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Großer Kader, aber „noch ist keiner auf uns zugekommen“

Aus einem viel zu kleinen Kader ist in kurzer Zeit beim 1. FC Köln wieder ein großer Kader geworden. Vielleicht sogar ein zu großer. Durch die fünf Nachwuchsspieler, die Stefan Ruthenbeck im Profi-Training behält, könnte es für andere Spieler enger werden. Das wirkt sich auch auf die Transferüberlegungen aus.

Köln – Am Samstag saß Armin Veh noch in eine Decke gehüllt auf der Tribüne der SchücoArena. Neben Frank Aehlig auf der einen und Horst Heldt auf der anderen Seite verfolgte der neue Sportchef das Treiben auf dem grünen Rasen. Dass Veh neben dem Manager saß, der eigentlich seinen Job hätte übernehmen sollen, entbehrte nicht einer gewissen Ironie.

Ich sehe eine willige Mannschaft

Doch Veh konnte sich an dem, was er auf dem Spielfeld sah, halbwegs erfreuen. Inzwischen hat der neue FC-Manager die Mannschaft kennen gelernt. In der letzten Woche beobachtete er mehrfach das Training. Am Samstag sah er seine Spieler erstmals in Testspielen. „Ich sehe eine willige Mannschaft, die sich gut versteht“, sagte Veh im Gespräch mit dem GEISSBLOG.KOELN. „Das ist sicher keine faule Truppe.“

Die Hinrunde mit allen bekannten Problemen will Veh hinter sich und dem FC lassen. Dank der diversen Rückkehrer aus dem Lazarett hat sich das Niveau der Mannschaft schlagartig wieder erhöht. Davon sollen Cheftrainer Stefan Ruthenbeck und alle Spieler profitieren. Am Sonntag ab 15.30 Uhr gilt es, dies im ersten Ernstfall des neuen Jahres gegen Borussia Mönchengladbach unter Beweis zu stellen.

Neuzugänge müssten perfekt passen

Mithelfen wird dann der bislang einzige Neuzugang Simon Terodde. Weitere Einkäufe sind zwar möglich, aber Veh und Ruthenbeck betonen immer wieder, dass der Kader auch in den nächsten Wochen ohnehin noch eher größer als kleiner werden wird. Cordoba, Maroh, Queiros, Risse und Bittencourt befinden sich noch nicht wieder im Mannschaftstraining. Ihre Rückkehr wird die Kräfteverhältnisse im Kader noch einmal verändern. Neuzugänge müssten da schon perfekt passen – so wie ein Rechtsverteidiger, den Veh sucht. Andere Spieler, wie beispielsweise ein Ersatz für den noch länger verletzten Bittencourt, müssten auch perspektivisch Sinn machen. Der in Polen gehandelte Rafal Kurzawa ist dem Vernehmen nach kein Kandidat.

Auf der anderen Seite bleibt es bei der Prämisse, auf weiteren Positionen unter Umständen nur aktiv zu werden, sollte ein Spieler den Verein doch noch verlassen. „Es ist noch keiner auf uns zugekommen“, bestätigte Veh auf GBK-Nachfrage. Doch Sportchef wie Cheftrainer gehen davon aus, dass sich dies bis Ende Januar noch ändern könnte. Schließlich wird es Spieler geben, die sich nach den Partien gegen Gladbach und Hamburg in einer für sie überraschenden Situation wiederfinden werden: auf der Tribüne.

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