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Zweikampfhärte im Training fordert viele blaue Flecken

Die gute Nachricht zuerst: Jhon Cordoba und Dominic Maroh haben am Mittwoch beim 1. FC Köln wieder vollständig mit der Mannschaft trainieren können. Damit könnte in dieser Woche die Verletztenliste bis auf Leonardo Bittencourt geschlossen werden. Im Training ging es derweil heftig zur Sachen, zwei Spieler traf es deutlicher.

Köln – Eine Grätsche nach einem Laufduell zwischen Marco Höger und Jonas Hector, ein Schrei des Nationalspielers, eine kurze Behandlung für den Linksverteidiger, dann ging es humpelnd weiter für Hector. Höger verpasste dem gerade erst wiedergenesenen FC-Star einen Tritt auf den Fuß. Am Ende aber lief Hector wieder rund.

Zweikampfhärte muss auch trainiert werden

Das sah bei Salih Özcan anders aus. Der Youngster musste nach einem Zusammenstoß mit Schmerzen an der linken Hüfte das Training vorzeitig beenden. Chefcoach Stefan Ruthenbeck ging nach dem ersten Eindruck aber nicht von einer Verletzung aus, lediglich von einem möglicherweise schmerzhaften Pferdekuss. Weil auch Simon Terodde in einem Zweikampf Frederik Sörensen unglücklich am Fuß traf, wurde man den Eindruck nicht los: Beim Effzeh haben der sportliche Aufschwung und der Konkurrenzkampf eine neue Aggressivität ins Training gebracht.

Das bestätigte auch Ruthenbeck hinterher. „Zweikampfhärte muss auch trainiert werden“, sagte der Chefcoach. „Als Tabellenletzter muss auch dieser Punkt abgearbeitet werden. Natürlich hoffen wir, dass sich dabei niemand verletzt. Aber das gehört dazu.“ Mitten drin waren wieder Dominic Maroh und Jhon Cordoba, mischten erstmals wieder vollständig im Mannschaftstraining mit und schonten dabei in den direkten Duellen weder sich noch den Gegenspieler. „Man sieht, dass sie brennen“, freute sich Ruthenbeck. „Wir sind froh, dass sie dabei sind, werden mit ihnen die Intensitäten steigern und heranführen. “

Lehmann wird wohl auch in Hamburg fehlen

Für das Spiel am Samstag gegen den Hamburger SV sind die beiden Rekonvaleszenten aber noch kein Thema. „Nach so langen Ausfällen können wir ihnen da keine Perspektive für Samstag geben“, sagte Ruthenbeck. „Das wäre auch allen anderen gegenüber nicht gerecht, aber wir sind sehr froh, dass sie wieder da sind.“ Am Donnerstag werden dann auch Marcel Risse und Matthias Lehmann wieder im Training sein. Während Risse definitiv kein Thema für den HSV sein wird, droht auch Lehmann weiter zu fehlen. „Er ist eine Woche ausgefallen. Wir müssen ihn erst mal wieder trainieren lassen, um zu sehen, in welchem Zustand er ist“, sagte Ruthenbeck.

Gut möglich also, dass Lehmann noch einmal pausieren wird. Und dennoch: Durch die Rückkehr von Cordoba, Lehmann, Maroh und Risse schrumpft das FC-Lazarett bis auf einen Spieler. Nur noch Leonardo Bittencourt fällt aus. Alle anderen Profis des 1. FC Köln werden ab Donnerstag wieder im Mannschaftstraining zurückerwartet. Gute Neuigkeiten also für Stefan Ruthenbeck – zumindest, solange Salih Özcan und Jonas Hector tatsächlich nichts schlimmeres passiert sein sollte.

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