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Kampfansage: „Gladbach wird sich was einfallen lassen müssen“

Gemessen an der Chance, die der 1. FC Köln noch hat in der Bundesliga zu bleiben, sind die Wettquoten ein Witz. Für einen Euro Einsatz bekommt man aktuell je nach Anbieter gerade einmal sieben Euro wieder, sollten die Geissböcke tatsächlich die Klasse halten. Den Effzeh freut’s. Schließlich bedeutet das: Der Glaube an den Klassenerhalt ist nicht nur am Geißbockheim vorhanden.

Köln – Neun Punkte Rückstand bei gerade einmal sechs gewonnenen Punkten: Da müsste es doch mit dem Teufel zugehen, wenn der 1. FC Köln noch die Klasse hält. Egal, denken sich die Wettanbieter. Sie wollen offenbar nichts riskieren, halten die Chancen auf den Verbleib des FC in der Bundesliga für verhältnismäßig realistisch. Und wenn man Cheftrainer Stefan Ruthenbeck dieser Tage lauscht, völlig zurecht.

Kölns Hauptaufgabe: die Defensive

Als sich die Tür zum Presseraum am Freitag öffnete, staunte Stefan Ruthenbeck nicht schlecht. Er trat ein, gab jedem Journalisten die Hand und war damit länger als sonst beschäftigt. Alleine acht Kameras waren aufgebaut, rund zwanzig Medienvertreter bevölkerten den Raum. Das erste Spiel im Jahr lockte sie an, dazu das Derby gegen Borussia Mönchengladbach. Hatte Ruthenbeck im Dezember mitunter vor gerade einmal einer Hand voll Journalisten seine Pressekonferenzen abgehalten, sah er sich nun vielen Fragestellern gegenüber, die hören wollten, was der Chefcoach der Geissböcke zu sagen hatte.

Ruthenbeck enttäuschte nicht. Er tat das, was er in den letzten Wochen immer wieder getan hatte. Er ging in die Offensive. Ja, die Borussia sei ein enorm starker Gegner mit einer hohen individuellen Qualität. Doch seine Mannschaft, davon ist der 45-Jährige überzeugt, ist weit besser als der Eindruck, den die Tabelle erweckt. „Gladbach wird sich etwas einfallen lassen müssen, um unseren Abwehrriegel zu durchbrechen“, versprach Ruthenbeck und ließ erkennen, dass das Hauptaugenmerk der Kölner auf der Grundtugend des Verteidigens liegen wird. „Gladbach ist sehr effektiv vorne. Unsere Hauptaufgabe wird deswegen sein, gut zu verteidigen.“

Wir haben eine überdurchschnittliche Viererkette

Dass seine Mannschaft dazu in der Lage ist, davon ist Ruthenbeck trotz der 32 Gegentore überzeugt, die Köln bereits kassiert hat. „Wir haben eine überdurchschnittliche Viererkette, wir haben einen guten Torhüter. Gegen uns muss man einiges machen, um Tore zu erzielen.“ Gleichzeitig werde sein Team versuchen eine Spielidee der Nadelstiche umzusetzen. Mit Tempo, mit Simon Terodde als Sturmspitze und mit den heimischen Fans im Rücken. Ein Derbysieg zum Auftakt der erhofften Jagd auf die Wunder-Rettung. Das ist der Plan, das ist die Hoffnung, das soll die erste Belohnung darstellen für die Arbeit der letzten Wochen. Und sollte es den Kölnern tatsächlich gelingen, würden die Wettquoten wohl noch weiter sinken. Möglicherweise bis zu dem Niveau, auf dem der Klassenerhalt tatsächlich wieder vollkommen realistisch wäre.

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