali Perez says:

      Der Vorstand ist aufgrund der erfolgreichen Vorjahre betriebsblind geworden.
      Dadurch hat er viel zu spät eingegriffen. Diese Schuld gesteht er sich ja auch in seinem Brief an die Fans ein. Was den sportlichen Niedergang betrifft, bin ich bei dir.

  4. Alf Krispin
    Alf Krispin says:

    Wie manch einer hier dilettantisch sich die Gründe zusammen schlichtet, was und wer Schuld am Dilemma des jahrelang erfolgreichen FC schuld sein könnte, ist schon sagenhaft. Wie hilflose Kinder, die versuchen Ausreden zu finden, damit die Mama nicht schimpft. Im Fußball gibt es keine Dauerkarten in der 1.BL ohne zu bezahlen. Die Schuld in die Schuhe eines Beteiligten zu schieben ist sinnlos, weil natürlich jeder Erfolg haben möchte. Es ändern sich halt manche Gegebenheiten, die man nicht sofort erkennt und man reagiert erst zu spät. Die Ausgangslage wurde vorerst als gut eingeschätzt aber das hat sich rasch als falsch herausgestellt. Ein kritischer Beobachter des FC hätte aber schon früher gemerkt, dass der Kader immer nur 2.Liga Qualität hat und trotz überraschender Ergebnisse nie wirklich guter Fußball gezeigt wurde. Man war glücklich damit, dass man kein Geld investieren musste und hat dadurch den Verein erstmal zu sanieren versuchte, Das geht aber, wie man sieht nur auf Kosten der Mannschaft, die dieses Jahr nicht mehr Fuß fassen kann. So etwas rasch zu ändern ist ziemlich aussichtslos und führt nun dort hin, wo man eigentlich noch immer hingehört, nämlich in die 2. Liga! Mahlzeit!

    • Ali Perez
      Ali Perez says:

      Ich muss dir entschieden widersprechen. Die Krise muss aufgearbeitet werden.
      Und natürlich muss man die Kette an Fehlentscheidungen, also wer wann welchen Fehler gemacht hat, analysieren, um in der Zukunft schneller und vor allem besser reagieren zu können. Man nennt das aus Fehlern lernen.
      Wir stehen doch nicht nur einfach auf einem Abstiegsplatz, was schlimm genug wäre. Wir sind überhaupt nicht wettbewerbsfähig. 3 Punkte nach 15 Spielen ist doch nicht normal. Und man kann diesen Umstand eben nicht mehr nur an der Qualität der Mannschaft festmachen.

  5. Paul Paul
    Paul Paul says:

    Es war ein schwerer Fehler, Ruthenbeck zum Interimstrainer zu befördern. Nach dem Belgrad-Spiel hätte er alles für die Regeneration der Spieler tun müssen, um sie auf das Spiel gegen Freiburg vorzubereiten. Die Einwechslungen waren eine Katastrophe, da muss man sich fragen, ob er noch alle Tassen im Schrank hat. Wie kann man in dieser Situation zwei unerfahrene Youngster und den völlig indisponierten Clemens bringen? Der Mann hat keine Erfolge vorzuweisen, und seit gestern weiß man auch, warum! VORSTAND RAUS!

    • Klio
      Klio says:

      Da machst du es dir etwas einfach. „VORSTAND RAUS!“ schreien – und dann? Der FC braucht einen Vorstand. Das Ganze macht nur Sinn, wenn du eine Idee beisteuern kannst, wer es denn besser machen soll. Möchtest du vielleicht zu Overath zurück? Und du weißt sicher auch, welcher Trainer, der bereits „Erfolge vorzuweisen“ hat, denn bereit gewesen wäre, Interimstrainer zu werden? Hätte Stöger bleiben sollen?

      Die Beschwerde, dass Ruthenbeck unerfahrende Youngster und den formschwachen Clemens in die Partie geworfen hat, ist auch etwas merkwürdig. Neben Clemens saßen nur Youngster auf der Ersatzbank! Statt der Eingewechselten hätte er noch zwei 19-Jährige zur Verfügung gehabt. Das ist wie bei deinen „VORSTAND RAUS!“-Rufen: Ohne eine Idee, woher Ruthenbeck die formstarken, erfahrenen Profis hätte nehmen können, die wir alle gerne auf dem Platz gesehen hätten, ist das einfach nur Rumgemotze. Mal ganz abgesehen davon, dass die eingesetzten Youngster sich gut gehalten haben – und als Ersatz für Klünter eine Alternative für die rechte Seite notwendig war.

  6. Joe Thom
    Joe Thom says:

    ob der Herr Ruthenbeck alles für die Regeneration getan hat oder nicht lass ich mal dahin gestellt, nur wen soll er denn bei dem Kader noch einwechseln, ist doch nichts mehr da. Den Clemens hat doch auch der Herr Schmadtke verpflichtet und bei Stöger saß er meistens auf der Tribüne der hat ihn doch nicht ans laufen gebracht. Der Ruthenbeck ist doch nicht für den desolaten Zustand verantwortlich und für die Verletzten auch nicht, zumindest hat die Mannschaft unter ihm, solange die Kraft reicht Moral gezeigt. Bei Stöger mussten die letzte Saison doch auch erstmal in Rückstand geraten um wach zu werden, weil die genau so einen Schlafmützen Fußball gespielt haben so wie der Stöger auch im Interview rüberkommt. Was der Ali schreibt über den Vorstand ist richtig, die haben zu lange gewartet, die hätten den Stöger samt Schmadtke nach dem HSV zum Teufel jagen sollen. Aber jetzt alles auf den Vorstand und den Ruthenbeck abzuladen ist nicht fair, was jetzt noch bleibt ist eigentlich keine Hoffnung mehr auf einen verbleib in Liga 1, aber zum Verein zustehen das sollte bleiben.

    • Hermann
      Hermann says:

      Das der Trainerwechsel zu spät vollzogen wurde, sieht man auch am Verhalten einiger Fans. Als der Karren endgültig im Dreck war, hat man sich zum Wechsel entschieden. Jetzt da der unverschämte Ruthenbeck nicht übers Wasser laufen kann, ist er natürlich der Schuldige und Stöger ist entlastet, denn mit ihm hätten wir jetzt die Kurve gekriegt, was vorher nicht gelungen war. Nach der depperten Heiligenverehrung von Stöger kommt jetzt das depperte Schuld abladen bei Ruthenbeck. Stöger hat gegen Schalke gezeigt das ihm seine Sturheit wichtiger ist als unser Punktekonto. Beim Spielstand von 2:2 wechselt er den einzigen Spieler aus der momentan für ein Tor gut ist und bringt einen defensiven. Wobei klar war das uns der Punkt nicht hilft. Ihm war es halt wichtiger nicht mit einer Niederlage abzutreten, anstatt alles nochmal in die Waagschale zu werfen. Die typische Stöger Feigheit.

      • Dennis Schulze
        Dennis Schulze says:

        Topp! Kann ich eins-zu-eins unterschreiben! Stöger hatte diese „Dinger“ (defensiv ein-, offensiv auswechseln) Zeit seines kompletten Engagements beim FC drauf, insbesondere, wenn es (selten genug) mal der Fall war, dass der FC besser als sein Gegner wirkte und klar auf Sieg hätte gespielt werden können. Und diese Mutlosigkeit verdeutlichtete sich nun im m.E. einfach gar nicht angenommenen Abstiegskampf Stögers. Das war bereits sehr früh erkennbar und hätte spätestens schon vor der Länderspielpause im Oktober korrigiert werden müssen. Ob wir damit jetzt aus dem Schlamassel heraus wären, bezweifle ich auch stark, aber zumindest wären wir jetzt wohl noch ein erntzunehmender Konkurrent im Abstiegskampf…

  7. Ali Perez
    Ali Perez says:

    Wer Ruthenbeck jetzt als Versager abstempelt, beweist nur, dass er doch weniger von Fußball versteht, als er meint oder dass die Nerven blank liegen. Der Matchplan gestern war eigentlich klasse. Er scheiterte leider an mangelnder Fitness, aber vorallem an nötiger Cleverness. Klünter in den Sturm zu beordern und mit dessen Geschwindigkeit den Gegner aufzureissen, war doch mal eine taktische Überraschung, die funktioniert hat. Die Mannschaft hat von Anfang an Gas gegeben, hoch verteidigt, aggressiv gepresst. Einzig die Wechsel haben nicht funktioniert. Aber ohne den dämlichen Elfer hätte es vielleicht zum Sieg gereicht.
    Nach einer 3:0 Führung noch 3:4 zu verlieren, ist niederschmetternd. Aber wann lagen wir zuletzt mal 3:0 vorne. Das Spiel gestern hat in Teilen gezeigt, dass man Stögers Ideenlosigkeit schon sehr viel früher hätte eine Ende setzen sollen.

    • Robert H.
      Robert H. says:

      Da muss ich dir mal recht geben: Klünter auf die Osako-Position zu stellen war eine Idee, auf die Stöger nicht gekommen wäre. Der Ü.-effekt war da, ist aber leider ziemlich schnell auch wieder verpufft.
      Aber auch Ruthenbeck wird an den Ergebnissen gemessen werden. Da am Mittwoch kaum was zu erwarten ist, und auch Wolfsburg und Pokal auf Schalke eher fraglich – wird der Vorstand ihm wohl kaum eine weitere Zeit zugestehen. Das kann der VS sich nicht noch einmal leisten.

      Alles, was nun unter jedwedem Trainer NICHT funktioniert (dabei munter zwischen wahlweise Spielkultur, Aufstellung, Taktik, Verletzungen und mangelnder Fitness wechselnd) auf den Ex-Trainer Stöger zu projezieren halte ich für sinnfrei, auch wenn ich nachvollziehen kann, dass die geschundene Fan-Seele nun mal einen Sündenbock braucht.

      • Ali Perez
        Ali Perez says:

        Nach dem Eurolegue-Aus und der Niederlage gestern wird Ruthenbeck im Winter wieder zur U19 zurückkehren. Das ist jetzt klar.

        Und ich gebe dir recht, dass wir spätestens nach der Winterpause das Thema Peter Stöger überwunden haben sollten.
        Aktuell sehe ich ihn aber ganz klar als einen Mitverursacher unserer Situation. Das Wort Sündenbock passt daher überhaupt nicht.

        Es sei dir ungenommen, dich der Realität zu verweigern, aber für unseren Misserfolg waren keine höheren Mächte am Werk. Hier hat es eine Fehlerkette gegeben, wie sie die Bundesliga noch nicht erlebt hat.

        • Robert H.
          Robert H. says:

          Was ich sehe ist eine Niederlagenserie, die die Bundesliga noch nicht geshen hat. Ob diese aber nur ein Produkt einzelner Fehler bei JS, PS oder VS sind, selbst alle als „Kette“ zusammengenommen wage ich stark zu bezweifeln. Es gab Fehler bei allen Beteiligten, die ich auch durchaus sehe. Aber es gab auch Sachzwänge, die objektiv nicht wegzudiskutieren waren oder sind.

          Realitätsverlust? Zur Realität gehört auch:
          – zumindest in einigen Spielen eine deutlich bessere Spielanlage, als es die Tabellensituation aussagt (nicht nur auf meinem Mist gewachsen sondern von außen mehrfach bestätigt)
          – unglaublich viel Pech (das ist keine höhere Macht sondern natürlicher Bestandteil jedes Spieltages) (auch von außen so bestätigt)
          – eine nahezu historisch erfolgreiche Vergangenheit, die wir JS, PS VS verdanken
          – ein gefeuerter und angeblich so unfähiger Trainer Stöger – der aber jetzt zu einem CL-Aspiranten berufen wurde…

          Ich denke, dass die meisten Fans hier und anderswo angesichts der wöchentlichen Nackenschläge und des allgemeinen mentalen Zustands längst den Bezug zur Realität verloren haben. Beispiel? Wenn jemand schreibt, die 1. Halbzeit Freiburg ist eindeutig die Handschrift des neuen Trainer, während die 2. Halbzeit einzig die Schuld des alten Trainers ist – dann ist das Realitätsverlust.

          Ist alles nicht gegen dich, Ali. Vielleicht sehe ich manches nicht, aber verweigern tue ich mich der Wirklichkeit keineswegs.

          • Ali Perez
            Ali Perez says:

            Ich habe weder etwas von einer Handschrift Ruthenbecks erzählt, noch habe ich die Leistung der 2. Halbzeit PS in die Schuhe geschoben. Ich habe auch nicht von Realitätsverlust gesprochen, denn dann würde ich dir gar nicht mehr antworten, da das Anzeichen einer geistigen Störung sind. Ich sage dir nur, dass du meiner Ansicht die Realität ignorierst. …du hast ja auch vor kurzem mal geschrieben, dass du keinem mehr die Schuld für irgendetwas geben möchtest… …egal.

            Ist ja toll, dass in wir einigen Spielen eine erkennbare Spielanlage hatten. Die hatten wir unter Solbakken auch. Entscheidend ist aber das Ergebnis. 3 Punkte nach 14 Spielen.

            Das uns einige Schiedsrichter benachteiligt haben, bestreite ich nicht, aber es rechtfertigt nicht 3 Punkte nach 14 Spielen.

            Natürlich ist es ein Drama, wenn man auf das Papier schaut und die Ergebnisse der letzten 4 Jahre sieht.
            Aber wenn man als Zuschauer dabei war, weiß man, dass die Ergebnisse doch nicht erst seit letzten Sommer nicht mehr stimmten. In der Rückrunde der letzten Saison fing das Tore-Fressen an und PS hat bis zu seinem Rausschmiss den Laden hinten nie mehr dicht bekommen. Wir tauschen uns ja schon eine Weile aus und ich habe in meiner oberflächlichen Analyse eines Außenstehenden stets darauf hingewiesen, dass es bei uns schon mindestens seit 12 Monaten nicht stimmt.

            Und zu deinem letzten Punkt: Es ist nun mal so, dass ein gefeuerter Trainer an dem positiven gemessen wird, was er bewegt hat. Sonst bekäme kein gescheiterter Trainer wieder einen Job. Das PS jetzt den BVB trainiert, ändert nichts daran, dass er für den sportlichen Scherbenhaufen, den wir hier jetzt beim Effzeh haben, in einem großen Maße die Verantwortung trägt.

            Und was den Realitätsverlust betrifft:
            Wenn mir hier Leute erzählen wollen, dass wir mit PS noch in der Euro-League wären und sogar Freiburg geschlagen hätten und das ein Trainer völlig schuldlos ist, wenn er nach nach 14 Spieltagen nur 3 Punkte geholt hat. Denn schuld an der sportlichen Lage sei nämlich jetzt nur noch der Vorstand. Noch nicht mal mehr JS.
            Dann kann ich nur noch fassungslos staunen. Das hat was von geistiger Störung und ist mindestens genauso peinlich wie unsere sportliche Krise.

            VS, JS und PS haben sich immer als Team inszeniert, folglich tragen auch alle die Verantwortung für den Totalschaden, den wir erlitten haben.
            Es gibt Handlungsstränge, an denen man klar die Verkettung falscher Entscheidungen festmachen kann.
            Ob es JS mit seiner Transferpolitik war, oder der Vorstand, der seinen Sport-GF in einer entscheidenden Phase in seiner Handlungsfreiheit einschränkt hat oder ob es PS war, der nicht in der Lage war eine Mannschaft zu extrahieren. Aber unser Misserfolg ist kein Mysterium.
            Unser Niedergang kam mit Ansage.

            Grundsätzlich teile ich deine Haltung, nicht sofort auf alles einzukloppen. Aber Fehler mit diesem Ausmaß müssen benannt werden.

          • Robert H.
            Robert H. says:

            Gut. Ich teile deine Ansicht, dass die jetzige Ergebnissituation auch Konsequenzen haben muss. Die sind ja auch, zu welchem Zeitpunkt auch immer erfolgt.
            Aber „Niedergang mit Ansage“ sehe ich nicht. Wenn du im Sommer tatsächlich exakt dieses Ergebnis zu diesem Zeitpunkt „angesagt“ hast dann hätte ich gerne Belege. Angesagt war im Sommer, dass es eine schwierige Saison werden würde und möglicherweise auch gegen den Abstieg gehen könnte. Das war einhellig und mehr aber auch nicht.

            Ich behaupte mal: hätten wir jetzt so um die 12 bis 14 Punkte auf dem Konto wären Schmadtke und Stöger noch an Bord. Nicht unumstritten, aber sie wären noch da.

          • Ali Perez
            Ali Perez says:

            Was redest du da??? Diese Option stand nach dem Spiel in Borisov doch gar nicht mehr zur Debatte. JS hätte PS entlassen, wenn der Vorstand kein Veto eingelegt hätte. Vielleicht wären dann mehr Punkte da. …nicht unwahrscheinlich.
            Ausserdem war PS bis zum 14. Spieltag Cheftrainer. Der Faktor Schmadtke hätte uns keinen Punkt mehr gebracht; wie auch. Ich kann deine Hpothese nicht nachvollziehen.

            Niemand hätte 3 Punkte nach 14 Spiele vorausgesehen; auch ich nicht. Aber mir war nach der letzten Saison zumindest klar, dass etwas passieren musste. Wir hatten in der Rückrunde der letzten Saison 27 Gegentore kassiert. Genauso viele wie bis zum 14. Spieltag dieser Saison. Wir waren nie souverän. Dann die Abhängigkeit von Modeste, den man dann im Sommer verkauft und nicht annähernd ersetzt hat. Außer Cordoba wurde kein einziger Spieler geholt, den man als gesetzt bezeichnen konnte. Und das, obwohl sich abzeichnete, dass der (alte) Stammkader ausgereizt war. Ich weiß gar nicht, warum ich das überhaupt noch wiederhole, denn ich weiß nicht, welche Belege du brauchst. Mir hat dafür reines Zugucken und ein bisschen Nachdenken gereicht. Wieso das nicht bei JS oder dem Vorstand gereicht hat, weiß ich nicht. Lässt mich aber zu dem Schluss kommen, dass die Jobs etwas überhöht werden. Anders ist es auch nicht zu erklären, wenn es ein Pizzabäcker zum abgezocktesten Spielervermittler Europas bringen kann.

            Aber lassen wir das; wir beide gucken anders auf die Dinge. Und ändern können wir eh nix; noch nicht.
            Hoffen wir mal, dass nach der Winterpause wieder Normalität einkehrt und wir noch ein paar andere Mannschaften ärgern werden.

        • ralf brostewitz
          ralf brostewitz says:

          …ali ,ich bin 100% mit dir deckungsgleich, wie manche hier immer noch schmadtke und stöger hoch halten wollen und jetzt auf dem ruthenbeck rumhacken – abartig ! und natürlich haben wir es nicht ganz so extrem kommen sehen aber ich und einige andere haben doch schon sehr stark gewarnt das es mit diesem kader in die hose geht !

  8. walter berg
    walter berg says:

    armin veh ist eine gute wahl-als trainer muss peter neururer her. er hat den fc schon einmal gerettet und auch den vfl bochum gerettet. peter neururer kann auch gut mit armin veh. und verlängert um gottes willen keine verträge mit den derzeitigen gurkenspielern. (ausnahme handwerker und timo horn) macht einen neuanfang in der 2. liga mit frischen jugendspielern.

  9. Dieter
    Dieter says:

    Warum werden immer wieder Trainer ins Rennen geworfen, die ihren Leistungshöchststand schon lange hinter sich haben? Es gibt auch junge ehrgeizige Trainer (siehe Markus Anfang), die zeigen, was sie drauf haben.
    Aber ein Trainer kann halt auch immer nur mit den Spielern trainieren, die vorher von anderen verpflichtet worden sind. Und es kommt immer wieder auf den Namen JS. Das ist der Übeltäter, der dem FC das angetan hat.
    Ein Trainer, der mit bundesligatauglichen Spielern arbeiten kann wird nicht in die Situation kommen, die wir jetzt beim FC haben. Warum wird nicht langsam mal geprüft, warum der FC seit 1,5 Jahren immer so einen hohen Verletztenstand hat? Der beste Trainer der Welt kann nicht mit einem halben Kader gesunder Spieler Wunder vollbringen. Man stelle sich mal vor der FC Bayern hätte nur noch 15 gesunde Spieler, wo würden sie in der Bundesliga stehen. 6 Punkte vor dem Zweiten – vermutlich nicht, eher Platz 5-8. Hier muss doch mal angefangen werden zu analysieren. Ich bleibe dabei – 5-6 gute Spieler und man kann noch eine vernünftige Rückrunde spielen – unabhängig wie es nach dem 34. Spieltag aussieht. Es gebietet der Anstand und die Ehre, dass man sich nicht aufgibt und sang und klanglos in die 2. Liga geht.

    Spieler, die das mitmachen müssen haben sicherlich nicht den Kopf so frei, um anschließend um den Aufstieg mit zu spielen.

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