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Schockstarre: „Ob jetzt 3:3 oder 3:4 ist uns relativ egal“


Der 1. FC Köln hat einen sicher geglaubten Sieg gegen den SC Freiburg noch aus der Hand gegeben. Nach einer starken ersten Hälfte unter widrigen Bedingungen und einer komfortablen 3:0-Führung nach 30 Minuten lief nichts mehr zusammen. Am Ende stand eine 3:4-Niederlage auf der Anzeigetafel, für die es eigentliche keine Wort gibt. Trotzdem: die Stimmen zum Spiel. 

Dominique Heintz: „Ich kann das nicht erklären, ich habe keine Worte dafür. Das war der Höhepunkt der ganzen letzten Wochen. Ich bin einfach nur enttäuscht. Wir haben in der ersten Halbzeit sehr viel investiert. Dann haben wir etwas nachgelassen und zwei bis drei Prozent weniger gemacht. Das ist fatal. Nach dem 3:2 haben wir zu wenig Entlastung bekommen und zu wenige Angriffe gestartet. Dass man dann nicht mit Selbstvertrauen bestückt ist, ist nach den letzten Wochen klar. Nächste Woche haben ein schweres Auswärtsspiel und dann wird der Rückstand vielleicht nochmal größer. Dann musst du schon eine Serie von zehn, elf Siegen nächstes Jahr hinlegen, um noch einmal mit dabei zu sein. So lange es rein rechnerisch nicht besiegelt ist, müssen wir alles für den Klassenerhalt investieren. Es wird aber von Woche zu Woche schwieriger.“

Dass es Köln schwer haben wird, habe ich schon im Juni vermutet

Stefan Ruthenbeck: „Gerade ist es sehr bitter. Wir sind richtig gut in das Spiel reingekommen und haben den Gegner überrascht, indem wir Klünter nach vorne gestellt haben. Wir hatten ein gutes Pressing, haben immer wieder früh attackiert. Wir haben eigentlich viele Dinge richtig gemacht. Ab der 30. Minute haben wir dann gemerkt, dass das Spiel ein bisschen kippt. Ich denke trotzdem, dass die Jungs gut verteidigt und alles versucht haben. Sie haben viel Herzblut gezeigt. Wenn du dann zwei Elfer kriegst, ist das sehr bitter. Beim ersten Elfmeter fehlt etwas die Cleverness, Salih ist zu euphorisch in den Zweikampf gegangen. In unser jetziger Situation dürfen wir keine Fehler machen, da müssen wir funktionieren. Dafür sind wir bestraft worden. Was ich vor allem den Fans noch mal mitgeben möchte: Wir haben nach dem 3:3 trotzdem noch versucht auf Sieg zu spielen und sind dann ausgekontert worden. Wir wussten, dass ein Unentschieden zu wenig sein würde. Ob jetzt 3:3 oder 3:4 ist uns relativ egal, wir wollten gewinnen und das haben wir nicht geschafft.“

Christian Streich: „Es war nicht schön die ersten 30 Minuten zu sehen. Dann haben wir alles probiert, in dem wir umgestellt haben. Die Mannschaft hat einen enormen Willen gezeigt und eine Frustrationstoleranz, die eigentlich über meiner liegt. Man muss eines ganz klar sagen: Wir haben schon Europa League gespielt, und wenn du immer einen Drei-Tages-Rhythymus hast und dann noch viele Verletzte, dann ist das Wahnsinn. Das hat uns natürlich geholfen. Dass Köln, wenn sie Verletzte kriegen, es schwer haben wird, habe ich schon im Juni vermutet.“

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