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Gerücht aus Frankreich: Macht Vincent Koziello Sinn?

Armin Veh macht verständlicherweise ein Geheimnis um die eine Personalie, die er im Winter gerne noch umsetzen möchte. Der 1. FC Köln soll noch auf einer Position verstärkt werden – wahrscheinlich ein Rechtsverteidiger. Nun schwappt ein Gerücht aus Frankreich in die Domstadt – doch es würde verwundern, wenn Vincent Koziello der von Veh gesuchte Mann wäre.

Köln – Stefan Ruthenbeck betonte zuletzt immer wieder: „Überangebot!“ Im Sturmzentrum, auf der Linksverteidiger-Position, vor allem aber auch auf der Sechs. Kapitän Matthias Lehmann, der wiedergenesene Marco Höger, der zuletzt starke Salih Özcan, der Ruthenbeck-Führungsspieler Milos Jojic, der Nationalspieler Jonas Hector, das Supertalent Nikolas Nartey. Sechs Spieler im Zentrum und die Möglichkeit, offensiv im Zentrum Yuya Osako und auch Simon Zoller noch einzusetzen.

Koziello-Transfer würde überraschen

Braucht der 1. FC Köln in der aktuellen Personallage also wirklich einen neuen zentralen Mittelfeldspieler? Laut „L’Equipe“ haben die Kölner jedenfalls die Fühler nach Vincent Koziello vom OSC Nizza ausgestreckt. Der 22-Jährige kommt aus der Jugend des AS Cannes, spielt seit viereinhalb Jahren für das heutige Team von Trainer Lucien Favre. Nizza liegt in der Ligue 1 auf Rang sechs. Koziello stand zu Saisonbeginn noch regelmäßig in der Startelf, gegen Ende der Hinrunde änderte sich dies aber. Sein Marktwert wird von transfermarkt.de auf elf Millionen Euro geschätzt. Nicht das einzige Indiz, dass ein Transfer zu den Geissböcken im Winter unrealistisch erscheint.

Erstens, weil Koziello kein Rechtsverteidiger ist, sondern ein zentraler Mittelfeldmann. Zweitens, weil die Kölner bekanntlich nach Spielern suchen, die bereit sind, über den Sommer hinaus in Köln zu spielen. Also auch in einem möglichen Abstiegsfall. Dies wäre bei Kuziello eine große Überraschung, macht er sich dem Vernehmen nach doch Hoffnung auf den Sprung in die französische Nationalmannschaft. Ein Wechsel aus Nizza zu einem potentiellen Absteiger aus Deutschland würde seine Position nicht verbessern. Zumal für den gerade einmal 1,68 Meter großen Blondschopf eine stattliche Ablösesumme fällig wäre (Vertrag bis 2019).

Tasci kein Kandidat

Dennoch muss die ursprüngliche Information der französischen Sportzeitung nicht unbedingt falsch sein. Dies gilt für einige Gerüchte, die zuletzt aufkamen. Allerdings bleibt die Frage nach dem Zeitpunkt der Information. Bekanntermaßen übernahm Kölns Sportchef Armin Veh erst im Dezember das Ruder bei den Geissböcken. Zu diesem Zeitpunkt hatten Interimssportchef Jörg Jakobs und die Scoutingabteilung bereits mehrere Vorschläge für Winter-Neuzugänge erarbeitet. Möglicherweise hatten auch schon erste Gespräche stattgefunden. Veh jedoch brachte seine ganz eigenen Ideen mit: Simon Terodde und „ein, zwei weitere Spieler“, wie er sagte, die er bereits konkret im Kopf habe, ohne mit der Scoutingabteilung gesprochen zu haben.

Aufgrund dieser Konstellation, aber auch aufgrund der aktuellen Personallage der Geissböcke auf den verschiedenen Positionen wäre eine Koziello-Verpflichtung eine Überraschung. Derweil sickerte durch, dass an dem Gerücht um Serdar Tasci nichts dran ist.

1 Antwort
  1. Huey L.
    Huey L. says:

    Auf alle Fälle würde die Verpflichtung eines offensivstarken Mittelfeldspielers/ „Spielmachers“ Sinn machen, da gibt es wohl keine zwei Meinungen. Uns fehlt dieser Spielertyp doch schon seit vielen Jahren. Das wird nicht nur in diesem Forum gebetsmühlenartig wiederholt. Es dürfen allerdings berechtigte Zweifel aufkommen, ob ein 22jähriger Vincent Koziello diesem Anforderungsprofil entspricht. Ich kenne den Spieler nicht, was nichts heißen mag, aber würde er die Anforderungen/ Erwartungen an diese Postion erfüllen und uns ad hoc helfen können , wäre mir sein Name wahrscheinlich bekannt und er nicht beim FC, sondern bei einem Top Premiere League Verein, Madrid, Juve… im Gespräch/ in Vertragsverhandlungen. Von daher sollten wir uns aus unseren eigenen Reihen bedienen und den Kader zum jetzigen Zeitpunkt nicht noch um einen weiteren Perspektivspieler erweitern, für den dann wieder ein anderer Spieler in die U21 rutschen müsste, der sich gerade an die erste Mannschaft herangekämpft hat.

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